+++Börsen-Ticker+++ - Wall Street nach Fed-Protokollen mit Gewinnen

Die zuversichtliche Konjunktureinschätzung der US-Notenbank hat der Wall Street am Mittwoch zu Gewinnen verholfen.
24.05.2017 22:47
Wegweiser zur Wallstreet in New York.
Wegweiser zur Wallstreet in New York.
Bild: freeimages.com

22:30

Die Fed-Führungskräfte gehen davon aus, dass sich die Wirtschaft nach dem schwachen Jahresauftakt berappeln wird, wie aus den Protokollen der Sitzung von Anfang Mai hervorgeht. Sollten sich die Erwartungen erfüllen, halten es die Währungshüter für angebracht, die Zinsen bald anzuheben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging knapp 0,4 Prozent im Plus bei 21.012 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,25 Prozent auf 2404 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,4 Prozent auf 6163 Punkte zu.

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17:30

Vor dem Feiertag am Donnerstag scheuten die Anleger vor neuen Engagements zurück.

Der SMI sank um 0,3 Prozent auf 9035 Zähler.

Bei Nestle strichen die Anleger Gewinne ein. Das Index-Schwergewicht, das am Montag ein Rekordhoch erreicht hatte, rutschte 0,6 Prozent ab. Ein guter Teil des SMI-Rückgangs war der dem Lebensmittelwert geschuldet.

Die beiden anderen Schwergewichte Novartis und Roche tendierten uneinheitlich. Stark unter Druck standen nach einer Verkaufsempfehlung der Credit Suisse die Aktien von Adecco. Der Kurs des Personalvermittlers sank um 3,7 Prozent.

neinheitlich waren die Bankaktien. Die Anteile der Credit Suisse rückten 0,9 Prozent vor. Die Titel der UBS dagegen waren um 1,4 Prozent tiefer.

Den ausführlichen Börsenbericht lesen Sie hier.

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15:45

Die Marktteilnehmer in den USA warten mit Spannung auf die Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung, die um 20 Uhr (Schweizer Zeit) veröffentlicht werden.

Sie könnten Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank (Fed) geben. Die Analysten der Großbank Citi rechnen mit weiteren Zinserhöhungen im Juni und September sowie einer Ankündigung zur Reduzierung der aufgeblähten Bilanz im Dezember.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag minimal im Plus bei 20.940 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,1 Prozent auf 2401 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,2 Prozent auf 6153 Punkte zu.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt verharrt am Mittwoch nach einem leicht schwächeren Auftakt auch zur Mittagszeit knapp im Minus. Händler sprechen vor dem morgigen Feiertag von einem eher lustlosen Handel.

Vor allem in Asien hätten die Märkte die Abstufung Chinas durch die Ratingagentur Moody's schnell abgeschüttelt, sagen Händler. Zuvor hatten schwache Konjunkturdaten am Dienstag die Wall Street nicht nachhaltig belastet, was unter dem Strich ebenfalls stützend wirke. In einem insgesamt eher nachrichtenarmen Handel warteten die meisten Marktteilnehmer auf das am Abend anstehende Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 11.50 Uhr 0,06% tiefer bei 9'056,42 Punkte ein. Der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,04% auf 10'284,42.

Nach wie vor unter Druck sind Adecco (-2,8%) und Clariant (-2,6%). Laut Händler sind die Kursverluste von Schwergewicht Nestlé (-0,6%) massgeblich für die leichtere Entwicklung im Leitindex SMI verantwortlich. Und das, obwohl beide Pharma-Schwergewichte Novartis (+0,6%) und Roche (+0,4%) auf der Gewinnerseite stehen.

Den ausführlichen Börsenbericht lesen Sie hier.

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10:34

Die Ypsomed-Aktien gehören am Mittwochmorgen zu den grossen Verlierern an der SIX. Das Medizinaltechnikunternehmen hatte vorbörslich das Geschäftsergebnis 2016/17 veröffentlicht, das von den Kommentatoren zwar als solide bewertet wird. Der Ausblick, den das Management aber zum EBIT machte, sorgt allerdings für Enttäuschung.

Bis 10.34 Uhr verlieren die Ypsomed-Aktien bei überdurchschnittlichem Volumen 5.8% auf 214,290 CHF, während der Gesamtmarkt gemessen am SPI auf der Stelle tritt (+0,01%). In der Eröffnungsphase war der Titel zwischenzeitlich um mehr als 10% eingebrochen.

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10:15

Der Schweizer Aktienmarkt knüpft am Mittwoch mit moderaten Verlusten an seine Vortagestendenz an. Die Stimmung sei zwar nicht schlecht, dennoch hielten sich Investoren zunächst zurück, heisst es im Handel. 

Generell habe der Markt zwar die Unsicherheit angesichts der politischen Kapriolen in den USA etwas verdaut, von Entwarnung zu sprechen, wäre allerdings verfrüht, heisste es im Handel. Vielmehr seien Investoren in einer Art Lauerstellung. Mit Blick auf Konjunkturdaten fokussierten sich Investoren derzeit bevorzugt auf die positiven Aspekte, wie die Reaktion auf die Abstufung Chinas an diesem Morgen ebenso wie auf die eher schwachen US-Daten am Vortag zeige. Mit Spannung warte der Markt vor allem auf das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed an diesem Abend. Börsianer erhoffen sich Aufschluss über die weitere Marschrichtung der Währungshüter an der Zinsfront.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,18% tiefer bei 9'045,09 Punkte ein. Der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,15% auf 10'273,05.

Besonders deutlich geht es zunächst für die Aktien des Arbeitsvermittlers Adecco (-3,1%) abwärts. Eine Abstufung durch die Credit Suisse um zwei Stufen auf "Underperform" belastet.

Mit einem Verlust von 2,1% folgen die Anteilsscheine von Clariant dichtauf. Die Kursgewinne, die der Spezialchemiekonzern bei Bekanntgabe der Fusion mit der texanischen Huntsman Anfang der Woche gemacht hatte, sind somit weggeschmolzen.

Die Anteilsscheine der Credit Suisse (-0,6%) knüpfen ebenfalls an den schwachen Vortagestrend an.

Die beiden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche (beide +0,2%) stützen den Markt derweil etwas nach unten ab. Am deutlichsten legen im frühen Handel aber die Aktien von Richemont (+0,3%) zu.

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09:25

Fiat Chrysler fallen in Mailand im frühen Handel um vier Prozent auf 9,12 Euro, grenzen dann aber ihre Verluste etwas ein. Schon im US-Handel hatten die Aktien ebenfalls vier Prozent verloren. Im Streit über manipulierte Abgaswerte hat die US-Regierung eine Zivilklage gegen den italienisch-amerikanischen Autobauer eingereicht.

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09:20

Die Herabstufung der Empfehlung auf "Underperform" von "Outperform" durch Credit Suisse hat die Aktien von Adecco belastet. Der Titel des Personalvermittlers verlor am Mittwoch in einem leichteren Markt drei Prozent auf 73,50 Franken. Die Grossbank senkte zudem das Kursziel auf 63 von 75 Franken.

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09:15

Der SMI sinkt zum Handelsbeginn um 0,2 Prozent auf 9047 Punkte. Besonders deutlich geht es für die Aktien des Arbeitsvermittlers Adecco (-3 Prozent) abwärts. Eine Abstufung durch die Credit Suisse um zwei Stufen auf "Underperform" belastet. Die negativen Auswirkungen der Automatisierung würden unterschätzt, schreiben die Experten. Auch die demographische Entwicklung sei für die Personalvermittler unvorteilhaft.

Unter Druck sind auch die Titel von Zurich (-0,5 Prozent) und SGS (-0,4 Prozent). Mit Abschlägen von je 0,3 Prozent folgen die Aktien der beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS. Die CS-Aktien waren am Vortag durchgängig das Schlusslicht unter den Blue Chips gewesen, nachdem sie im Rahmen der eingeleitete Kapitalerhöhung ohne Bezugsrechte gehandelt wurden.

Von den drei Schwergewichten ist Novartis und Roche unverändert,  Nestlé (-0,4 Prozent) gibt nach. Roch hat bekanntgeben, dass jüngste Nachbetrachtungen die Wirksamkeit seines Mittels Esbriet in der Behandlung der der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) untermauerten.

Wenig beeindruckt zeigen sich Investoren von der Nachricht, dass Kühne+Nagel (unv.) die Hafenbehörden der chinesischen Städte Shanghai und Taicang darin unterstützt, eine Seeverbindung zwischen den beiden Häfen zu etablieren und zu fördern.

Im breiten Markt stechen Sunrise-Aktien (+1,9 Prozent) vorbörslich heraus. Der Telekomanbieter verkauft Sendemasten mit einem Wert von 500 Mio CHF an ein Konsortium unter der Führung der spanischen Firma Cellnex.

Der Telemedizin-Anbieter Lifewatch könnte sich später bewegt zeigen, nachdem die US-Gesellschaft Biotelemetry die Übernahmeofferte etwas nachgebessert hat. Nach Zahlen im Blick sind auch Ypsomed.

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08:30

Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Chinas durch die US-Agentur Moody's hat am Mittwoch die Stimmung der Investoren in Fernost gedrückt. Der Index in Shanghai notierte ein knappes Prozent niedriger, in Hongkong gaben die Kurse leicht nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,2 Prozent. 

In Tokio legte der Nikkei-Index unterdessen 0,66 Prozent auf 19.742 Punkte zu. Für positive Impulse sorgten ein schwächerer Yen und gute Vorgaben aus den USA.

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08:25

Vorbörslich sinkt der SMI auf 9051 Punkte, das ist ein Rückgang um 0,12 Prozent. Am stärksten trifft es die Aktie von Adecco (--2,4 Prozent). Die Credit Suisse hat die Aktie doppelt von "Outperform" auf "Underperform" gestuft. Die übrigen Titel sinken im Umfang von bis zu -0,15 Prozent (zu den vorbörslichen SMI-Kursen).

Im Fokus der Anleger dürften die Aktien von Sunrise stehen. Der zweitgrösste Telekom-Konzern verkauft über 2000 Antennenmasten zum Preis von 500 Millionen Franken. 450 Millionen Franken sollen unter anderem zur Rückzahlung von Schulden verwendet werden, um ein Investment-Grade-Rating zu erreichen. Für das bereinigte Ebitda erwartet die Firma 2017 nun einen Wert zwischen 577 und 592 Millionen Franken - das ist weniger als zuletzt. Für 2017 strebt Sunrise eine Dividende von 3,90 bis 4,10 Franken an - nach dem zuvor angegebenen Zielband von 3,45 bis 3,55 je Aktie. Im vorbörslichen Geschäft wurde für die Aktie ein um 1,4 Prozent höherer Kurs indiziert.

Vor der Börsenpause an Auffahrt stehen in der Schweiz wenig News auf dem Programm. In Europa dürfte auf der Konjunkturseite eine Rede von EZB-Chef Mario Draghi in Madrid bei einer Konferenz zur Finanzstabilität der Bank von Spanien Beachtung finden. Nach Handelsschluss in Europa veröffentlicht die US-Notenbank das Protokoll der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses.

«Anleger wollen nationale Indizes wie den SMI»

 

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07:55

Die Herabstufung der chinesischen Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Moody's hat die Währung des Landes am Mittwoch nur wenig belastet. Die chinesische Zentralbank (PBOC) legte den Mittelwert mit 6,8758 Yuan zum Dollar zwar etwas höher fest. Am Dienstag hatte ein Dollar mit 6,8661 Yuan noch weniger gekostet. Viele Anleger seien von der Massnahme aber nicht überrascht gewesen, sagte ein Händler.

 

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06:40

Die Börsen in Tokio legten am Mittwoch zu. Vor allem Exportwerte waren gefragt. "Der japanische Markt hat sich immer noch nicht von den jüngsten Kursrückgängen erholt, die auf die Turbulenzen in den USA zurückgehen", sagte Masaru Hamasaki von Amundi Japan. "Er hat Luft nach oben, solange die US-Börsen stark sind."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Mittag 0,5 Prozent fester bei 19'711 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann ebenfalls 0,5 Prozent auf 1572 Zähler. Der japanische Leitindex hatte am 16. Mai ein 17-Monats-Hoch bei 19'998 Zählern erreicht, nach den politischen Turbulenzen in den USA aber mehr als 500 Punkte verloren. Händler befürchten, dass die Ermittlungen in den USA wegen der russischen Einflussnahme auf den Wahlkampf die Präsidentschaft Donald Trumps destabilisieren und Steuersenkungen verzögern könnten.

Ausserhalb Japans drückte die Herabstufung Chinas durch die US-Agentur Moody's auf die Kurse. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,2 Prozent. Die Agentur senkte ihre Note um einen Schritt auf A1 und begründet das mit der steigenden Verschuldung und den schwächeren Wachstumsaussichten.

Der Yen gab nach, ein Dollar kostete 111,89 Yen. Unterstützung erhielt der Dollar von der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer nächsten Sitzung im Juni den Leitzins für die USA anhebt. Der Euro wurde kaum verändert zum späten New Yorker Handel mit 1,1179 Dollar gehandelt. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9762 Franken je Dollar und 1,0915 Franken je Euro gehandelt.

(Reuters/AWP/cash)