+++ BÖRSEN-TICKER +++ - Wall Street tritt auf der Stelle

Kein Schwung bei den US-Anlegern: Die US-Börsen haben am Donnerstag wenig verändert geschlossen.
04.05.2017 22:34
Trader in der Börse in New York.
Trader in der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte tritt bei 20'951 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P-500 geht mit einem Plus von knapp 0,1 Prozent bei 2389 Zählern aus dem Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legteebenfalls rund 0,1 Prozent auf 6075 Stellen zu.

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17:30

Der SMI stieg um 1 Prozent auf 8980 Punkte - der höchste Stand seit Anfang Dezember 2015.

Nach dem letzten TV-Duell wetteten die Anleger an den europäischen Aktienmärkten auf einen Sieg des unabhängigen Europa-Befürworters Macron. Das Restrisiko, dass Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National bei der Stichwahl am Sonntag gewinnen könnte, sei sehr gering, sagte ein Börsianer. "Ich würde sagen, die Wahlen sind gegessen."

Rund die Hälfte des Indexgewinns war den Aktien von Nestle geschuldet, die um 2,3 Prozent stiegen. Händler erwähnten den Verkauf des italienischen Tiefkühlgeschäfts an Frosta.

Stark gefragt waren die Aktien von Swiss Re, die 1,8 Prozent stiegen. Der Tropensturm "Debbie" hat Swiss Re zwar den Jahresauftakt zerzaust. Der Gewinn halbierte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal fast auf 656 Millionen Dollar.

Bei den Banken lagen die Papiere der Credit Suisse um 1 Prozent im Plus. Die Bank hat einen weiteren Rechtsstreit beigelegt. Die Anteile der Rivalin UBS rückten um 0,9 Prozent vor.

Den ausführlichen Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:05

Nach dem Start im Plus rutscht der Dow Jones Industrial ab - um 0,15 Prozent auf 20 925,95 Punkte. Kaum besser besser ergeht es auch den übrigen Indizes: Der breiter gefasste S&P 500-Index verliert 0,10 Prozent auf 2385,83 Punkte, während der Nasdaq 100 um 0,28 Prozent auf 5609,45 Punkte nachgibt.

Die US-Börsen folgen damit nicht den deutlichen Kursgewinnen in Europa, wo sich vor der Stichwahl in Frankreich die Aussicht auf einen europa- und wirtschaftsfreundlichen Präsidenten verfestigt. Zögerlich wird bereits auf den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht geblickt - auch wenn aktuelle Konjunkturdaten durchaus positives erwarten lassen: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war in der Vorwoche stärker als erwartet gefallen.

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15:40

Gute Quartalszahlen haben die Stimmung an der Wall Street aufgehellt. Nach den jüngsten Rekorden eröffneten die wichtigsten Indizes am Donnerstag leicht im Plus.  "Starke Bilanzen der Unternehmen sind seit einiger Zeit ein wichtiges Thema", sagte Chefökonom Scott Brown vom Finanzdienstleister Raymond James. Für Zuversicht sorge auch ein Anziehen der globalen Konjunktur. Die US-Notenbank hat zudem die Tür für eine weiter Zinserhöhung im Juni offen gehalten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gewann in den ersten Handelsminuten 0,2 Prozent auf 20.990 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,1 Prozent auf 2390 Zähler. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,1 Prozent auf 6076 Stellen.

Facebook-Papiere büssten 1,5 Prozent ein. Nach einem kräftigen Gewinn- und Umsatzanstieg im Auftaktquartal stimmte der Konzern seine Aktionäre auf härtere Zeiten ein.

Kellogg-Aktien hingen legten 0,8 Prozent zu. Kostensenkungen bescherten dem Cornflakes-Anbieter einen Gewinnsprung. Der Konzern verdiente unter dem Strich im ersten Quartal fast 50 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Tesla-Papiere verloren zunächst rund 2,6 Prozent. Der Elektroauto-Pionier hat seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal mehr als verdoppelt, den Verlust aber ausgeweitet.

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12:15

Der Schweizer Aktienmarkt steht am Donnerstagmittag solid im Plus, die Höchststände aus der ersten Handelsstunde wurden allerdings nicht verteidigt.  Der Swiss Market Index (SMI) steht um 11.45 Uhr 0,37% höher bei 8'925,07 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, steigt um 0,38% auf 1'426,52 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,32% auf 10'106,32 Punkte.

An der Tabellenspitze befinden sich mittlerweile LafargeHolcim (+2,0%). Diese haben am Vortag noch 2,3% nachgegeben und zeigen damit eine Erholung.

Dahinter behaupten Swiss Re (+1,5%) ihre Kursgewinne aus dem frühen Geschäft mehrheitlich. Trotz hoher Kosten im Zusammenhang mit dem Zyklon "Debbie" fiel das Quartalsergebnis überraschend solide aus.

CS (+0,8%) halten sich ebenfalls weiterhin in der Spitzengruppe. UBS (-0,1%) fallen im Vergleich dazu klar ab und gehören zur kleineren Verlierergruppe.

Im breiten Markt fallen Evolva mit einem guten Plus von 1,9% auf, nachdem das Unternehmen zwei Verträge für den Vertrieb von Veri-te in Europa mit den Unternehmen Breko und Natural abgeschlossen hat. Nach Quartalszahlen büssen dagegen Molecular Partners 1,5% ein.

Den ausführlichen Börsenbericht lesen Sie hier.

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10:15

Der Swiss Market Index (SMI) legt bis um 09.30 Uhr 0,50% auf 8'935,93 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt 0,47% auf 1'427,71 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,41% auf 10'114,63 Punkte.

Swiss Re (+1,8%) führen die Tabelle nach Quartalsangaben klar an. Trotz hoher Kosten im Zusammenhang mit dem Zyklon "Debbie" fällt das Quartalsergebnis überraschend solide aus.

Im Sog von Swiss Re verteuern sich auch Swiss Life (+1,2%) merklich, wogegen Zurich (+0,8%) und Bâloise (+0,4%) etwas hinterherhinken.

Gut gesucht sind weiter Credit Suisse (+1,4%). Die Bank hat am Vortag eine Einigung mit den US-Behörden im Rechtsstreit um faule Hypothekenpapiere erzielt.

UBS (+0,2%) fallen im Vergleich dazu klar ab. Die Aktionärsvereinigung Actares hat im Vorfeld der für den heutigen Donnerstag anberaumten GV die Vergütungen und Boni bei der Grossbank kritisiert.

Weit vorne sind zudem Galenica (Vifor Pharma; +1,1%), Adecco (+0,8%) oder LafargeHolcim (+1,2%) zu finden.

Im breiten Markt fallen Evolva mit einem guten Plus von 3,7% auf, nachdem das Unternehmen zwei Verträge für den Vertrieb von Veri-te in Europa mit den Unternehmen Breko und Natural abgeschlossen hat.

Nach Quartalszahlen büssen dagegen Molecular Partners 1,5% ein.

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09:45

An den europäischen Aktienmärkten herrscht durchs Band freundliche Stimmung im frühen Handel: 

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09:25

Der SMI legt zum Börenstart um 0,3 Prozent auf 8920 Punkte zu. Zuletzt hatte der Leitindex im Dezember 2015 auf diesem Niveau gelegen. Prägend für die aktuelle Börsenstimmung ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung der US-Notenbank. Diese hat zwar wie erwartet die Zinsen unverändert belassen, gespannt waren die Marktakteure aber vor allem auf weiterführende Kommentare hinsichtlich einer eventuellen weiteren Zinserhöhung im Juni.

Denn die überraschend schwachen Daten zum US-BIP im ersten Quartal in der Vorwoche hatten Sorgen um die Robustheit der amerikanischen Konjunktur aufkommen lassen. Das Fed sieht dies allerdings lediglich als kleine Delle. Insgesamt bleibt die Tür für eine weitere Zinserhöhung im Juni offen. Keine Unterstützung bieten am Morgen Konjunkturdaten aus China. Dort hat sich die Stimmung bei den Dienstleistern im April auf breiter Front eingetrübt.

Swiss Re verzeichnen ein Plus von 1,9 Prozent. Der Rückversicherer hat zwar im ersten Quartal nur noch gut halb so viel verdient wie in der Vergleichsperiode des Vorjahres, dies war aber wegen des australische Zyklons Debbie im März auch so erwartet worden und der Reingewinn von Swiss Re lag klar über dem AWP-Konsens. Verschlechtert haben sich auch die Kosten-/Schadenquoten in den Geschäftsfeldern Sach- und Haftpflicht-Rückversicherung sowie Corporate Solutions, allerdings weniger als von den Analysten befürchtet. Auch die Ate von Swiss Life (+1,2 Prozent) gehört zu den Gewinnern.

Die Angst vor schlechten Swiss-Re-Zahlen war übertrieben

Credit Suisse (+1,2 Prozent) zeigen ebenfalls stark ins Plus. Die Bank hat am Vortag eine Einigung mit den US-Behörden im Rechtsstreit um faule Hypothekenpapiere erzielt und zahlt nun eine Summe von 400 Millionen Dollar. Die Vergleichssumme war per Ende des ersten Quartals 2017 vollumfänglich durch Rückstellungen abgedeckt gewesen, allerdings musste die Bank wegen dieses Falls den Gewinn für das Gesamtjahr 2016 nach unten revidieren. Am Berichtstag hat nun die Credit Suisse den Geschäftsbericht für das erste Quartal publiziert. Aus diesem geht hervor, dass die Rückstellungen für Rechtsrisiken erneut angehoben werden mussten.

Mit Blick auf den am Wochenende anstehenden entscheidenden Wahlgang in Frankreich steigt die Spannung merklich. Am Vorabend fand die letzte TV-Debatte zwischen den beiden Kontrahenten statt, die zwar keine neuen Erkenntnisse, dafür aber wüste Beschimpfungen zwischen Le Pen und Macron brachte. Gemäss Umfrage schnitt Macron in der Debatte insgesamt vorteilhafter ab, sein Vorsprung auf Le Pen wird weiterhin bei 60 zu 40 Prozent gesehen. Einige Kommentatoren frohlocken bereits, andere warnen, dass "der Mist noch nicht geführt" sei.

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08:10

Vorbörslich steht der SMI bei 8914 Punkten, das sind 0,25 Prozent mehr als als am Mittwochabend. Sämtliche 20 Titel ziehen an (zu den vorbörslichen Kursen). Herausstechende Aktie ist Swiss Re mit einem Plus von 1,1 Prozent. Der Rückversicherer hat im ersten Quartal zwar den Gewinn halbiert, aber die Erwartungen der Analysten übertroffen. Ersten Einschätzungen zufolge sind die Zahlen gut.

Auch nach dem Fed-Zinsentscheid und dem letzten TV-Duell im französischen Präsidentschaftswahlkampf werden die Anleger Händlern zufolge insgesamt aber auf der Hut bleiben. Gemäss Umfragen hat der linksliberale Emmanuel Macron das französische im TV-Duell gegen die Protektionistin Marine Le Pen besser abgeschnitten. Die Finanzmärkte wünschen sich klar Macron als Präsidenten. 

 

 

An der Wall Street bewegten sich die grossen Indizes nach Handelsschluss in Europa und dem Zinsentscheid am Mittwochabend kaum mehr. Der Dow-Jones- und der S&P500-Index gingen wenig verändert aus dem Handel, der Nasdaq-Composite grenzte seine Verluste auf 0,4 Prozent ein. In Tokio bleibt die Börse am Donnerstag weiter feiertagsbedingt (Goldene Woche) geschlossen. In Shanghai notierte der Composite-Index nahezu unverändert.

(cash/Reuters/AWP)