+++Börsen-Ticker+++ - Weiter gute Laune an Wall Street - Apple auf Rekordhoch

Die Wall Street hat ihre jüngste Gewinnserie am Donnerstag ausgebaut. Rückenwind lieferten Inflationsdaten, die nahelegten, dass die US-Notenbank Fed das Tempo bei den Zinserhöhung vorerst wohl nicht zu steigern braucht.
10.05.2018 22:37
Die Aktien von Apple setzten ihre Rally am Donnerstag fort und schafften erstmals die Sprung über die Marke von 190 Dollar.
Die Aktien von Apple setzten ihre Rally am Donnerstag fort und schafften erstmals die Sprung über die Marke von 190 Dollar.
Bild: Bloomberg

22:15

Der Dow Jones Industrial beendete den Handel mit 24 739,53 Punkten und damit 0,80 Prozent über seinem Vortagesschluss. Damit liegt er nun auch für 2018 wieder in der Gewinnzone. Der breit gefasste S&P 500 stieg am Donnerstag um 0,94 Prozent auf 2723,07 Zähler und für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,02 Prozent auf 6963,55 Punkte nach oben.

Bei den Verbraucherpreisen ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Lebensmittel war im April die von Experten im Mittel erwartete leichte Beschleunigung der Teuerung ausgeblieben. Das könnte Börsianern zufolge den Druck von der Fed nehmen, den Leitzins schneller anzuheben als geplant.

Bereits zur Wochenmitte hatten starke Öl-, Finanz- und Technologiewerte die Wall Street angetrieben. Die Aktien des iPhone-Herstellers Apple setzten ihre Rally am Donnerstag fort und schafften erstmals die Sprung über die Marke von 190 Dollar.

Ölwerte profitierten vom fortgesetzten Ölpreisanstieg wegen der Spannungen zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite. An der Spitze des Dow Jones ging es für die Aktien des Ölkonzerns ExxonMobil um mehr als 2 Prozent hoch.

Gute Stimmung herrschte zudem im Biotech-Sektor, in dem sich das Übernahmekarussell weiter dreht. Der US-Pharmakonzern Eli Lilly will Armo BioSciences schlucken, um die Produktpalette zur Behandlung von Krebspatienten auszuweiten. Die Armo-Aktien schossen um 67 Prozent nach oben. Auch bei den Aktionären von Eli Lilly fand die Übernahme Anklang. Die Papiere stiegen um 2 Prozent.

Für die Aktionäre von Facebook scheint derweil der Skandal rund um die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica der Vergangenheit anzugehören. Mit einem Plus von 1,57 Prozent auf 185,53 US-Dollar stiegen die Papiere über das Niveau vor dem Kurseinbruch im März.

Für Qualcomm-Anteilscheine ging es nach der Ankündigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms um mehr als 3 Prozent nach oben.

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19:45

Der EuroStoxx 50 schloss prozentual unverändert mit 3569,71 Punkten. Für den französischen CAC 40 ging es um 0,20 Prozent auf 5545,95 Zähler nach oben und der britische britische FTSE 100 legte um ein halbes Prozent auf 7700,97 Punkte zu. Der deutsche Dax stieg 0,6 Prozent.

Grundsätzlich lieferte die fortgesetzte Euro-Schwäche Rückenwind für Papiere aus der Eurozone. So kann eine schwächere Gemeinschaftswährung die Exporte ankurbeln. Zudem bleibt nach der Umrechnung von den in US-Dollar erzielten Gewinnen mehr in Euro übrig. Dieser hatte zuvor monatelang zugelegt, was bei vielen Unternehmen in den Geschäftsberichten für das erste Quartal negative Spuren hinterlassen hatte.

Schlusslicht im EuroStoxx waren die Aktien des Bierbrauers AB Inbev. Sie fielen um 3,5 Prozent. Die tags zuvor präsentierten Zahlen für das abgelaufene Quartal hatten den Abwärtstrend der Aktien nur kurz gestoppt. Laut Analysten blicken Investoren skeptisch auf das Wachstumspotenzial aus eigener Kraft des Konzern, der zuletzt vor allem von Zukäufen profitiert hatte. Für die Papiere des italienischen Energiekonzerns Enel ging es nach einem durchwachsenen ersten Quartal um mehr als 3 Prozent abwärts.

Unicredit-Aktien gewannen fast 2 Prozent. Der seit fast zwei Jahren amtierende Chef Jean Pierre Mustier kommt beim Konzernumbau gut voran: In den ersten drei Monaten des Jahres war der Gewinn deutlich angezogen.

Der britische TV-Bezahlsender ITV überzeugte ebenfalls mit seinen Geschäftszahlen für das erste Quartal. Die Papiere stiegen um rund 6 Prozent.

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17:00

Der Dow Jones Industrial stieg im frühen Handel um 0,66 Prozent auf 24 707 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 gewann 0,52 Prozent auf 2711,71 Zähler und für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,55 Prozent auf 6931,14 Punkte nach oben.

Bei den Verbraucherpreisen ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Lebensmittel war im April die von Experten im Mittel erwartete leichte Beschleunigung der Teuerung ausgeblieben. Das könnte Börsianern zufolge den Druck von der Fed nehmen, den Leitzins schneller anzuheben als geplant. Ein zu deutlicher Anstieg kann Unternehmen belastet, da sie dann bei der Refinanzierung von Schulden mehr Zinsen zahlen müssen. Das drückt auf die Gewinne. Zudem könnten Anlagealternativen zu Aktien bei steigenden Zinsen attraktiver werden.

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14:15

Das britische Pfund ist nach der Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) zu anderen wichtigen Währungen unter Druck geraten. Das britische Pfund fiel zum Euro auf ein Tagestief von 1,1353 Euro. Zuvor hatte das Pfund noch bei 1,1456 Euro notiert. Auch der US-Dollar legte zum Pfund zu.

Die Bank of England hatte ihren Leitzins wie erwartet bei 0,5 Prozent belassen. Sie hält jetzt nur noch eine beschränkte geldpolitische Straffung für notwendig. An den Finanzmärkten wird jetzt im laufenden Jahr gar keine Leitzinsanhebung mehr erwartet. Im November hatte die Notenbank erstmals seit gut zehn Jahren den Leitzins von seinem damaligen Rekordtief von 0,25 Prozent auf das derzeitige Niveau angehoben. Vor einigen Wochen war noch mit einer weiteren Zinsanhebung im Mai gerechnet worden.

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12:59

Die Mailänder Börse weitet ihre Verluste aus und fällt in der Spitze um ein Prozent. Eine Koalition aus der rechtsextreme Lega und der populistische 5-Sterne-Bewegung wird immer wahrscheinlicher. Die Vorsitzenden Matteo Salvini und Luigi Di Maio erklärten nach einem Treffen, sie hätten in ihren Sondierungen erhebliche Fortschritte gemacht und hofften, die Gespräche in Kürze erfolgreich abschließen zu können.

Am Mittwoch hatte der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi mit dem Verzicht auf eine Beteiligung seiner Forza Italia an einer neuen Regierung den Weg für ein Bündnis aus Lega und 5 Sterne frei gemacht. Forza Italia und die Lega hatten für die Parlamentswahl im März eine Allianz gebildet und wurden stärkste Kraft. Allerdings reichte es weder für sie noch für die 5 Sterne, die stärkste Einzelpartei wurden, für eine Alleinregierung. 5-Sterne-Chef Di Maio hatte eine Regierungsbeteiligung der Forza Italia aber kategorisch abgelehnt. 

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12:50

Die Ölpreise haben am Donnerstag an ihre deutlichen Vortagesgewinne angeknüpft. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg zwischenzeitlich erstmals seit Ende 2014 bis auf 78 US-Dollar. Nach dem Rückzug der USA aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran ist die Lage im Nahen Osten zunehmend heikel. 

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09:50

Im Feiertagshandel an Christi Himmelfahrt startet der deutsche Leitindex 0,44 Prozent fester auf 13'000 Zählern. 

Unter den Einzelwerten setzten Siemens ihren Aufwärtstrend fort. Die Aktien legten gut ein Prozent zu. Am Mittwoch hatten der Konzern seine Quartalszahlen veröffentlicht, die Aktien gewannen daraufhin gut vier Prozent. 

Die Schweizer Börse ist am Donnerstag wegen Auffahrt geschlossen.

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08:15

Die Kursgewinne an der Wall Street haben den japanischen Anlegern am Donnerstag Mut gemacht. Die Tokioter Börse legte 0,4 Prozent auf 22.497 Punkte zu. Der breiter angelegte Topix-Index rückte um 0,3 Prozent vor.

Gestützt wurde der Markt auch von ermutigenden Firmenbilanzen. Mitsubishi Motors Corp gewannen mehr als neun Prozent, nachdem das Unternehmen einen höheren Betriebsgewinn für das Geschäftsjahr in Aussicht gestellt hatte. 

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08:10

Die Aussicht auf neue US-Sanktionen gegen den Iran hat die Ölpreise am Donnerstag weiter nach oben getrieben. Die Nordsee-Sorte Brent und das US-Öl WTI kletterten mit 77,82 Dollar beziehungsweise 71,75 Dollar je Fass auf die höchsten Stände seit dreieinhalb Jahren. Seit Wochenbeginn haben sie damit 3,9 beziehungsweise 2,9 Prozent zugelegt.

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag das Atomabkommen von 2015 aufgekündigt und neue Iran-Sanktionen beschlossen. Anleger fürchten nun Lieferausfälle des wichtigen Ölexporteurs Iran und daraus resultierende Engpässe auf dem Weltmarkt. Zwar wollen die Europäer die Vereinbarung retten, aber Analysten haben wenig Hoffnung, dass die US-Sanktionen tatsächlich vermieden werden können.

"Europa und China werden sich wohl kaum gegen die US-Sanktionen stellen. Sie werden sie kritisieren, aber am Ende akzeptieren", prognostizierten die Experten des Energieberatungshauses FGE. Ein Ölpreis von 90 bis 100 Dollar je Fass sei daher künftig durchaus möglich.

Der Iran ist drittgrößter Ölexporteur und das Angebot auf dem Weltmarkt wegen der Fördergrenze der Opec-Staaten bereits verknappt. 

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08:05

Der Euro setzt seinen Abwärtskurs fort und verlor auf ein Viermonatstief von 1,1823. Dollar. Gegen den Franken notiert der Euro wenig verändert bei 1,1914, zum Dollar steht die Schweizer Währung unverändert bei 1,00041.

(cash/Reuters/AWP)

 
Aktuell+/-%
DOW JONES34'299.62+0.82%
S&P 5004'165.07+1.28%
NASDAQ13'381.53+1.95%
EUR/USD1.2140+0.48%
Apple Rg126.61+1.31%
Ölpreis (Brent)68.46+2.24%
Eli Lilly & Co Rg196.17+0.63%
Facebook-A Rg312.84+2.48%
Qualcomm Rg130.60+2.75%
DAX15'416.64+1.43%
EURO STOXX 504'017.44+1.64%
FTSE 1007'043.61+1.15%
Enel N
UniCredit Rg
EUR/GBP0.8613+0.16%
Allianz N217.25+1.40%
Siemens N144.48+2.96%
Mitsubishi Corp Rg21.89+0.92%
NIKKEI28'084.47+2.32%
Ölpreis (WTI)63.81-3.08%
EUR/CHF1.0953+0.10%
Toyota Motor Sp ADR156.16+0.60%

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