+++ BÖRSEN-TICKER +++ - Wall Street schliesst im Plus

Die guten US-Daten finden an der Börse in New York nur wenig Niederschlag: Der Dow Jones steigt nur minimal an.
05.05.2017 22:09
Die Trader an der Wall Street freuen sich: Der Dow Jones schliesst über 21'000 Punkte.
Die Trader an der Wall Street freuen sich: Der Dow Jones schliesst über 21'000 Punkte.
Bild: Bloomberg

22:00

Die New Yorker Börsen haben sich am Freitag einmal mehr kaum von der Stelle bewegt. Nach der Veröffentlichung des neuesten Arbeitsmarktberichts pendelten die Indizes zwischen knappen Gewinnen und Verlusten. Zum Handelsschluss ging der Dow-Jones-Index der Standardwerte dann immerhin mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 21'004 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 2399 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte ebenfalls 0,4 Prozent vor und stand zum Schluss bei 6099 Punkten.

Auf Unternehmensseite war das Tagesprogramm zu Wochenschluss dünn bestückt. So blieben Konzerne wie Chevron oder ExxonMobil im Blickfeld, weil sie zuletzt stark unter Preisschwankungen am Ölmarkt gelitten hatten. Im Tagesverlauf konnte der Ölpreis seine Talfahrt vorerst stoppen, und so erholten sich auch die Papiere der beiden Ölwerte leicht.

Für Gesprächsstoff sorgte ausserdem einmal mehr der Starinvestor Warren Buffett. Weil er sich über seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway von rund einem Drittel seiner Anteile an IBM getrennt hatte, begaben sich die Papiere des IT-Konzerns auf Talfahrt. Sie waren so das abgeschlagene Schlusslicht im Dow.

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17:30

Die Schweizer Börse hat sich am Freitag im späteren Handel erholt und den Sprung über 9000 Punkte geschafft. Unerwartet starke US-Arbeitsmarktzahlen verhalfen den Dividendenpapieren laut Händlern zu einer Erholung. Kurz vor der Präsidentenwahl in Frankreich wollten sich die Anleger aber aller Zuversicht auf einen Sieg des unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron zum Trotz nicht unnötigen Risiken aussetzen. 

Der SMI notierte mit 9017 Punkten um 0,4 Prozent höher. Im Vergleich zur Vorwoche hat der Leitindex rund zwei Prozent gewonnen und steht damit auf dem höchsten Stand seit rund eineinhalb Jahren. Der breite SPI markierte mit 10'204 Zählern einen neuen Höchstwert.

Die Syngenta-Papiere stiegen ein 0,4 Prozent. ChemChina biegt nach mehr als einem Jahr des Ringens um die Übernahme des Pflanzenschutz- und Saatgut-Produzenten auf die Zielgerade ein. 

Auch Aktien anderer zyklischer Firmen gewannen an Wert. Den stärksten Anstieg verbuchten die Titel von Swatch mit plus 1,4 Prozent. Rivale Richemont, der am kommenden Freitag seinen Jahresbericht vorlegt, stieg um 0,2 Prozent. Die Anteile des Zementkonzerns LafargeHolcim rückten um 0,8 Prozent vor.

Die Aktien von Adecco reagierten mit einem Kursplus von 0,9 Prozent auf den US-Arbeitsmarktbericht. 

Bei den Grossbanken legten Credit Suisse um 0,7 Prozent zu. UBS schlossen unverändert.

Bei den Pharma-Schwergewichten zeigten sich Novartis mit minus 0,1 Prozent leicht negativ. Roche rückten dagegen um 0,4 Prozent vor. Die Nestle-Aktien drehten nach frühen Gewinnmitnahmen mit 1 Prozent in die Gewinnzone.

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17:15

Geschafft! Der SMI knackt die 9000er-Marke!

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15:50

Ermutigende Daten vom US-Arbeitsmarkt haben die Wall Street am Freitag leicht angeschoben.  Private Unternehmen und der Staat schufen im April insgesamt 211.000 Stellen und damit weit mehr als erwartet. Dies stärkte die Annahme, dass die US-Notenbank im Juni die nächste Zinserhöhung angeht. Zumal die Federal Reserve bei ihrem Ziel einer Vollbeschäftigung praktisch am Ziel ist: Die Erwerbslosenquote sank um einen Tick auf 4,4 Prozent - der niedrigste Wert seit fast 10 Jahren. "Der Markt wird diese Zahlen lieben, denn es gab Sorgen, dass sich das Wirtschaftswachstum etwas verlangsamt", sagte Analyst Michael Arone vom Broker State Street Global Advisors.

Abschläge beim Börsenschwergewicht IBM bremsten jedoch den Dow-Jones-Index der Standardwerte. Er gab in den ersten Handelsminuten 0,1 Prozent auf 20.934 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 stieg dagegen um 0,2 Prozent auf 2394 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,3 Prozent zu auf 6092 Punkte.

Unter Druck gerieten die Aktien von IBM, die rund drei Prozent nachgaben. Starinvestor Warren Buffett hatte mitgeteilt, dass er sich teilweise bei dem schwächelnden IT-Dienstleister zurückgezogen und in den ersten Monaten diesen Jahres ein Drittel seiner Anteile verkauft habe. Er bewerte IBM nicht mehr so wie noch bei dem Einstieg vor sechs Jahren. Der Umsatzschwund bei IBM setzte sich zuletzt auch im 20. Quartal fort.

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15:30

Inzwischen tendiert der SMI mehrheitlich seitwärts. Die solid ausgefallenen US-Daten selber bewegen den Leitindex nicht nachhaltig. Die Börsen zeigen sich im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahl insgesamt optimistisch für einen Sieg des europafreundlichen Emanuel Macron.

Dieser Optimismus sei nun aber genügend eingepreist, nun müsse das Resultat abgewartet werden, hiess es in Marktkreisen. Und wie die Wahl von Trump sowie davor die Abstimmung der Briten über den Brexit gezeigt hätten, seien Überraschungen im aktuellen Umfeld nie auszuschliessen. Sollte es bei der Präsidentenwahl in Frankreich aber nicht zu einer für viele unliebsamen Überraschung kommen, dürfte der SMI die am Vortag noch knapp verpasste Marke bei 9'000 Punkten demnächst erreichen.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 15.30 Uhr 0,1 % höher bei 8'989 Punkten. 

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15:10

Der SMI, der unmittelbar vor der Veröffentlichung bei 8963 Punkten notierte, setzte nach der Veröffentlichung der US-Job-Daten zur Erholung an und steht nach 15 Uhr bei 8995 Punkten. Knackt der Index heute noch die 9000-er-Marke?

Im April wurden nach Angaben des Arbeitsministeriums in den USA mit 211.000 deutlich mehr Stellen ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen als Ökonomen mit 185.000 gerechnet hatten.

Die separat erhobene Arbeitslosenrate sank um einen Tick auf 4,4 Prozent - der niedrigste Wert seit fast zehn Jahren. Die US-Notenbank Fed, die Vollbeschäftigung anstrebt, ist praktisch am Ziel und hat damit begonnen, die Zinszügel anzuziehen. Sie beliess die Zinsen auf der jüngsten Sitzung am Mittwoch unverändert, dürfte jedoch nach Ansicht vieler Experten im Juni nachlegen.

"Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Zinserhöhung im Juni. Wir sind praktisch bei Vollbeschäftigung", sagte Luke Bartholomew von Aberdeen Asset Management.

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12:45

Der Swiss Market Index (SMI) gibt um 11.50 Uhr 0,24% auf 8'958,03 Punkte ab. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,29% auf 1'428,57 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,25% auf 10'137,50 Punkte.

Im SMI soll ab September 2017 die Gewichtung der Einzeltitel auf 18% gekappt und parallel ein neuer nicht-gekappter Index lanciert werden. Davon wären aktuell vor allem Nestlé mit einer Gewichtung von rund 23% betroffen. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns geben 0,2% ab, nachdem sie am Donnerstag im späten Handel mit +2,3% stark zugelegt hatten. Damit hatte das Schwergewicht auch den SMI auf das neue Hoch getrieben.

uch Novartis (-0,2%) und Roche (-0,1%) sind knapp über bzw. knapp unter der Kappungs-Marke und könnten von gewissen Investoren verkauft werden, heisst es.

Die am Vortag ebenfalls gut nachgefragten Grossbanken UBS (-1,4%) und CS (-0,5%) finden sich unter den grössten Verlierern. Händler verweisen auf die mit dem tieferen Ölpreis wieder sinkenden Hoffnungen auf höhere Zinsen.

Den ausführlichen Mittagsbericht lesen Sie hier.

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10:15

Der Swiss Market Index (SMI) gibt bis um 09.35 Uhr 0,29% auf 8'954,12 Punkte ab. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,31% auf 1'428,35 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,33% auf 10'129,80 Punkte. 

Im SMI soll ab September 2017 die Gewichtung der Einzeltitel auf 18% gekappt und parallel ein neuer nicht-gekappter Index lanciert werden. Davon wären aktuell vor allem Nestlé mit einer Gewichtung von rund 23% betroffen. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns geben 0,3% ab, nachdem sie am Donnerstag im späten Handel mit +2,3% stark angezogen hatten, ohne dass es konkrete Nachrichten gab. Damit hatte das Schwergewicht auch den SMI auf das neue Hoch getrieben.

Aber auch Novartis (-0,3%) und Roche (-0,1%) sind knapp über bzw. knapp unter der Kappungs-Marke und könnten von gewissen Investoren verkauft werden, heisst es.

Die am Vortag ebenfalls gut nachgefragten Grossbanken UBS (-1,1%) und CS (-0,5%) finden sich unter den grössten Verlierern. Bei Lonza (-1,6%) sorge die laufende Kapitalerhöhung weiterhin für Druck, heisst es. Aber auch Zykliker wie LafargeHolcim (-0,6%) ABB (-0,3%) oder Sika (-0,2%) zeigen rote Vorzeichen.

Richemont (-0,4%, 84,65 CHF) wird von einer Kurszielanhebung durch die Royal Bank of Canada um 8 auf 95 CHF kaum gestützt. 

Zulegen kann Syngenta (+0,4% auf 461,10 CHF), nachdem die Aktionäre von dem ChemChina-Angebot rege Gebrauch gemacht haben. 

Swiss Re (+0,3%) halten sich im Nachgang der Zahlen gut und können die Avancen vom Vortag (+1,8%) verteidigen.

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09:15

Der SMI gibt um 0,4 Prozent auf 8948 Punkte nach. 

Für etwas Unruhe sorgen die Pläne der SIX, für den SMI ab September 2017 ein Kappung der Gewichtung der Einzeltitel auf 18 Prozent festzulegen. Nestlé (Aktien -0,4 Prozent) als grösster Titel im SMI mit einer Gewichtung von rund 23 Prozent dürfte darunter am stärksten leiden, aber auch Novartis (-0,3 Prozent) und Roche (-0,4 Prozent) sind knapp über bzw. knapp unter dieser Marke und könnten von gewissen Investoren verkauft werden. 

Nestlé und Novartis sind die Verlierer der Neugewichtung

Neben den grosskapitalisierten Werten finden sich auch die am Vortag gut nachgefragten Grossbanken UBS (-0,5 Prozent) und CS ( -1,0 Prozent) unter den Verlierern. 

Die Syngenta-Aktionäre (+0,5 Prozent) haben von dem ChemChina-Angebot rege Gebrauch gemacht. Die Erfolgsquote erreichte nach vorläufigen Zahlen bis zum Ende der Angebotsfrist 80,7 Prozent und lag damit klar über der geforderten Schwelle von 67 Prozent. Damit kommt auch die Spezialdividende zur Auszahlung, was den Kurs stützt.

Im breiten Markt sorgt bei Panalpina (-2,2 Prozent) der Dividendenabschlag für ein Minus. Datacolor (+0,1 Prozent) hat Zahlen vorgelegt und im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis gesteigert.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,2 Prozent nach (zu den vorbörslichen Kursen). Gestern stieg der Leitindex um 1 Prozent auf 8980 Punkte - der höchste Stand seit Anfang Dezember 2015.

Ihre Aufmerksamkeit werden Anleger auf aktuelle Daten zum US-Arbeitsmarkt richten. 

Mit Ausnahme von Richemont und Syngenta (beide +0,4 Prozent) notieren sämtliche SMI-Titel leicht negativ. ChemChina gab heute bekannt, dass 80,7 Prozent der Syngenta-Aktien angedient wurden, was genügend viele sind, um die Übernahme unter Dach und Fach zu bringen.

Die US-Börsen gingen am Donnerstagabend kaum verändert aus dem Handel. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat mit 20.951 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P-500 und der Nasdaq stiegen um 0,1 Prozent.

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08:05

Sorgen um die Weltkonjunktur haben Asiens Aktienmärkte am Freitag belastet. Börsianer verwiesen auf sinkende Rohstoffpreise, die auf eine wirtschaftliche Abschwächung hindeuteten. Der Preis für die an den Finanzmärkten führende Nordseeöl-Sorte Brent notierte 2,2 Prozent im Minus. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan lag 0,9 Prozent schwächer.

 

In Australien gab das Börsenbarometer 0,7 Prozent nach. Unter Druck standen insbesondere die Aktien von Bergbaukonzernen. Rio Tinto büssten 2,1 Prozent ein, BHP Billiton 2,8 Prozent. In Tokio und Seoul wurde feiertagsbedingt nicht gehandelt.

Am Devisenmarkt in Fernost tendierte der Euro kaum verändert zum Dollar mit 1,0982 Dollar. Händler sagten, dass die Gemeinschaftswährung gestützt werde von der Aussicht auf einen Sieg des pro-europäischen Kandidaten Emmanuel Macron bei der französischen Präsidentenwahl. Zur japanischen Währung sank der Dollar auf 112,24 Yen

(cash/AWP/Reuters)