+++Börsen-Ticker+++Wall Street zweifelt an Trumps Wachstumsversprechen

Der Streit von US-Präsident Donald Trump mit namhaften Wirtschaftslenkern hat am Donnerstag die Wall Street deutlich ins Minus gedrückt.
17.08.2017 22:30
Gibt den Anlegern an den US-Börsen zurzeit wenig Grund für Optimismus: US-Präsident Donald Trump.
Gibt den Anlegern an den US-Börsen zurzeit wenig Grund für Optimismus: US-Präsident Donald Trump.
Bild: Bloomberg

22:30

An den Börsen wachsen die Zweifel, dass Trump seine Pläne zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums durchsetzen kann. Auslöser war die Entscheidung des Präsidenten, zwei Beratergremien mit Konzernchefs aufzulösen. Nach Trumps umstrittenen Äusserungen zu den rechtsextremen Ausschreitungen in Virginia hatten sich mehrere Topmanager aus Protest daraus zurückgezogen. Für zusätzlichen Druck auf die Kurse sorgte der Anschlag in Barcelona, wo ein Kleintransporter in eine Menschenmenge fuhr. Dabei wurden nach offiziellen Angaben 13 Menschen getötet und mindestens 50 verletzt.

Am Markt kursierten Spekulationen, dass nun auch Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn, der als heisser Kandidat für den Spitzenposten der US-Notenbank Fed gehandelt wird, abtreten könnte. Sollte es dazu kommen, könnte es für den Präsidenten sehr schwer werden, seine Steuervorhaben voranzutreiben, sagt Marktstratege Art Hogan vom Handelshaus Wunderlich Securities. Kurzzeitig etwas Erleichterung zeigte sich an den New Yorker Aktienmärkten, nachdem aus Cohns Umfeld verlautete, dass dieser trotz seiner Bestürzung über Trumps Äusserungen im Amt bleiben werde.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte geht 1,2 Prozent tiefer aus dem Handel mit knapp 21'751 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 1,5 Prozent auf 2430 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verliert 1,9 Prozent auf rund 6222 Stellen.

Zu den Verlierern zählen Finanzwerte. "Banken hatten grosse Hoffnungen darauf gesetzt, dass Trump einige der Regeln und Beschränkungen, die nach der Finanzkrise von 2008 erlassen wurden, aufhebt", erläutert Analyst Henry Croft vom Brokerhaus Accendo. J.P. Morgan und Goldman Sachs etwa, die am Mittwoch bereits nachgegeben haben, büssen bis zu 1,9 Prozent ein.

Auf den Verkaufslisten standen ferner Cisco Systems, die 4 Prozent absacken. Der Netzwerkausrüster enttäuschte mit seinem Umsatzwachstum in der vielbeachteten Sicherheitssparte die Erwartungen von Experten.

Im Fokus standen zudem Wal-Mart-Aktien mit einem Kursrückgang von 1,6 Prozent. Der Detailhandelsriese gab sinkende Gewinnspannen bekannt wegen anhaltender Preisnachlässe und Investitionen ins Internetgeschäft.

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17:50

Die Schweizer Börse ist am Donnerstag auf Talfahrt gegangen. Nach der jüngsten Erholung schritten die Anleger zu Gewinnmitnahmen, sagen Händler. Der SMI fällt bis Börsenschluss um 1 Prozent auf 8945 Punkte und rutscht in die untere Hälfte der seit einiger Zeit gültigen, von 8800 bis 9200 Zähler reichenden Handelsspanne.

Das am Vorabend veröffentlichte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank lieferte keine Kaufanreize, heisst es am Markt. Vor allem für die sich nach höheren Zinsen sehnenden Banken bedeute die Mitschrift einen Dämpfer, sagt ein Händler. Eine weitere Anhebung der Leitzinsen sei erst einmal nicht zu erwarten. Den Fed-Mitgliedern bereitet die niedrige Inflation Kopfschmerzen. Ähnlich äusserten sich gemäss den EZB-Protokollen auch die europäischen Währungshüter, die wegen der geringen Inflation vor einer Kursänderung zurückschrecken.

Vor allem Aktien von Banken gehören europaweit zu den grossen Kursverlierern. Die Titel von Credit Suisse und UBS büssen jeweils 1,9 Prozent ein. "Die Erwartungen an höhere Renditen und die Aussichten auf mehr Gewinn haben mit dem Fed-Protokoll einen Dämpfer erhalten", sagt ein Händler. Vergleichsweise gut halten sich nach einem besser als erwarteten Halbjahresergebnis die Anteile der St. Galler Kantonalbank mit 0,7 Prozent Minus. Merklich schwächer sind auch Versicherungswerte.

Den grössten Abschlag unter den Standardwerten verbucht allerdings Geberit mit einem Minus 5,8 Prozent. Das Sanitärtechnikunternehmen verfehlte im ersten Halbjahr die Ergebniserwartungen der Analysten. Mit 1,47 Milliarden Franken stagnierte der Umsatz bei und der Gewinn brach wegen Sonderkosten um fast ein Fünftel auf 258 Millionen Franken ein. Ein Händler sprach von Gewinnmitnahmen nach dem kräftigen Kursanstieg im Vorfeld der Bilanzveröffentlichung. "Die Anleger sind in ihren Erwartungen enttäuscht worden."

Unter Druck stehen auch die Aktien von Kudelski mit 11 Prozent Kurseinbruch. Der Spezialist für TV-Verschlüsselungen wies nach sechs Monaten zwar mehr Umsatz aus, senkte allerdings die Betriebsgewinnprognose.

Die Hochdorf-Titel fallen um 1,6 Prozent. Der Milchverarbeiter enttäuschte die Anleger unter anderem mit einer Gewinnwarnung.

Dagegen überraschte der Telekomkonzern Swisscom mit mehr Halbjahresgewinn und einer Prognoseanhebung. Die Aktien rutscht dennoch 0,5 Prozent ab. Händler spekulieren, dass die Aussicht auf eine unveränderte Dividende für Enttäuschung sorgte.

Die Anteile von Straumann gewinnen nach einem überraschend hohen Halbjahresgewinn und dem Vorstoss in einen vielversprechenden Markt 11 Prozent an Wert. Das Ergebnis sei überzeugend und die Zukäufe ergänzen das erfreuliche Bild, kommentiert ZKB-Analystin Sibylle Bischofberger.

Die Tecan-Aktien schnellen dank Kurszielerhöhungen und Kaufempfehlung der Credit Suisse und des Brokers Kepler Cheuvreux 8,6 Prozent nach oben.

Von als krisenresistent geltenden Index-Schwergewichten schlagen sich Nestlé und Roche mit Kursabschlägen von 0,7 und 0,4 Prozent besser als der Markt. Die Novartis-Aktien dagegen verlieren 1,6 Prozent. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Donnerstag.)

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15:45

Die US-Börsen sind am Donnerstag belastet von einem Streit zwischen Präsident Donald Trump und hochrangigen Managern mit Kursverlusten in den Handel gestartet. Wegen der Kritik an seinen Äusserungen zu den rechtsextremen Ausschreitungen in Virginia löste Trump zwei Beratergremien mit Konzernchefs auf. Börsianer zweifeln deshalb an der Umsetzung seines Wirtschaftsplans.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gibt in den ersten Handelsminuten 0,2 Prozent auf 21'973 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt um 0,3 Prozent auf 2461 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 0,3 Prozent auf 6323 Punkte.

Bei den Einzelwerten fallen Wal-Mart-Aktien um 3 Prozent, obwohl der weltgrösste Detailhändler dank höherer Kundenzahlen und eines florierenden Online-Geschäfts seinen Umsatz auf vergleichbarer Basis das dritte Jahr in Folge steigerte. Die Anteilsscheine von Alibaba legen dagegen um mehr als 4 Prozent zu. Die Geschäfte beim chinesischen Amazon-Rivalen laufen besser als erwartet.

Cisco Systems stehen dagegen auf den Verkaufslisten der Börsianer. Die Scheine büssen 3,5 Prozent ein. Der Netzwerkausrüster enttäuschte mit seinem Umsatzwachstum in der Sicherheitssparte die Erwartungen der Experten. Auch das klassische, wesentlich grössere Geschäft mit Routern zeigte sich im abgelaufenen Quartal schwächer als vorhergesagt.

Ein Umsatz- und Gewinnrückgang setzt L Brands zu. Die Aktien der Muttergesellschaft des Unterwäscheanbieters "Victoria's Secret" und der Kosmetikmarke "Bath & Body Works" rutschen über 7 Prozent ab.

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12:55

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Donnerstag zur Mittagszeit weiter klar im Minus. Der SMI als wichtigster Schweizer Aktienindex fiel bereits zu Sitzungsbeginn klar unter die Marke von 9000 Punkten, erholte sich dann wieder etwas und bewegt sich seither mehr oder weniger seitwärts bei etwa 8980 Zählern. Nach den leichten Avancen am Vortag habe sich die Stimmung aber bereits wieder deutlich verschlechtert, heisst es im Markt. Händler machen die Gründe vor allem in der US-Wirtschaft und Politik aus.

Der SMI notiert am Mittag 0,6% tiefer bei 8986 Punkten, dies bei einem (bisherigen) Tagestief von 8946 bzw. -hoch von 9003. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,6% auf 1433 und der breite SPI 0,4% auf 10'244 Stellen. Von den 30 SMI/SLI-Titel notieren zur Berichtszeit 23 im Minus, 6 im Plus und 1 (Partners Group) unverändert.

Weiter klar grösste Verlierer unter den Bluechips sind Geberit (-5,3%), wobei der Titel das Tagestief klar hinter sich gelassen hat. Der Sanitärtechnikkonzern hat mit seinen Halbjahreszahlen die hohen Erwartungen nicht erfüllen können und wird entsprechend abgestraft. Insbesondere die Entwicklung in Deutschland sei enttäuschend ausgefallen, meint ein Analyst. Da das Papier zudem zuletzt vom schwachen Franken bzw. starken Euro profitiert hatte und auf Allzeithoch geklettert war, nehmen nun viele Anleger die Gewinne der letzten Wochen mit.

Deutlich besser aufgenommen werden die Zahlen von Swisscom (-0,5%), wobei die Aktie nach einem guten Start schnell ins Minus abrutschte. Der grösste Schweizer Telekomanbieter hat auf Gewinnstufe deutlich über den Erwartungen abgeschnitten, wobei Experten insbesondere den EBITDA als "überzeugend" bezeichneten. Das Kostenprogramm zeige deutliche Wirkung, heisst es. Aber auch die italienische Tochter Fastweb mache erneut Freude.

Die grössten Verluste neben Geberit gehen derweil an Aryzta (-1,6%), die am Vortag unter den besten Werten waren, sowie die beiden Grossbankentitel UBS (-1,3%) und CS (-1,1%). Aber auch Swiss Life (-0,6%) müssen im Nachgang zu den Zahlen vom Vortag etwas deutlichere Einbussen hinnehmen, trotz Kurszielerhöhungen von Analysten. Unter den grosskapitalisierten Werten verlieren Novartis (-0,7%) etwas mehr als Roche und Nestlé (je -0,4%).

Als klare Nummer eins präsentieren sich derweil Sonova (+3,3%), die bescheidene Anfangsgewinne bis zum Mittag klar ausgebaut haben. Der Hörgerätehersteller hat einen neuen 2,4-GHz-Wireless-Chip lanciert, wie er mitteilte. Dieser ermögliche direkte Konnektivität zu jedem Mobiltelefon sowie die Verbindung zwischen zwei Hörgeräten unter Verwendung einer einzigen Funktechnologie. Relativ klar gesucht sind derweil auch Sika (+0,9%) sowie Lonza und Dufry (je +0,7%).

Im Fokus stehen aber auch einige Titel aus dem breiten Markt. Sehr stark gesucht sind insbesondere Straumann (+9,5%). Der Zahnimplantate-Hersteller hat neben seinen Zahlen den Einstieg in die Kieferorthopädie vermeldet. Er übernimmt dazu u.a. den US-Anbieter Clearcorrect für einen Kaufpreis von rund 150 Millionen Dollar, was von Analysten begrüsst wird. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:25

Die Anleger an der Schweizer Börse haben am Donnerstag den Rückzug angetreten. Nach dem jüngsten Aufwärtstrend seien Gewinnmitnahmen nichts Aussergewöhnliches, sagen Händler. Zudem seien die Auslandvorgaben verhalten und die Turbulenzen in der US-Regierung wirkten sich laut Händlern negativ auf die Stimmung aus. Präsident Donald Trump löste am Mittwoch zwei Beratergremien mit Konzernchefs auf, nachdem mehrere Mitglieder aus Protest gegen seine Aussagen zur rechtsextremen Gewalt in Virginia ausgetreten waren.

Der SMI büsst 0,7 Prozent auf 8973 Punkte ein. Am Mittwoch hatte der Leitindex 0,3 Prozent zugelegt.

Die am Vorabend veröffentlichten Sitzungsprotokolle der US-Notenbank Fed lieferten auch keine Kaufanreize, heisst es am Markt. Eine weitere Anhebung der Leitzinsen sei erst einmal nicht zu erwarten. Den Notenbankern bereitet die niedrige Inflation Kopfschmerzen. Eine Bestätigung dieser Einschätzung erhoffen sich Anleger von den im Tagesverlauf veröffentlichten US-Konjunkturdaten.

Impulse für einzelne Aktien liefern die Firmenergebnisse. Dabei steht Geberit im Zentrum des Interesses. Die Aktie bricht um 6,8 Prozent ein. Der Sanitärtechnikkonzern hat mit seinem Zwischenbericht die Analystenschätzungen verfehlt. Im ersten Halbjahr stagnierte der Umsatz auf 1,469 Milliarden Franken und der Gewinn brach wegen Einmal- und Integrationskosten um fast ein Fünftel auf 258 Millionen Franken ein. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, da die Aktie vor den Zahlen stark gestiegen sei. "Die Anleger sind in ihren Erwartungen enttäuscht worden", sagte ein Händler.

Unter Druck stehen auch die Aktien von Kudelski mit minus 4,9 Prozent. Der Verschlüsselungsspezialist hat zwar mehr Umsatz verbucht, aber die Ebit-Prognose gesenkt.

Unter Druck geraten auch Hochdorf. Der Milchverarbeiter enttäuschte die Anleger unter anderem mit einer Gewinnwarnung. Die Aktie büsst 6,5 Prozent ein.

Dagegen überraschte Swisscom mit mehr Gewinn und einer Prognoseanhebung. Die Dividende solle unverändert 22 Franken betragen. Dennoch rutscht die Aktie ab.

Die Anteile von Straumann gewinnen 7,6 Prozent. Der Gewinn legte stärker als erwartet auf 141 Millionen Franken zu. Zudem überraschte der Dentalimplantathersteller mit Übernahmen - darunter eine in den USA für 150 Millionen Dollar. Das Ergebnis sei überzeugend und die Akquisitionen ergänzten das erfreuliche Bild, kommentiert Sibylle Bischofberger von der Zürcher Kantonalbank.

Die Aktien der Banken treten den Rückzug an. "Die Erwartungen an höhere Renditen haben mit den Fed-Protokollen einen neuen Dämpfer erhalten", sagt ein Händler. UBS sinken um 1,4 und Credit Suisse um 1,1 Prozent. Auch die Versicherer schwächen sich mehrheitlich ab.

Bei den als krisenresistent geltenden Schwergewichte schlagen sich die Anteile des Lebensmittelkonzerns Nestlé mit einem Minus von 0,3 Prozent besser als der Markt. Bei den Pharmariesen sind Novartis um 0,8 und Roche um 0,7 Prozent leichter.

Aktien zyklischer Firmen wie Lafarge-Holcim, Swatch und ABB verlieren bis zu einem halben Prozent.

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) geht mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 8955 Punkten in den Handel. Nach der verbesserten Stimmung und leichten Avancen am Vortag zeichnet sich damit bereits wieder eine Wende ab. Händler verweisen dabei auf das am Vorabend veröffentlichte Fed-Protokoll

Deutlich unter Druck kommen Geberit (-5,1 Prozent). Der Sanitär-Techniker hat vorbörslich seine Halbjahreszahlen veröffentlicht und dabei die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen können. Besser in den Handel starten Swisscom (+0,7 Prozent). Der grösste Schweizer Telekom-Anbieter hat auf Gewinnstufe deutlich über den Erwartungen abgeschnitten. Geholfen haben dürfte eine Entschädigung aus einem Rechtsverfahren bei der italienischen Tochter Fastweb, heisst es im Markt. 

Auch die übrigen SMI-Titel eröffnen praktisch alle im roten Bereich. Daneben haben weitere zwölf Small- und Midcaps ihre Halbjahreszahlen offengelegt, darunter Kudelski und Straumann (+2,5 Prozent). Der Technologiekonzern hat vor allem die EBIT-Prognosen deutlich verfehlt, während der Zahnimplantate-Hersteller die Schätzungen erreicht hat und ausserdem den Einstieg in die Kieferorthopädie bekanntgegeben hat.

Zu den weiteren Unternehmen, die den Halbjahresbericht veröffentlicht haben, gehören Ascom (+1,7 Prozent), Bank Linth, Bell (+0,4 Prozent), BCV (+0,3 Prozent), Cham Paper (-2 Prozent), Cicor (+4,81 Prozent), Hochdorf (-2,2 Prozent), SGKB (-0,2 Prozent), Walter Meier (-1 Prozent) und Von Roll (+1,3 Prozent). Weiter im Aufwind stehen Tecan (+2,6 Prozent). Der Laborausrüster hatte am Vortag nach Zahlen deutlich zugelegt und könnte jetzt von diversen Kurszielerhöhungen profitieren.

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08:57

Mittlerweile sind die Aktienmärkte in Asien geschlossen. Der MSCI-Index für die Aktien ausserhalb Japans notierte 0,4 Prozent im Plus. Zu den grössten Gewinnern gehörte erneut der Index in Südkorea, der 0,6 Prozent im Plus lag. Auch in Shanghai zogen die Kurse an. Dagegen gab der Nikkei-Index 0,14 Prozent auf 19.702 Punkte nach. Vor allem Exportfirmen machte der anziehende Yen zu schaffen. Wenig Beachtung fand, dass die japanischen Exporte im Juli dank einer starken Nachfrage aus dem Ausland den achten Monat in Folge zulegten. Zuvor hatten die zunehmenden Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und der heimischen Wirtschaft die Stimmung an der Wall Street gedämpft. Auslöser war die Auflösung von zwei Beratergremien mit Konzernchefs durch Trump.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Daten der Bank Julius Bär 0,2 Prozent tiefer bei 9024 Punkten gehandelt. In den letzten Handelstagen war der Leitindex teils kräftig angestiegen. Nach Halbjahreszahlen stehen die Aktien von Geberit und Swisscom im Fokus der Anleger. Swisscom profitierte unter anderem von Entschädigungen aus Rechtsverfahren. Die Aktie steigt vorbörslich um 1,4 Prozent. Geberit konnte den Umsatz nur knapp halten, worauf der Titel deutlich tiefer (-3,6 Prozent) gestellt wird.

Die schwergewichtigen Titel von Nestlé, Noavartis und Roche werden alle leicht tiefer erwartet. Ebenso die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS.

Das Augenmerk der Aktionäre richtet sich auch auf die Geldpolitik in den USA. Die am Mittwochabend veröffentlichten Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung werteten sie als Hinweis darauf, dass eine weitere Anhebung der Leitzinsen erst einmal nicht ansteht. Gleichzeitig warten Börsianer gespannt auf die Inflationszahlen aus der Euro-Zone. Eine anhaltend geringe Teuerung könnte der Diskussion um die geplante Straffung der EZB-Geldpolitik neue Nahrung geben.

An der Wall Street büssten die Börsen am Mittwoch einen Teil der Gewinne ein, nachdem US-Präsident Donald Trump zwei Beratergremien mit Konzernchefs aufgelöst hat. Das dämpfte die Hoffnungen von Anlegern, dass Trump Wahlversprechen zu Steuersenkungen und Infrastrukturprojekten einlösen kann. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,1 Prozent höher bei 22.024 Zählern, während der Nasdaq 0,2 Prozent gewann. Der S&P500 stieg ebenfalls um 0,1 Prozent. In Tokio gab der Nikkei-Index am Donnerstag um 0,1 Prozent auf 19.708 Zähler nach. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,3 Prozent auf 3258 Punkte.

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07:49

Der Euro notiert derzeit bei 1,1362 Franken, leicht tiefer als am Mittwochabend. Zum Dollar steht die Gemeinschaftswährung ebenfalls kaum verändert bei 1,178. Der Dollar-Franken-Kurs steht bei 0,9645 (-0,13 Prozent).

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07:13

Die Ölpreise legen am Donnerstagmorgen zu. Die Nordseesorte Brent steht bei 50,52 Dollar (+0,5 Prozent), während WTI bei 46,93 Dollar notiert (+0,32 Prozent). Am Mittwoch konnten die Ölpreise nur zeitweise von einem unerwartet starken Rückgang der US-Ölreserven profitieren. 

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06:45

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Vormittagshandel 0,1 Prozent im Minus bei 19.701 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ebenfalls 0,1 Prozent auf 1614 Zähler.

Die zunehmenden Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und der heimischen Wirtschaft hatten am Mittwoch die Stimmung an der Wall Street gedämpft. Auslöser war die Auflösung von zwei Beratergremien mit Konzernchefs durch Trump. In New York ging der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,1 Prozent höher bei rund 22.025 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 gewann ebenfalls 0,1 Prozent auf 2468 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,2 Prozent auf 6345 Stellen.

(cash(Reuters/AWP)