+++Börsen-Ticker+++ - Wall Street schliesst mit Gewinnen

Der Aufwärtstrend an den US-Börsen hält an. Die Wall Street hat die Handelswoche mit Gewinnen beendet.
12.01.2018 22:29
Wegweiser zur Börse in New York.
Wegweiser zur Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:15

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 25.803 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,7 Prozent auf 2786 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,7 Prozent auf 7261 Punkte vor.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Freitag im Fahrwasser des anhaltenden Rekordlaufs an der Wall Street den Aufwärtstrend wieder aufgenommen.  Der SMI stieg um 0,5 Prozent auf 9547 Punkte.

Die ersten Quartalszahlen aus der US-Finanzbranche fielen allerdings unterschiedlich aus. Während die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump bei JPMorgan zu einem Gewinneinbruch führte, füllte er bei Wells Fargo und beim Vermögensverwalter BlackRock die Kassen. In der kommenden Woche folgen Morgan Stanley, Citigroup, die Bank of America und Goldman Sachs. JPMorgan und BlackRock-Aktien legten zu und Wells Fargo gaben nach.

Bei den Schweizer Konkurrenten herrschten aber steigende Kurse vor: Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS rückten um 0,7 und 1 Prozent vor. Die Vermögensverwalter Julius Bär, EFG International und Vontobel gewannen 0,8 bis 1,4 Prozent. Die Versicherungen Swiss Life, Swiss Re sowie Zurich stiegen 0,5 bis 1 Prozent.

Positive Neuigkeiten schoben den Roche-Genussschein um 0,5 Prozent nach oben. Der Pharmakonzern ist bei der Zulassung seines wichtigsten Hoffnungsträgers, dem Multiple-Sklerose-Medikament Ocrevus, einen wichtigen Schritt vorangekommen: Die EU gab grünes Licht für den Einsatz des Mittels bei bestimmten Formen der Krankheit.

Der Anteil von Rivale Novartis legte ebenfalls um 0,7 Prozent zu.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:06

Dank einer festeren Wall Street rückt der stärkere Euro für Europas Aktienanleger in den Hintergrund. Der Dax steigt um 0,4 Prozent auf 13.254 Punkte, der EuroStoxx50 legt 0,5 Prozent auf 3614 Zähler zu. Der US-Standardwerteindex Dow Jones steigt um 0,8 Prozent und markiert mit 25.786,73 Stellen erneut ein Rekordhoch.

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16:12

Der Franken hat am Freitag zum Euro weiter an Wert verloren. Die Gemeinschaftswährung kostete zum Wochenausklang erstmals seit drei Jahren wieder mehr als 1,18 Franken. Experten machten dafür vor allem die jüngste Stärke des Euro verantwortlich. Viele Marktteilnehmer hätten die Protokolle der EZB-Sitzung als Signal für eine bevorstehende Straffung der Geldpolitik interpretiert, was den Eurokurs befeuerte, erklärte die Regionalbank Valiant.

Die Experten der Societe Generale erwarten eine weitere Abwertung der eidgenössischen Währung: Nach ihrer Einschätzung dürfte der Euro in zwölf Monaten 1,22 Franken kosten. Auch wichtige politische Ereignisse wie etwa die anstehenden Wahlen in Italien würden an diesem Trend nichts ändern. "Es könnte etwas Volatilität geben. Aber die Richtung ist klar", sagte Xavier Denis, der für die Investitionsstrategie bei der Societe Generale Privatbank verantwortlich ist.

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15:45

Die US-Börsen sind am Freitag mit Kursaufschlägen in den Handel gestartet. Alle drei Marktbarometer erklommen im Eröffnungsgeschäft neue Bestmarken.  Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg in den ersten Minuten um 0,4 Prozent auf 25'680 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 2772 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 7218 Punkte.

Die Dividendenpapiere von JP Morgan legten 0,4 Prozent zu. Die Steuerreform kam die grösste US-Bank erwartungsgemäss teuer zu stehen. Der Gewinn brach im vierten Quartal um 37 Prozent auf 4,23 Milliarden Dollar ein. Die einmalige Belastung durch die kurz vor Weihnachten durch US-Präsident Donald Trump in Kraft gesetzte Steuerreform bezifferte das Institut auf 2,4 Milliarden Dollar.

Die Aktien von Wells Fargo liessen dagegen rund ein Prozent Federn. Die US-Steuerreform füllte die Kassen der Grossbank. Unter dem Strich stieg der Gewinn im vierten Quartal um 18 Prozent auf 5,74 Milliarden Dollar. Dazu trug der Sondereffekt aus der Steuerreform 3,35 Milliarden Dollar bei.

Rund drei Prozent aufwärts ging es für die Aktien von Blackrock. Die US-Steuerreform und der Boom bei Indexfonds sorgten beim weltgrössten Vermögensverwalter für klingelnde Kassen. Der Gewinn schnellte im vierten Quartal auf 2,3 Milliarden Dollar in die Höhe - ein Plus von 171 Prozent.

Die Anteilsscheine von Facebook fielen 4,5 Prozent. Die Nutzer des sozialen Netzwerks sollen künftig weniger Beiträge von Unternehmen und Medien zu sehen bekommen. Investoren fürchten, dass Nutzer dadurch auf kurze Sicht weniger Zeit auf Facebook verbringen.

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15:30

Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Freitag stark unter Druck geraten. Verbraucherpreisdaten aus den USA belasteten die Kurse. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe stieg erstmals seit dem Jahr 2008 über zwei Prozent.

Die Kernrate der Konsumentenpreise, bei der schwankungsanfällige Preise für Lebensmittel und Energie ausgeklammert werden, war laut Zahlen des Arbeitsministeriums leicht gestiegen. Sie hatte im Dezember von 1,7 auf 1,8 Prozent zugelegt. Analysten hatten mit einer unveränderten Rate gerechnet. Die Inflationsentwicklung wird von der US-Notenbank genau beobachtet. Die Fed strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Allerdings bevorzugt die Fed einen anderen Preisindex, der seit längerem niedriger liegt als der aktuell veröffentlichte Preisindex.

"Möglicherweise ist dies keine Eintagsfliege sondern ein beginnender Aufwärtstrend", kommentierte Tomas Gitzel, Chefvolkswirt von der VP Bank. Zahlreiche Inflationsbarometer würden für das Jahr 2018 einen Anstieg der Kerninflationsrate anzeigen. Hektik dürfte bei der Fed jedoch nicht aufkommen, denn die Inflation werde nur graduell zulegen und nicht sprunghaft ansteigen.

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15:20

Spekulationen auf einen günstigen Ausgang der Brexit-Verhandlungen aus Sicht von Grossbritannien treiben das Pfund Sterling. Zum Dollar verteuert sich die britische Währung um mehr als ein Prozent auf 1,3691 Dollar. Damit notiert sie so hoch wie seit dem Brexit-Votum im Juni 2016 nicht mehr. Einem Medienbericht zufolge sind die Niederlande und Spanien offen für einen sanfteren Austritt aus der EU.

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15:19

Der Kauf von zahlreichen Spezialrechnern zum sogenannten Schürfen von Kryptowährungen verhilft Marathon zu einem erneuten Kurssprung. Die Aktien des US-Patentvermarkters stiegen am Freitag im vorbörslichen US-Geschäft um 34 Prozent auf 5,15 Dollar.

Dem Unternehmen zufolge kaufte Global Bit Ventures, dessen Übernahme Marathon im November 2017 angekündigt hatte, 1300 Antminer S9 mit einem Katalogpreis von 2250 Dollar pro Stück. Diese Spezialrechner der Firma Bitmain dienen dazu, die für Kryptowährungstransaktionen notwendigen Berechnungen auszuführen. Im Fachjargon wird dies "Schürfen" genannt. Hierfür werden Besitzer der Rechenzentren üblicherweise in der jeweiligen Cyber-Devise entlohnt.

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13:25

Die Aktien des sozialen Netzwerkes Facebook geraten im vorbörslichen Handel in den USA unter starken Verkaufsdruck. Facebook-Aktien fallen vorbörslich an der Wall Street um vier Prozent. Die Nutzer des sozialen Netzwerks sollen künftig weniger Beiträge von Unternehmen und Medien zu sehen bekommen. Investoren fürchten, dass Nutzer dadurch auf kurze Sicht weniger Zeit auf Facebook verbringen. Ausserdem kündigte der Indexanbieter MSCI an, Facebook vom Tech-Sektor in den Telekom-Sektor umzustufen. Dieser solle ab Ende September als Kommunikations-Sektor bezeichnet werden.

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13:00

Am Geldmarkt haben die Spekulationen auf eine Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank (EZB) noch in diesem Jahr zugenommen. Inzwischen wird dort die Wahrscheinlichkeit auf 70 Prozent taxiert, dass die EZB ihre Strafzinsen für Geschäftsbanken im Verlauf von 2018 etwas abmildert. Diese Erwartung hängt vor allem mit dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll der Notenbank zur Dezember-Zinssitzung zusammen. Darin wird angedeutet, dass die EZB möglicherweise schon früh in diesem Jahr ihren geldpolitischen Ausblick überprüfen könnte. Die Zentralbank hatte letztmalig im Jahr 2011 einen ihrer Schlüsselsätze erhöht.

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12:45

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.50 Uhr 0,25% höher bei 9'528,08 Punkten (Tageshoch bisher 9547). Gestützt wird der Leitindex SMI von den positiven Vorgaben aus den USA. Etwas Verunsicherung verbleibt in den Märkten laut Händlern aber noch, und zwar aufgrund der EZB-Protokolle vom Vortag. Die Europäische Zentralbank stellte darin zur Disposition, vielleicht ihre Geldpolitik bald anpassen zu wollen.

Hierzulande stehen die Grossbanken CS und UBS unter Beobachtung, denn die US-amerikanischen Konkurrenten JPMorgan Chase und Wells Fargo haben ihre Zahlen für das vierte Quartal angekündigt. Weiter warten die Anleger am Berichtstag gespannt auf die US-Konsumentenpreise.

Am stärksten im Plus stehen nach wie vor Clariant (+1,3%). Sie machen ihre Vortagesverluste wieder wett. Nach einer Herabstufung durch Merrill Lynch auf "Neutral" von "Buy" war es am Donnerstag mit den Valoren talwärts gegangen.

Stärker als der Gesamtmarkt tendieren auch verschiedene Finanz- und Versicherungstitel, wie beispielsweise Credit Suisse (+0,5%) oder UBS (+0,4%). Den Grossbanken wird am Berichtstag aufgrund der anstehenden Zahlen von US-Konkurrenten eine gewisse Aufmerksamkeit zu Teil.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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10:15

Die Schweizer Währung verliert am Freitag gegen den Euro weiter markant an Terrain. Der Euro steigt am Freitagmorgen bis auf 1,1790 Franken. Die europäische Einheitswährung ist damit auf dem höchsten Stand seit dem 15. Januar 2015, als die Schweizerische Nationalbank die Kursuntergrenze aufhob. Der Euro setzt seinen Höhenflugauch gegen den Dollar fort: Er steigt um 0,7 Prozent auf 1,2121 Dollar und erreicht damit ebenfalls den höchsten Stand seit drei Jahren.

Schon am Donnerstag war der Euro um etwa einen Cent gegenüber dem Dollar gestiegen, zum Franken in der Spitze um etwas weniger als einen Rappen. Auslöser waren Signale der EZB, die Erwartungen an einen Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik verstärkt hatten. Auf der jüngsten Zinssitzung des EZB-Rats sei man sich einig gewesen, die Kommunikation zu ändern, falls sich das Wirtschaftswachstum und die Inflation wie erwartet entwickelten, hiess im Protokoll der Sitzung. 

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09:20

Der Renditeanstieg am Schweizer Kapitalmarkt setzt sich fort. Erstmals seit Anfangs Oktober notiert die zehnjährige Obligation der Eidgenossenschaft, die 4,0 Prozent Anleihe 2028, am Freitagmorgen wieder im positiven Bereich bei 0,001 Prozent. Seit Tagen ziehen die Renditen an den Kapitalmärkten an, weil die Marktteilnehmer von einer Straffung der Geldpolitik in den USA und Europa ausgehen. 

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09:15

Der Swiss Market Index notiert zu Handelsbeginn 0,4 Prozent höher bei 9546 Punkten. Zum Wochenschluss stehen vor allem die Grossbanken CS und UBS (beide plus 0,5 Prozent plus) unter Beobachtung, denn die US-amerikanischen Konkurrenten JPMorgan Chase und Wells Fargo haben ihre Zahlen für das vierte Quartal angekündigt.

Auch von Konjunkturseite her gehen die Blicke am Berichtstag in die Vereinigten Staaten. Anleger warteten gespannt auf die US-Konsumentenpreise, die Aufschluss über die Inflation geben könnten. Die Teuerung ist eines der Hauptkriterien, an denen die US-Notenbank ihre Geldpolitik ausrichtet.

Besser sieht es wieder für die drei defensiven Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche aus, die alle leicht positiv tendieren. Am Vortag hatten alle drei mit deutlichen Abgaben den Leitindex SMI belastet. Zu Roche (plus 0,5 Prozent) gibt es dabei die Neuigkeit, dass die Europäische Kommission die Zulassung für das MS-Mittel Ocrevus erteilt hat. In den USA und auch der Schweiz ist das Roche-Medikament bereits seit vergangenem Jahr zugelassen.

Bei den Zurich-Aktien (plus 0,5 Prozent) hat Credit Suisse das Kursziel erhöht. Auffallend sind auch die Avancen von Swiss Re (0,8 Prozent) und Swiss Life (0,8 Prozent).

Und auch die volatilen Titel des Backwarenkonzerns Aryzta tendieren klar positiv. Das Unternehmen hat als neuen Nordamerika-Chef Dave Johnson und als Chief Strategy Officer (CSO) John Hefferman bestimmt. Für Partners Group (plus 0,9 Prozent) erhöht JPMorgan einen Tag nach der Veröffentlichung der AuM-Zahlen das Kursziel auf 800 von 750 Franken und belässt die Einstufung auf "Overweight". 

Inficon (plus 2,7 Prozent) wiederum rechnet laut ersten, vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatz von 373 Mio USD und einem Betriebsgewinn von 73 Mio USD.

Die Online-Bank Swissquote profitiert vom Hype rund um die Kryptowährungen und wartet daher am Freitag mit einer positiven Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2017 auf. Die Aktie legt 6 Prozent zu, seit Mitte Dezember hat sie bereits rund 30 Prozent zugelegt.

08:10

Der Swiss Market Index steigt im vorbörslichen Handel um 0,26 Prozent. Deutlichste Gewinnerin ist die Aktie von Zurich mit plus 0,75 Prozent. Am breiten Markt steigen Aryzta um 1,74 Prozent. Hier der Grund: 

Neben den Geschäftszahlen der US-Banken JPMorgan und Wells Fargo sowie des weltgrössten Vermögensverwalters Blackrock warten Investoren gespannt auf die US-Inflationszahlen und die Einzelhandelsumsätze. Von ihnen erhoffen sie sich Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinserhöhungen der Notenbank Fed.

An der Wall Street kletterten die Börsenbarometer erneut auf Rekordwerte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent höher bei 25.574 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,7 Prozent auf 2767 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,8 Prozent auf 7211 Punkte.

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07:50

Die Ölpreise sind am Freitag gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 69,10 US-Dollar. Das waren 16 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel um 39 Cent auf 63,41 Dollar.

Am Vortag hatten beide Ölpreise noch jeweils den höchsten Stand seit Ende 2014 erreicht, wobei der Brent-Preis zeitweise den Sprung über die Marke von 70 Dollar geschafft hatte. Zum Wochenschluss sprachen Marktbeobachter von einer leichten Gegenbewegung am Ölmarkt.

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06:30

Der Standardwerte-Index Nikkei lag zuletzt 0,4 Prozent tiefer bei 23'630 Punkten. Die Schwäche bei Exportwerten in Folge des starken Yen wurde von Kursgewinnen bei Börsenschwergewicht Fast Retailing etwas wettgemacht. Der Bekleidungshersteller und Mutterkonzern der Modekette Uniqlo verdiente im abgelaufenen Quartal so viel wie noch nie in einem Vierteljahr. Die Aktien schossen 6,4 Prozent in die Höhe.

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06:25

Auf dem Devisenmarkt blieb der Dollar unter Druck. Der Euro stieg auf 1,2045 Dollar, zum Franken handelte der Dollar bei 97,64 Rappen. Spekulationen auf einen nahenden geldpolitischen Schwenk der Europäischen Zentralbank gaben der Gemeinschaftswährung weiter Auftrieb. Der Schweizer Franken wurde im Vergleich zum Euro mit 1,1767 bewertet.

(cash/AWP/Reuters)