+++Börsen-Ticker+++ - Warten auf Hilfspaket drückt Wall-Street-Kurse immer tiefer

Die politische Uneinigkeit in Washington über ein billionenschweres Konjunkturpaket gegen die Corona-Krise hat am Montag die Aktienkurse erneut belastet.
23.03.2020 21:33
Erneut im Sinkflug: Die Aktie von Boeing.
Erneut im Sinkflug: Die Aktie von Boeing.
Bild: Bloomberg

21:15

Ein umfangreiches Hilfspaket der US-Notenbank Fed zur Linderung der Krise kann die Kurse an der Wall Street nicht stützen. Der Dow Jones Industrial verlor 3 Prozent auf 18'592 Punkte. Er weitete die Verluste der desaströsen Vorwoche aus und fiel auf den tiefsten Stand seit November 2016.

Das billionenschwere Konjunkturpaket in den USA gegen die Corona-Krise lässt dabei weiter auf sich warten. Bei einer Abstimmung im US-Senat kam erneut nicht die nötige Mehrheit zustande. Es blieb zunächst unklar, wie die Verhandlungen nun weiter laufen. Die Fed hatte zuvor angekündigt, unbegrenzt Staatsanleihen und bestimmte mit Hypotheken besicherte Wertpapiere zu kaufen. Zudem legt sie mehrere Kreditprogramme auf, mit denen vor allem Unternehmen und Haushalte gestützt werden sollen.

 

 

Aber auch das gab den Märkten keine Zuversicht zurück. Der marktbreite S&P 500 ging mit einem Rückschlag von 2,9 Prozent auf 2237 Punkte aus dem erneut von starken Schwankungen bestimmten Handel. Der technologielastige Nasdaq 100 rettete dagegen ein Plus von 0,2 Prozent auf 7007 Punkte ins Ziel. Hier stützten vor allem die Kursgewinne in der Halbleiterbranche.

In dem erneut schwachen Aktienmarkt zeigten sich die Papiere von Boeing nach dem jüngsten Kurseinbruch mit einem Plus von 11,2 Prozent stark. Sie lagen an der Spitze des Dow. Die Investmentbank Goldman Sachs hat die Aktien zum Kauf empfohlen. Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sei nun substantiell in den Kurs eingearbeitet, schrieb Analyst Noah Poponak. Sollte die Krise erst einmal überwunden sein, würden Flugreisen wieder so populär wie zuvor.

Trump erwägt Lockerung von Ausgangseinschränkungen

US-Notenbank legt grosses Krisenpaket auf

Derweil zwingt die Ausbreitung des Virus den angeschlagenen Luftfahrtriesen zu weiteren Einschnitten. Boeing fährt die ohnehin schon stark gedrosselte Produktion noch weiter herunter. Zudem setzt der Flugzeugbauer die Dividendenzahlung bis auf Weiteres aus und lässt das bereits seit April 2019 ruhende Aktienrückkaufprogramm noch länger pausieren.

Der Mischkonzern 3M will die Produktion von Atemschutzmasken vom Typ N95 innerhalb eines Jahres auf zwei Milliarden Stück verdoppeln. In den USA werden diese vielerorts knapp. Das half dem Aktienkurs jedoch nicht, der um 5,6 Prozent abrutschte.

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19:45

Die US-Börsen haben die massiven Geldspritzen der US-Notenbank Fed mit Verunsicherung aufgenommen. Am Montagmittag lag der Dow nach kräftigen Schwankungen 3,2 Prozent im Minus bei 18'559 Punkten, der S&P gab 3,6 Prozent nach auf 2222 Zähler, der Nasdaq verlor 1,5 Prozent auf 6778 Punkte.

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17:45

Zum Wochenauftakt schliesst der SMI tief in den roten Zahlen bei einem Stand von 8160,79 Punkten. Das sind 5,4 Prozent weniger als am Freitag. Die Fed brachte zwar neue Massnahmen auf den Weg, mit denen unter anderem der Kreditfluss an Haushalte und kleine Firmen unterstützt werden soll. Anleger monierten aber, dass weitere breit angelegte Konjunkturhilfen notwendig seien, um die Wirtschaft vor einem Absturz zu bewahren.

Zu den grössten Verlierern gehörten deshalb die Aktien von Firmen, deren Erfolg stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt. Der Personalvermittler Adecco brach fast zehn Prozent ein, während der Elektrotechnikanbieter ABB knapp sieben Prozent an Wert verlor. Die Aktien des Augenheil-Unternehmens Alcon rauschten über zehn Prozent in die Tiefe. Vergleichsweise gut hielt sich der Aromenhersteller Givaudan mit einem Minus von 1,5 Prozent.

Bei den Nebenwerten legten Implenia knapp drei Prozent zu. Der Baukonzern schränkt aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der damit verbundenen behördlichen Massnahmen im mehreren Ländern die Arbeit auf Baustellen ein. Die im Bereich digitale Farbmanagementlösungen tätige Datacolor rechnet mit einer Beeinträchtigung durch die Seuche. Die Aktien gaben fast elf Prozent nach. 

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17:20

Der Eurokurs ist am Montag nach neuen Massnahmen der US-Notenbank kräftig gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,0764 US-Dollar gehandelt. In der Nacht zum Montag war sie noch zeitweise bis auf 1,0636 Dollar gefallen und hatte so den tiefsten Stand seit drei Jahren erreicht.

Auch gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro am Montag zu. Am späten Nachmittag geht die Gemeinschaftswährung bei 1,0572 Franken um. Der US-Dollar erzielt zum Franken ebenfalls leichte Gewinne. Er kostet am Montag-Nachmittag 0,9824 Franken.

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16:40

Die massiven Konjunkturspritzen der US-Notenbank (Fed) lassen die Anleger zu Gold greifen. Eine Feinunze (31 Gramm) kostet mit 1543,85 Dollar, 3,1 Prozent mehr als am Vortag. «Die Fed hat ihre bislang grösste Kanone ausgepackt - sogar noch grösser als während der Finanzkrise», sagt Tai Wong, Chef des Edelmetallderivate-Handels beim Finanzdienstleister BMO. Das komme dem Goldpreis zugute. «Der Lackmustest ist aber, ob der Optimismus länger als einen Tag anhält.»

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15:40

Der SMI verliert gegen 15 Uhr 2,36 Prozent auf 8420 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fällt um 2,27 Prozent auf 1'217,76 und der breite SPI gibt um 2,24 Prozent auf 10'292,92 Punkte nach.

Auf den Verkaufszetteln stehen bisher verschiedene zyklische Aktien wie Clariant, ABB, Adecco oder Schindler. Beim Liftbauer aus Hergiswil belastet eine Meldung des finnischen Mitbewerbers Kone. Dieser hat wegen der Corona-Krise seine Erwartungen für 2020 gesenkt.

Mittlerweile halten die meisten Marktbeobachter eine Rezession für unausweichlich, erklärten Marktbeobachter mit Blick auf die konjunkturabhängigen Werte. Darunter dürften in erster Linie jene Unternehmen leiden, die stärker von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig sind.

Es sind lediglich die Finanztitel, die allenfalls noch von den neuen Massnahmen der US-Notenbank profitieren werden. So legen Julius Bär als grösster Gewinner 2,4 Prozent hinzu. Credit Suisse und UBS heben sich aktuell ebenfalls von Gesamtmarkt ab; Partners Group ziehen um 0,3 Prozent an.

Bei den Versicherern Swiss Re und Zurich helfen zudem Analystenkommentare. Hier hatten verschiedene Analysten zuletzt geschrieben, die hohen Dividendenrenditen dürften sich langsam aber sicher als Kursstütze erweisen.

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15:20

Apple hat die Kaufeinschränkungen für iPhones in seinem Online-Store nach nur wenigen Tagen wieder aufgehoben. Am Montag konnten wieder mehr als zwei Telefone eines Modells pro Bestellung gekauft werden. Apple hatte die Beschränkung ohne weitere Erklärung am Freitag eingeführt.

Der Konzern hatte bereits im Februar gewarnt, dass es wegen der Coronavirus-Krise zeitweise Engpässe bei den iPhone-Beständen geben könnte. Die Fabriken von Apple-Fertigern wie Foxconn wurden nach den Ferien zum chinesischen Neujahrsfest wegen Reisebeschränkungen deutlich langsamer hochgefahren als geplant.

Die Apple-Stores ausserhalb Chinas sind bis auf weiteres geschlossen und Kunden müssen auf den Online-Shop ausweichen. Die gut 40 Läden in China sind inzwischen wieder geöffnet.

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14:40

Ein neues, umfangreiches Notpaket der US-Notenbank Fed zur Linderung der Corona-Krise ist am Montag an den US-Börsen verpufft. Der Dow Jones notiert kurz nach Handelseröffnung -1,7 Prozent bei 18'834Punkten. Er weitete die Verluste der schwachen Vorwoche aus und fiel auf den tiefsten Stand seit November 2016. Vorbörslich hatte der Dow noch zugelegt. 

Der breite S&P 500 verliert 1,6 Prozent und kommt auf 2265 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq gibt 0,4 Prozent nach und kommt auf 6846 Punkte. 

"Die Fed geht aufs Ganze", sagte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets. Mit den Massnahmen springe die Notenbank aber nicht nur der Wall Street bei, sondern versuche auch den US-Bürgern unmittelbar zu helfen. 

Das berühmte Handelsparkett der New York Stock Exchange ist ab heute wegen dem Coronavirus geschlossen. Der Handel findet somit erstmals ausschlesslich elektronisch statt. 

14:05

Die neuen Stützungsmassnahmen der US-Notenbank (Fed) dürften auch die Wall Street am Montag zunächst deutlich antreiben. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial eine Dreiviertelstunde vor Handelsstart 1,86 Prozent höher bei 19 531 Punkten.

Vor Bekanntgabe der Massnahmen war der US-Leitindex zwischenzeitlich noch rund 7 Prozent im Minus erwartet worden, da die Verhandlungen um ein Konjunkturpaket von mehr als einer Billion Dollar zur Bekämpfung der Viruskrise zuletzt ins Stocken geraten waren. Angesichts der Unsicherheit der Anleger wegen der nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Krise hatte die Wall Street am Freitag eine der schwärzesten Wochen ihrer Geschichte beendet.

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13:45

Nachdem die Fed neue Massnahmen angekündigt hat, holen die weltweiten Börsen grosse Teile ihrer Verluste vom Morgen auf - zeitweise rutschten einige Indizes sogar ins Plus.

Auch der SMI hat in Windeseile seine Verluste eingedämmt und mit 8'642 Zählern kurzzeitig sogar im Plus notiert. Mittlerweile ist er aber wieder zurückgefallen und verliert gegen 13:45 Uhr 1,20 Prozent auf 8'520,11 Punkte.

Hier der aktuelle Stand an den wichtigsten Weltbörsen: 

Quelle: Bloomberg, Stand: 23.03.2020, 13:45 Uhr.

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13:05

Die US-Notenbank Federal Reserve bringt neue Massnahmen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie auf den Weg. Mit diesen solle unter anderem der Kreditfluss an Haushalte und kleine Firmen unterstützt werden, teilte die Fed am Montag mit.

Zudem erklärt die Fed sich jetzt bereit, unbegrenzt Staatsanleihen und bestimmte mit Hypotheken besicherte Wertpapiere zu kaufen, soweit dies für das ordnungsgemässe Funktionieren von Finanzmärkten und Geldpolitik erforderlich ist

Die Virus-Pandemie führe zu erheblichen Härten. Der Schritt sei deshalb notwendig. "Es ist klargeworden, dass unsere Wirtschaft mit erheblichen Unterbrechungen konfrontiert sein wird."

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11:50

Das Coronavirus dominiert auch zum Wochenstart die Nachrichtenlage und verunsichert Schweizer Anleger. Zudem halten sich Investoren aktuell laut einem Händler auch deswegen zurück, weil in den USA die Verhandlungen über ein milliardenschweres Konjunkturprogramm am Wochenende ins Stocken geraten waren. 

Der SMI verliert gegen 11:45 Uhr 3,1 Prozent auf 8'361 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fällt um 3,14 Prozent auf 1'207 Punkte und der breite SPI gibt um 3,22 Prozent nach auf 10'189 Punkte. Von den 30 SLI-Werten sind alle im Minus.

Zu den grössten Verlieren zählen vor allem einige Zykliker. So sacken die Aktien vom Banken-Softwarespezialisten Temenos um 6,1 Prozent ab auf 96,86 Franken. Kurz zuvor hatten sie bei 94,38 Franken den tiefsten Stand seit Sommer 2017 gesehen. Händler befürchten, dass auch Temenos stark unter den Folgen der durch die Bekämpfung des Coronavirus gebremsten Wirtschaftsentwicklung leiden wird.

Noch deutlicher fallen Clariant, die 8,3 Prozent nachgeben. Aber auch Adecco, Sika und LafargeHolcim geben mit Kurseinbussen zwischen 5,4 und 6,4 Prozent deutlich stärker nach als der Gesamtmarkt.

Im Fall von ABB (-4,4%) sorgt ein Analystenkommentar für eine schwächere Entwicklung. Wegen der Coronavirus-Krise müsse sich die Investitionsgüter-Industrie im ersten Halbjahr 2020 auf eine Rezession einstellen, heisst es in einer Branchenstudie der Deutschen Bank.

Den ausführlichen Mittags-Report lesen Sie hier

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11:15

An den US-Börsen deuten sich zu Wochenbeginn ebenfalls herbe Verluste an. Rund drei Stunden vor Handelseröffnung notieren die Futures auf den Dow Jones (-3,1%), den S&P 500 (-3,1%) sowie auf den Nasdaq (-2,7%) allesamt tief im Minus. 

10:55

Auch an den europäischen Börsen geht die Talfahrt weiter. Der Euro Stoxx 50 notiert 2,7 Prozent im Minus bei 2480 Punkten. Am meisten verliert der britische FTSE 100, der 4,07 Prozent einbüsst. Der Dax notiert mit - 3,2 Prozent ebenfalls deutlich negativ. 

Die wichtigsten europäischen Indizes im Überblick:

Quelle: Bloomberg, Stand: 23.03.2020, 10:55 Uhr. 

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09:55

Wegen der Coronavirus-Pandemie rechnen Investoren auf Jahre hinaus mit einem gedämpften Preisauftrieb. Das Euro-Inflationsbarometer fällt auf ein Rekordtief von 0,7397 Prozent. Dies bedeutet, dass Anleger zwischen 2025 und 2030 eine Teuerung von durchschnittlich gerade einmal 0,7397 Prozent erwarten.

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09:30

Die drastischen staatlichen Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus haben zum Wochenstart die asiatischen Aktienmärkte belastet. Am stärksten fiel der Rückgang an der Börse in Neuseeland aus, wo der Index zeitweise um bis zu zehn Prozent nachgab. 

Die Börse in Shanghai gab mehr als drei Prozent nach. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 3,4 Prozent. Gegen den Trend stieg der Nikkei-Index zwei Prozent auf 16.888 Punkte. Für Optimismus sorgte in Japan die Aussicht, dass die Olympischen Sommerspiele verschoben und nicht abgesagt werden.

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09:10

Steigende Todeszahlen und die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie sorgen für tiefrote Kurse am Montag. Der SMI sackt zum Handelsstart um 4 Prozent ab auf 8'274 Punkte. Vergangene Woche hatte der Leitindex erstmals seit Mitte Februar auf Wochensicht ein Plus erzielt.

Der breite SPi verliert 3,6 Prozent und notiert bei 10'141 Punkten. Dabei kommen erneut konjunktursensible Werte und Banken unter die Räder. Unter den Blue Chips sacken Schindler, LafargeHolcim und Adecco zwischen 4 und 5,7 Prozent ab.

Auch die Anteilsscheine der beiden Grossbanken CS (-5%) und UBS (-2,6%) trifft es erneut hart. Sie bekommen die derzeitige Marktsituation von Kunden- und Marktseite derzeit besonders deutlich zu spüren.

Im breiten Markt fallen zudem die Aktien von Bobst und Autoneum auf (je -4%). Bobst hatte bereits am Freitag berichtet, dass die Gruppe an mehreren Standorten die Produktion auf ein Minim zurückfahren werde. Autoneum gab am Montagmorgen eine Warnung aus, dass die Ziele für 2020 verfehlt werden dürften.

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08:05

Laut vorbörslichen Daten der Bank Julius Bär notiert der SMI rund eine Stunde vor Handelseröffnung mit 3,4 Prozent deutlich im Minus. Verluste werden auf breiter Front verzeichnet. Zu den grössten vorbörslichen Verlierern zählen die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie ABB und Adecco, die allesamt rund 5 Prozent nachgeben. 

Am besten schlagen sich defensive Titel wie Roche (-2,2%) und Swisscom (-2,6%). 

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07:45

Der Nachfrage-Rückgang durch die Coronavirus-Pandemie setzt dem Ölpreis am Montag erneut zu. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,7 Prozent auf 26,24 Dollar je Barrel und notiert damit weniger als zwei Dollar über ihrem 17-Jahres-Tief der vergangenen Woche.

Da gleichzeitig wichtige Förderländer den Ölhahn bis zum Anschlag aufdrehten, müsse mit einem weiteren Preisverfall gerechnet werden, sagte Analyst Edward Moya vom Brokerhaus Oanda.

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07:00

Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Montag erneut ein Kurseinbruch ab. Den Indikationen des Broker IG zufolge dürfte der Leitindex SMI zum Handelsstart um etwa 500 Punkte tiefer starten. Auslöser sind die ins stocken geratenen Verhandlungen um das Coronavirus-Konjunkturpaket in den USA. 

In den USA reagierten die Futures bereits heftig. So sackte etwa der Future-Kontrakt für den S&P 500 am späten Sonntagabend in Asien fünf Prozent und wurde dann vom Handel ausgesetzt. Die Wall Street hatte am Freitag nach dem europäischen Handelsschluss ihre Abgaben noch ausgeweitet.IG erwartet den SMI gegen 6.30 Uhr bei 8'190 Punkten. Am Freitag hatte er sich bei einem Stand von 8'625 Zählern ins Wochenende verabschiedet. Insgesamt hat der Leitindex die Vorwoche mit einem Plus von 3,1 Prozent abgeschlossen. Es war die erste Gewinnwoche seit Mitte Februar.

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06:25

Asiatische Aktien zeigen sich am Montag nach verschärften Massnahmen mehrerer Länder zur Eindämmung des Coronavirus weiter durchwachsen. Fluggesellschaften sagten weitere Flüge ab, in Australien und Neuseeland wird von nicht-wesentlichen Inlandsflügen abgeraten, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) streichen internationale Verbindungen für zwei Wochen und Singapur und Taiwan schliessen ihre Drehkreuze für Transitpassagiere.

Die Börse in Tokio hat sich am Montag zunächst uneinheitlich gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,9 Prozent höher bei 16.861 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,1 Prozent und lag bei 1282 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 1,6 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,9 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 4,8 Prozent.

"Es wäre entweder ein mutiger oder ein dummer Mann, ohne einen dramatischen medizinischen Durchbruch, jetzt den Tiefpunkt an Börse vorherzusagen", sagte Alan Ruskin, Leiter Strategie bei der Deutschen Bank. Zur Wiederbelebung des Marktes sei auch der Beweis nötig, dass China die Pandemie ohne Rückfälle hinter sich lassen könne und dass andere grosse Volkswirtschaften den Höhepunkt der Infektionsraten überschritten hätten, fügte er hinzu.

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06:20

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,7 Prozent auf 110,08 Yen und stagnierte bei 7,0946 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,5 Prozent niedriger bei 0,9818 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,4 Prozent auf 1,0732 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0540 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,1655 Dollar

(cash/AWP/Reuters)