+++Börsen-Ticker+++ - Wenig Bewegung an den US-Börsen

An der Wall Street haben die Anleger am Mittwoch einen Gang zurückgeschaltet. Grund sei vor allem der enttäuschende Quartalsbericht von IBM gewesen, sagt ein Händler.
17.10.2018 22:35
Freude kommt am Mittwoch an der Wall Street bei den Händlern nicht wirklich auf.
Freude kommt am Mittwoch an der Wall Street bei den Händlern nicht wirklich auf.
Bild: Bloomberg

22:35

Die im Dow gelisteten Aktien des weltgrösste IT-Dienstleisters brachen um mehr als 7 Prozent ein. Über allem schwebte zudem weiter der Zollstreit, den US-Präsident Donald Trump mit der EU und China führt.

Für Volatilität an den Börsen sorgte die Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung. Bei der US-Notenbank ist der Kurs der behutsamen Zinserhöhungen derzeit unumstritten. Auf ihrer geldpolitischen Sitzung im September sprachen sich alle Währungshüter für eine Anhebung der Leitzinsen aus. Die Geschlossenheit könnte Erwartungen an den Finanzmärkten nähren, dass der nächste Zinsschritt bereits im Dezember bevorsteht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,4 Prozent tiefer auf 25'706 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 tritt bei 2809 Zählern in etwa auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stagniert bei 7642 Punkten.

IBM hatte einen unerwartet grossen Umsatzrückgang für das dritte Quartal ausgewiesen. Begeisterung herrschte dagegen bei den Netflix-Aktionären. Der Video-Streamdienst hatte im dritten Quartal mehr neue Kunden angelockt als von Experten erwartet. Die Aktien schiessen um über 5 Prozent in die Höhe.

Home Depot fallen 4,3 Prozent und Lowe's 3,3 Prozent, nachdem Credit Suisse die Titel der beiden Baumarktketten unter anderem wegen der Schwäche am Häusermarkt herabgestuft hatte.

Die Anteilsscheine von United Airlines klettern dagegen 5,9 Prozent, nachdem die Fluggesellschaft nach einem soliden dritten Quartal ihren Ausblick für 2018 erneut angehoben hatte.

+++

17:45

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch nach einem festen Start nachgegeben. Kräftige Abgaben bei den Schwergewichten Nestlé und Roche und zunehmende Konjunktursorgen drückten den Markt laut Händlern in die Verlustzone. Der SMI, der bis 8881 Punkte gestiegen war, büsst 0,5 Prozent auf 8750 Punkten ein. Am Dienstag hat der Leitindex 1,6 Prozent zugelegt.

Im Fokus der Anleger standen die SMI-Schwergewichte: Die Anteile von Roche büssten nach anfangs kräftigen Kursgewinnen 1,9 Prozent ein. Der Pharmakonzern hat in den ersten neun Monaten den Umsatz stärker als erwartet um 7 Prozent auf 42,08 Milliarden Franken gesteigert. Händler sagten, der Kurs sei jedoch bereits am Vortag kräftig gestiegen.

Die Anteile von Nestlé sacken um 1,2 Prozent ab. Händler sagen, der Kurs leide darunter, dass Konkurrent Danone schwächer als erwartet gewachsen sei.

Bei den Aktien der Banken schmolzen die Gewinne ab. Credit Suisse und UBS sind noch um 0,2 und 0,1 Prozent höher. Julius Bär halten sich mit 0,3 Prozent auch in der Gewinnzone.

Die Aktien von Swisscom legen 0,4 Prozent zu auf 445 Franken. Konkurrentin Sunrise ziehen um 3,1 Prozent an auf 91 Franken. J.P. Morgan hat das Kursziel für Swisscom auf 435 von 420 Franken und für Sunrise auf 89 von 86 Franken angehoben.(Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Mittwoch.)

+++

15:45

Die Anleger an der Wall Street haben am Mittwoch einen Gang zurückgeschaltet. Grund sei vor allem der enttäuschende Quartalsbericht von IBM. Die im Dow gelisteten Aktien des weltgrössten IT-Dienstleisters brechen um 7,5 Prozent ein. Dies drückt auch den Dow Jones um 0,5 Prozent auf 25'670 Zähler. Am Dienstag hatte er über 2 Prozent gewonnen. Der S&P 500 und der Nasdaq Composite verlieren etwas weniger.

IBM hatte einen unerwartet grossen Umsatzrückgang für das dritte Quartal ausgewiesen. Begeisterung herrschte dagegen bei den Netflix-Aktionären. Der Video-Streamdienst hatte im dritten Quartal mehr neue Kunden angelockt als von Experten erwartet. Die Aktien schiessen um fast 8 Prozent in die Höhe.

Im Fokus steht zudem die US-Konjunktur. Der Wohnungsmarkt in den USA entwickelte sich im September schlechter als erwartet. Ihre Aufmerksamkeit richteten Anleger zudem auf die Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung am Abend (MESZ). Von den Mitschriften erhoffen sie sich Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinserhöhungen durch die US-Notenbank.

+++

12:05

Die Schweizer Börse hat zum Mittag die Richtung gewechselt. Die frühen Gewinne im SMI sind im Verlauf des Vormittags wieder abgebröckelt. Die positive Entwicklung im SMI wurde einerseits trotz guter Quartalszahlen vom Index-Schwergewicht Roche, andererseits von Nestlé gebremst. Der SMI verliert am Mittag 0,1 Prozent auf 8790 Punkte. Der 30 Aktien umfassende SLI steigt um 0,3 Prozent auf 1406 Punkte und der breite SPI steht unverändert bei 10'395 Zähler. 

Für Gesprächsstoff sorgen am Berichtstag nach den Quartalszahlen Roche. Nach einem positiven Start notieren die Genussscheine inzwischen mit 1,0 Prozent Minus. Dies, obwohl der Pharmariese etwas besser als im Schnitt von Analysten erwartet abgeschnitten hatte.

0,3 Prozent im Plus liegen im Gegensatz dazu die Anteilsscheine von Branchennachbar Novartis. Der Pharmakonzern wird genau wie Nestlé am (morgigen) Donnerstag seine Zahlen vorlegen. Die Papiere des Nahrungsmittelkonzerns liegen jedoch auch mit 0,8 Prozent im Minus, nachdem Konkurrent Danone vermeldet hatte, dass der Umsatzanstieg im dritten Quartal etwas ausgebremst worden war.

Wie unter den Bluechips notieren auch im breiten Markt derzeit vor allem Technologiewerte klar im Plus. So legen beispielsweise Comet (+5,8%) und VAT (+5,5%) deutlich zu, nachdem der Chipindustrieausrüster ASML aus den Niederlanden am Morgen starke Zahlen vorgelegt hatte. Bei Inficon (+3,5%) hilft nebst der guten Grundstimmung ein Kommentar der UBS, in dem die Kaufempfehlung und ein ambitioniertes Kursziel bestätigt wurden. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

+++

10:05

Die Schweizer Börse setzt unterstützt von positiven Vorgaben aus den USA und Asien den Aufwärtstrend fort. Zusätzliche Unterstützung erhalten die Dividendenpapiere laut Händlern von einer Reihe guter Firmenabschlüsse aus dem In- und Ausland. "Das sorgt für eine bessere Stimmung", sagt ein Börsianer. Der SMI steigt 0,7 Prozent auf 8855 Punkte. Am Dienstag hat der Leitindex 1,6 Prozent zugelegt.

Den Fokus richten die Anleger auf Roche. Der Pharmakonzern hat der zunehmenden Konkurrenz durch günstigere Nachahmermedikamente für seine wichtigen Krebsmittel getrotzt und in den ersten neun Monaten den Umsatz stärker als erwartet um 7 Prozent auf 42,08 Milliarden Franken gesteigert. Roche sieht sich auf Kurs zu den Jahreszielen. Der Genussschein gibt frühe Gewinne wieder etwas ab und legt noch 0,5 Prozent zu.

Die Aktien von Rivale Novartis, dessen Quartalsbericht am Donnerstag erwartet wird, legt 1,5 Prozent zu. Novartis rechnet mit schnellen Erfolgen auf dem Gebiet neuartiger Arzneien. Die Anteile des Lebensmittelriesen Nestlé, der ebenfalls am Donnerstag über den Geschäftsgang im laufenden Jahr berichtet, sind um 0,3 Prozent tiefer bewertet und damit der einzige SMI-Titel im Minus.

Die Aktien der Banken legen deutlich zu. Credit Suisse gewinnen 1,2 Prozent an Wert und UBS stehen 1,0 Prozent höher. Julius Bär klettern um 1,3 Prozent nach oben. Die Versicherer zeigten sich ebenfalls fester, hinkten aber dem Markt hinterher.

Im Sog der Erholung der US-Technologiewerte greifen die Anleger auch nach den Papieren europäischer Branchenvertreter: Comet und VAT steigen um rund 5 Prozent. AMS gewinnen 4,3 Prozent und U-blox rücken um 2,9 Prozent vor.

+++

09:15

Der Swiss Market Index (SMI) legt kurz nach Börseneröffnung 0,9 Prozent auf 8876 Punkte zu. Damit festigt sich die Stabilisierung nach dem Kursrutsch der Vorwoche. Überzeugende Quartalszahlen grosser US-Konzerne zum Beginn der Saison der Quartalsberichte hatten der Wall Street am Vortag Auftrieb gegeben.

Am deutlichsten legt die Bank Julius Bär mit 2,1 Prozent zu. Auch die beiden Grossbanken Credit Suisse (+1,2 Prozent) sowie UBS (+1,1 Prozent) sind überdurchschnittlich stark im Plus.

Roche gewinnen im Rahmen des Gesamtmarktes (+ 0,9 Prozent). Nach neun Monaten ist das Unternehmen auf Kurs, seine Jahresziele zu erreichen. Der Basler Konzern trotzt dabei der zunehmenden Konkurrenz durch günstigere Nachahmer-Medikamente für seine wichtigen Krebsmedikamente. Novartis liegen gar mit 1,6 Prozent im Plus.

Weniger stark ist die Erholung beim dritten SMI-Schwergewicht Nestlé (+0,1 Prozent). Konkurrent Danone hat am Berichtstag vermeldet, dass der Umsatzanstieg im dritten Quartal etwas ausgebremst worden war.

Deutliche Kursgewinne gibt hingegen für Techwerte wie Logitech (+2,6 Prozent), AMS (+4,2 Prozent), Kudelski (+1,1 Prozent), U-Blox (+1,5 Prozent) oder Temenos (+2,8 Prozent). In der vergangenen Woche waren diese teils arg gebeutelt worden.

Und auch mit den Papieren von Vakuumtechnikern wie Comet (+4,9 Prozent) oder VAT (+5,6 Prozent) geht es aufwärts.

+++

08:55

Die Kursgewinne an der Wall Street ermuntern Anleger zum Einstieg in den asiatischen Aktienmarkt. Der japanische Nikkei-Index stieg am Mittwoch um ein Prozent auf 22.783 Punkte, und die Börse Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 2555 Zähler.

Die vorangegangenen Verluste seien lediglich Gewinnmitnahmen gewesen, sagte Volkswirt Soichiro Monji vom Vermögensverwalter Daiwa SB. Daher stünden die Chancen für eine Wiederaufnahme der Kursrally gut. "Die anstehenden Firmenbilanzen sollten das Bild einer robusten Konjunktur untermauern." Anfang des Monats war der Nikkei auf ein 27-Jahres-Hoch geklettert.

Zu den Favoriten der Anleger gehörten Technologiewerte, die angesichts der starken Zahlen der US-Onlinevideothek Netflix von der verbesserten Branchenstimmung profitierten. Tokyo Electron, Screen Holdings und Advantest gewannen bis zu 5,3 Prozent.

+++

08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,8 Prozent zu. Im gestrigen Handel legte der Leitindex bereits 1,6 Prozent auf 8795 Punkte zu.

Angeführt wird der Aufwärtsdrang an der Schweizer Börse von Roche (+1,9 Prozent). Der Pharmahersteller legte heute Umsatzzahlen zum dritten Quartal vor und bestätigte die Jahresziele.

Auch die restlichen Werte aus dem SMI sind positiv. Besonders auffällig dabei: Novartis legt 1,0 Prozent zu, die UBSCredit Suisse und Adecco legen je 0,6 Prozent zu.

+++

07:55

Die Ölpreise sind am Mittwoch leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Morgen 81,33 Dollar. Das waren acht Cent weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur November-Lieferung fiel um sieben Cent auf 71,85 Dollar.

Damit konnten die Ölpreise vorerst nicht an die Gewinne vom Vorabend anknüpfen. Am späten Dienstagabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) von einem Rückgang der Ölreserven in den USA ausgeht. Demnach seien die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 2,13 Millionen Barrel gesunken. Ein Rückgang der Lagerbestände kann ein Hinweis auf ein zu geringes Angebot sein und stützt in der Regel die Ölpreise.

Die API-Daten stehen im Kontrast zu den Erwartungen an die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung, die am Nachmittag auf dem Programm stehen. Hier wird am Markt ein Anstieg der Reserven um 2,5 Millionen Barrel erwartet.

+++

06:40

Der Euro wird kaum verändert mit 1,1562 Dollar gehandelt. Zum Yen notierte die US-Währung bei 112,38 Yen. Der Schweizer Franken wird mit 0,9910 Franken je Dollar und 1,1463 Franken je Euro gehandelt. 

+++

06:35

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte bis am Nachmittag bei Plus 1,2 Prozent bei 22'824 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,53 Prozent auf 1713 Zähler zu. Gestützt wurde die positive Stimmung durch die Gewinne an der Wall Street. Dort gab die beginnende Bilanzsaison den Händlern die Kauflust zurück. Nach dem Ausverkauf der vergangenen Woche stiegen die wichtigsten Indizes am Dienstag deutlich.

(cash/AWP/Reuters)