+++Börsen-Ticker+++ - Wall Street wieder auf Rekordkurs

Die US-Börsen haben ihre Rekordjagd am Dienstag wieder aufgenommen. Die Hoffnung auf gute Unternehmensergebnisse liess die Anleger an der Wall Street vor der ersten heissen Phase der neuen Bilanzsaison zugreifen.
10.10.2017 22:40
Von Rekord zu Rekord: Den Händlern an der Wall Street solls recht sein.
Von Rekord zu Rekord: Den Händlern an der Wall Street solls recht sein.
Bild: Bloomberg

22:40

Ein Anstieg der Ölpreise trieb die Kurse von Energiewerten an. Mut machte auch der Detailhandelsriese Wal-Mart mit einer optimistischen Umsatzprognose.

Der Dow Jones der Standartwerte schliesst 0,3 Prozent fester bei 22'830 Punkten und damit so hoch wie noch nie. Der breiter gefasste S&P 500 steigt um 0,2 Prozent auf 2550 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legt 0,1 Prozent auf 6587 Punkte zu. Alle drei Indizes markierten zeitweise neue Höchststände.

Die Katalonien-Krise spielte an der Wall Street keine Rolle. Hier spekulierten die Börsianer mehr auf florierende Geschäfte der US-Unternehmen. "Ich denke, es wird eine gute Bilanzsaison", sagte Peter Cardillo, Analyst bei First Standard Financial. Dabei dürften sich die Investoren mehr auf einzelne Unternehmen als auf das grosse Gesamtbild konzentrieren.

Dabei dürften sich die Kursgewinne per saldo in engen Grenzen halten. Denn seit Wochen kommen die grossen Indizes nur noch in Trippelschritten voran. Auf dem hohen Niveau sei die Luft dünn, sagen Händler. Fast täglich schleppen sich die Indizes von Rekord zu Rekord. Am Montag hatte die Wall Street nach einer freundlichen Eröffnung jedoch mit einem kleinen Abschlag geschlossen.

Unter den Einzelwerten stehen Wal-Mart mit einem Plus von 4,5 Prozent hoch im Kurs. Das Unternehmen rechnet mit einem kräftigen Wachstum im Online-Geschäft und erfreute die Anleger zudem mit der Ankündigung eines Aktienrückkaufs im Volumen von 20 Milliarden Dollar.

Pfizer-Papiere gewinnen 0,7 Prozent. Der Pharmakonzern stellt sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten und Gesundheitsartikeln auf den Prüfstand. Die Aktien des Rivalen Eli Lilly fallen um rund 1 Prozent. Beim Einsatz des Krebsmittels Verzenio zur Behandlung von Lungenkrebs - das Mittel hat bereits die Zulassung für Brustkrebs - hatte der Konzern einen Rückschlag erlitten.

Die Aussicht auf ein niedrigeres Angebot trieb zudem die Ölpreise weiter in die Höhe und liess auch die Kurse von Energiewerten steigen.

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17:45

An der Schweizer Börse haben sich die Anleger am Dienstag zurückgehalten. Die Marktteilnehmer seien wegen der Entwicklung in Katalonien nervös und wollten abwarten, wie es weitergeht. Das Regionalparlament der spanischen Provinz kommt am Abend zu einer Sitzung zusammen. Danach könnte der Chef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, die Unabhängigkeit ausrufen. Die Zentralregierung in Madrid lehnt einen solchen Schritt ab. "Sollte es tatsächlich zur Deklaration der Unabhängigkeit kommen, könnte neben anderen Widrigkeiten auch an den Märkten eine steife Brise auffrischen", sagt ein Händler.

Der SMI bewegte sich in enger Spanne um das Vortagesniveau und notiert zum Handelsschluss um 0,1 Prozent höher bei 9267 Punkten. Aus charttechnischer Sicht sei der Leitindex dabei, den jüngsten Anstieg über die Widerstandszone um 9180/9200 Zähler zu konsolidieren. Sollte sich das Börsenbarometer über dieser Zone etablieren, sei ein Anstieg in Richtung des Rekordhochs von 9548 Punkten vom Sommer 2007 möglich.

Firmenspezifische Impulse blieben vor dem Start in die US-Bilanzsaison in den kommenden Tagen dünn gesät. In der Schweiz machten der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan und die Schraubenhandelsfirma Bossard Angaben zum Geschäftsverlauf.

Die Givaudan-Aktien steigen um 3,1 Prozent. Bei 2179 Franken erreichte der Kurs ein Rekordhoch. Das Unternehmen aus Genf steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 7,7 Prozent auf 1,27 Milliarden Franken und schnitt besser ab, als im Markt erwartet. Die ZKB-Analysten sprechen von einer signifikanten Beschleunigung im dritten Quartal. Die Bank Vontobel will ihre Schätzungen erhöhen.

Ein gutes Ergebnis des Konkurrenten LVMH schiebt die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch 1,0 und 0,7 Prozent hoch. Der Weltmarktführer aus Frankreich steigerte den Umsatz stärker als erwartet.

Bei den als krisenresistent geltenden Indexschwergewichten gewinnt Nestlé 0,4 Prozent an Wert, während Novartis und Roche 0,7 und 0,3 Prozent nachgeben. Zyklische Werte zeigten bei meist geringen Kursänderungen keinen klaren Trend.

Am breiten Markt schnellten die Anteile von Bossard 6,0 Prozent hoch und erreichten zwischenzeitlich ein Rekordhoch bei 242,30 Franken. Die Schraubenhandelsfirma steigerte den Umsatz im dritten Quartal auch dank einer guten Entwicklung in Europa um gut zwölf Prozent auf 194,6 Millionen Franken. Für das vierte Quartal und das Gesamtjahr zeigte sich das Unternehmen zuversichtlich.

Die Aktien von Orascom setzen ihren Höhenflug fort und schiessen weitere 14 Prozent auf 11,70 Franken hoch. Der Titel werde aufgrund der Hoffnung auf eine Belebung des Tourismus in Nordafrika gesucht, heisst es am Markt. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

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17:00

Der Euro ist am Dienstag über 1,18 Dollar gestiegen. Die US-Währung gibt auch gegen den Schweizer Franken nach. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern profitiert der Euro von einer allgemeinen Dollar-Schwäche. Am Nachmittag steht der Euro bei 1,1806 Dollar und damit etwa einen halben Cent höher als am frühen Morgen. Das Währungspaar USD/CHF geht aktuell zu 0,9748 um, was einen Rückgang von etwa einem halben Rappen bedeutet. Dagegen bewegt sich der Euro zum Franken mit 1,1509 Franken in der Seitwärtslage.

Jüngste politische Querelen in Washington könnten den Plänen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump für eine Steuerreform einen Strich durch die Rechnung machen, heisst es als Begründung für den schwachen Dollar. Etwas gestützt wird der Eurokurs zudem durch unerwartet starke Konjunkturdaten aus der Euro-Zone.

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15:45

Vor der ersten heissen Phase der Bilanzsaison greifen die Anleger an der Wall Street am Dienstag zugegriffen. Der Dow Jones und der Index der Technologiebörse Nasdaq steigen um 0,3 und 0,4 Prozent auf neue Bestmarken von 22'824 und 6604 Zähler. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,3 Prozent auf 2551 Punkte. "Ich denke, es wird eine gute Bilanzsaison", sagt Peter Cardillo, Marktanalyst bei First Standard Financial. Dabei dürften sich die Investoren mehr auf einzelne Unternehmen als auf das grosse Gesamtbild konzentrieren.

Am Mittwoch machen Blackrock und Delta Air Lines den Auftakt zur Berichtssaison. Am Donnerstag folgen dann die Grossbanken J.P. Morgan Chase und Citi und am Freitag Bank of America und Wells Fargo.

Doch dürften sich die Kursgewinne per saldo in engen Grenzen halten. Denn seit Wochen kommen die grossen Indizes nur noch in Trippelschritten voran. Auf dem hohen Niveau sei die Luft dünn, sagen Händler. Fast täglich schleppen sich die Indizes von Rekord zu Rekord. Am Montag hatte die Wall Street nach einer freundlichen Eröffnung aber mit einem kleinen Abschlag geschlossen.

Unter den Einzelwerten stehen Wal-Mart nach der Ankündigung eines Aktienrückkaufs mit einem Plus von 4 Prozent hoch im Kurs. Pfizer gewinnen 0,8 Prozent. Der Pharmakonzern stellt sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten und Gesundheitsartikeln auf den Prüfstand. AIG verlieren 1 Prozent. Der Versicherer rechnet nach den Wirbelstürmen in den USA und der Karibik in den letzten Monaten nach eigenen Angaben mit Schäden von 2,9 bis 3,1 Milliarden Dollar.

Eli Lilly fallen um 2,3 Prozent. Beim Einsatz des Krebsmittels Verzenio zur Behandlung von Lungenkrebs - das Mittel hat bereits die Zulassung für Brustkrebs - hat der Konzern einen Rückschlag erlitten.

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14:45

Im vorbörslichen US-Handel steigen Wal-Mart-Aktien in New York um 2 Prozent. Der Detailhändler hat ein Aktienrückkaufprogramm über 20 Milliarden Dollar angekündigt. Zudem rechnet Wal-Mart für 2019 mit höheren Online-Verkäufen.

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12:50

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag zur Mittagszeit noch auf Richtungssuche. Das Leitbarometer SMI hatte bereits in den letzten Tagen mehr oder weniger auf der Stelle getreten, da grössere bzw. einheitliche Impulse aus der Makroebene ausgeblieben waren und zudem an der Unternehmensfront die Nachrichtenlage überschaubar war. Dies ist auch am Berichtstag weitestgehend der Fall.

So kommen aus den beiden grossen Euro-Volkswirtschaften Frankreich und Italien unterschiedliche Signale. In Frankreich ist die Industrieproduktion überraschend gesunken, im südlichen Nachbarland hingegen stärker gestiegen als erwartet. Hierzulande hat Givaudan mit starken Zahlen die Herbstberichtssaison unter den Bluechips eingeleitet. Im Zuge des jüngsten Aktienrally seien hohe Erwartungen an die Unternehmensresultate eingepreist worden, heisst es dazu im Handel. Komme es hier zu Enttäuschungen, könnte dies durchaus Auslöser einer grösseren Korrektur sein.

Der SMI notiert gegen Mittag 0,1% höher bei 9265 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI gewinnt 0,2% auf 1490 und der breite SPI 0,1% auf 10'583 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen 17 im Plus, 9 im Minus und 4 unverändert.

Klar in Front stehen bei den Bluechips unverändert Givaudan mit +3,6%. Der Aromen- und Riechstoffhersteller hat den Umsatz zwischen Juli und September organisch um 5,7% gesteigert, was in Analystenkreisen als beeindruckend bezeichnet wird. Gut kommt dabei vor allem das organische Umsatzplus von 6,2% im Riechstoffgeschäft an. Dahinter folgen mit Abstand Zykliker wie Logitech (+0,9%) und Adecco (+0,8%). Bereits am Vortag gehörte der Titel des Computerzubehörherstellers zu den grossen Gewinnern und ist auch gemessen an der bisherigen Jahresperformance ganz vorne mit dabei.

Mit Geberit (+0,8%), SGS (+0,6%), Kühne+Nagel (+0,5%) sowie den Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Richemont (+0,6%) und Swatch (+0,4%) sind weitere konjunktursensitive Titel im Aufwind.

Ausgebremst wird der Markt vor allem von den Schwergewichten Novartis (-0,2%) und Nestlé (-0,1%). Die grössten Kursverluste verzeichnen nachrichtenlos Dufry (-0,6%) und CS (-0,5%). CS hatten bereits am Vortag deutlicher nachgegeben. Im Handel wird dies zum Teil mit Gewinnmitnahmen erklärt, nachdem der Titel zuletzt gut im Markt lag und am vergangenen Freitag ein Jahreshoch erreichte.

Am breiten Markt stossen Bossard (+3,8%) nach Umsatzzahlen in eine neue Flughöhe vor. Das Verbindungstechnikunternehmen hat die hohen Erwartungen noch übertroffen und gleichzeitig die Umsatzguidance für das Gesamtjahr auf den oberen Bereich der bisherigen Spannweite präzisiert. Mit einer Jahresperformance von über 60% gehört der Titel bislang zu den Überfliegern an der SIX.

Gesucht sind aktuell auch die zuletzt sehr volatilen Orascom DH (+7,3%). Im Verliererfeld stehen mit Vetropack (-3,2%), Zwahlen&Mayr (-3,2%), Leclanché (-2,3%) und Züblin (-1,6%) vor allem eher illiquide Titel unter Abgabedruck. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:30

Die Schweizer Anleger halten sich am Dienstagmorgen zurück. Die Vorgaben von ausländischen Märkten seien wenig richtungsweisend, sagen Händler. Der SMI notiert mit 9267 Zählern 0,1 Prozent höher. Am Montag hatte der Leitindex um 0,1 Prozent höher geschlossen.

"Wer weiss, wie es in Katalonien weitergeht, wenn die Regionalregierung wirklich die Unabhängigkeit erklärt", sagt ein Händler. Der Chef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, hat für Dienstagabend (18 Uhr) eine Rede im Parlament angekündigt und Experten erwarten, dass er die Unabhängigkeit erklärt. Allerdings nimmt der Druck auf die Separatisten zu, den Konflikt nicht zu verschärfen.

Bis dahin dürften sich die Anleger auf die Aktien der Firmen konzentrieren, die kursbewegende Neuigkeiten verbreitet haben. Dabei steht der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan im Fokus: Die Aktien des Genfer Konzerns legen 3,7 Prozent zu und markierten 2179 Franken zwischenzeitlich ein Rekordhoch. Givaudan hat den Umsatz im dritten Quartal 2017 um 7,7 Prozent auf 1,27 Milliarden Franken gesteigert. Damit schnitt Givaudan besser ab, als erwartet. Analysten hatten mit einem Erlös von 1,24 Milliarden Franken gerechnet. Die ZKB spricht von einer signifikanten Beschleunigung im dritten Quartal.

Ein gutes Ergebnis des Konkurrenten LVMH lässt die Anleger nach den Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch greifen, die um 1,1 und 0,6 Prozent höher gehandelt werden. Der Weltmarktführer aus Frankreich steigerte den Umsatz stärker als erwartet.

Die Aktien der Credit Suisse geben 0,2 Prozent nach, die der UBS sind gut gehalten. Die Papiere der als krisenresistent geltenden Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche schwächen sich leicht ab.

Am breiten Markt legen die Anteile von Bossard um 2 Prozent zu. Die Schraubenhandelsfirma hat den Umsatz im dritten Quartal auch dank einer guten Entwicklung in Europa um gut 12 Prozent auf 194,6 Millionen Franken gesteigert. Für das vierte Quartal und das Gesamtjahr gab sich das Unternehmen zuversichtlich.

Die Aktien von Orascom setzen den Höhenflug um weitere 11,2 Prozent auf 11,40 Franken fort. Die Aktie werde aufgrund der Hoffnung auf eine Belebung des Tourismus in Nordafrika gesucht, heisst es am Markt.

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09:15

Der SMI eröffnet bei 9263 Punkten und liegt damit um 0,04 Prozent im Plus. Die Vorgaben von den wichtigsten Überseebörsen fallen gemischt aus und halten insgesamt auch kaum Impulse bereit. An der Wall Street bröckelten die Kurse am Montag in einer feiertagsbedingt ruhigen Sitzung in der zweiten Handelshälfte noch etwas ab. In Asien wiederum präsentiert sich die Börse in Tokio fest, dies nach der Börsenpause vom Vortag.

Bei den Blue Chips stehen Givaudan (+2,63 Prozent) nach dem Umsatzausweis vom Morgen unter grösserer Beobachtung. Dabei hat der Aromen- und Riechstoff-Hersteller im Rahmen der Markterwartungen zugelegt und beschleunigte das Umsatzwachstum im dritten Quartal im Vergleich zum ersten Halbjahr. Erste Analystenkommentare fallen positiv aus. Das Quartalswachstum wird dabei als "stark" und "beeindruckend" bezeichnet.

Die Analysen zum Resulat: Givaudan legt einen Zacken zu - neue Kursrekorde

Gefragt sind zudem die Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Swatch (+0,9 Prozent) und Richemont (+0.96 Prozent). Hier sorgen die Zahlen der französischen Konkurrentin LVMH für Zuversicht. Diese schnitt mit dem organischen Umsatzwachstum im Herbstquartal deutlich besser ab als von Analysten prognostiziert. Andre SMI-Werte notieren notieren unterschiedlich. Das gilt für die Vortagesverlierer CS (+0,32 Prozent) genauso wie für die -gewinner Lafarge-Holcim (+0,18 Prozent) und die drei Schwergewichte Nestlé (unv.), Novartis (-0,18 Prozent) und Roche (-0,32 Prozent).

Am breiten Markt hat Bossard (+2,7 Prozent) Umsatzzahlen vorgelegt. Das Verbindungstechnik-Unternehmen hat im dritten Quartal 2017 sein hohes Wachstumstempo aus dem ersten Semester in etwa gehalten und die Markterwartungen leicht übertroffen. Alpiq gab die Übernahme des britischen Bahntechnik-Unternehmens Lundy Projects mit 160 Mitarbeitenden bekannt. Etwas im Blick sind auch Mikron, nachdem der Maschinenbauer den Abgang von Finanzchef Martin Blom meldete.

Die Stimmung an den Finanzmärkten wird weiterhin von der verworrenen Lage in Katalonien geprägt. Mit Spannung wird am Abend die Rede des Chefs der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, vor dem Parlament von Barcelona erwartet. Sollte er tatsächlich die Unabhängigkeit ausrufen und den Konflikt mit Madrid somit weiter eskalieren lassen, könnte dies auch als Anlass genommen werden, an der Börse mal ein wenig Kasse zu machen, heisst es.

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08:25

In der Zwischenzeit haben die asiatischen Börsen geschlossen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Kursplus von 0,6 Prozent auf 20.824 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix schloss mit 1695 Zählern auf dem höchsten Stand seit Mitte 2015. Der Index für Aktien außerhalb Japans legte gut ein halbes Prozent zu. Auch an der Börse in Südkorea herrschte Zuversicht, weil sich die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA zuletzt gelegt haben.

Der südkoreanische Leitindex erreichte zeitweise den höchsten Stand seit zweieinhalb Monaten. An der Tokioter Börse gingen Kobe Steel-Titel in die Knie, nachdem der drittgrößte japanische Stahlhersteller die Fälschung von Produktdaten eingeräumt hat. Mit einem Abschlag von 22 Prozent waren sie mit Abstand grösster Verlierer im Nikkei-Index.

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08:20

Der SMI bewegt sich um 0,02 Prozent auf 9261 Punkte. Ein grosser Teil der Aktien steht aber im Minus, so auch die Schwergewichte Nestlé, Roche (beide -0,04 Prozent) und Novartis (-0,05 Prozent). Nach oben bewegen sich nur die Luxusgüter- und Uhrenaktien Richemont und Swatch (beide +0,95 Prozent). Beide dürften davon profitieren, dass der französische Prestigewarenkonzern und Konkurrent LVHM heute durchaus gute Zahlen vorgelegt hat.

Umsatz von LVMH wächst stärker als erwartet

Der Aromenkonzern Givaudan (+0,7 Prozent) profitiert an der Börse, nachdem die Drittquartalszahlen ansprechend ausgefallen sind (zu den vorbörslichen Kursen bei cash.ch).

Ansonsten schauen die Anleger nach Spanien: Der Chef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, hat für Dienstagabend (18.00) eine Rede im Parlament angekündigt und Experten erwarten, dass er die Unabhängigkeit Kataloniens erklärt. Allerdings nimmt der Druck auf Separatisten zu, den Konflikt nicht zu verschärfen.

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06:45

Der japanische Aktienmarkt hat am Dienstag Gewinne verzeichnet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert um 0,39 Prozent im Plus bei 20.770 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,19 Prozent auf 1690 Zähler zu. Händler begründeten dies mit einem schwächeren Kurs des Yen zum Dollar. Ein starker Dollar nützt vor allem exportorientierten Unternehmen. Am Montag war die Tokioter Börse wegen eines Feiertags geschlossen.

Bei den Einzelwerten legten die Aktien von Toyota 1,5 Prozent, die von Mitsubishi Motors 1,7 Prozent und die Papiere von Tokyo Electron 1,6 Prozent zu. Nicht gehandelt wurden Anteilscheine von Kobe Steel. Der drittgrößte japanische Stahlhersteller hat eingeräumt, einige Produktdaten gefälscht zu haben. Der Euro wurde kaum verändert mit 1,774 Dollar gehandelt. Zum Yen notierte die US-Währung bei 112,66 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9780 Franken je Dollar und 1,1514 Franken je Euro gehandelt.

(cash/AWP/Reuters)