+++Börsen-Ticker+++ - Yellen-Rede und Aussicht auf Steuerreform beflügeln US-Börsen

Die mit Spannung erwartete Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen und die Hoffnung auf eine Steuerreform haben Börsianer in New York zum Wochenausklang freundlich gestimmt.
25.08.2017 22:25
Nach der Rede von Fed-Chefin Janet Yellen am Notenbankertreffen in Jackson Hole löste sich bei den Händlern an der Wall Street die Anspannung.
Nach der Rede von Fed-Chefin Janet Yellen am Notenbankertreffen in Jackson Hole löste sich bei den Händlern an der Wall Street die Anspannung.
Bild: Bloomberg

22:25

Zwar ging Yellen am Freitag beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole nicht auf die aktuelle Zinspolitik der Fed ein, sondern sprach sich dafür aus, die Bankenregulierung nicht zu stark zurückzufahren. Experten erklärten jedoch, Händler hätten sich vor der Rede stark zurückgehalten. Die Ankündigung der US-Regierung, ab kommender Woche eine grosse Steuerreform voranzutreiben, wurde ebenfalls positiv aufgenommen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 21’906 und einem Tief von 21’812 Zählern. Er geht mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 21’818 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich ebenfalls um 0,2 Prozent und steht zum Schluss bei 2443 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückt 0,1 Prozent auf 6265 Stellen vor. Auf Wochensicht ergibt sich für den Dow und den S&P ein Plus von 0,7 und für die Nasdaq von 0,8 Prozent.

Experten erklären, das Fehlen geldpolitischer Kommentare der Fed-Chefin werde als Bestätigung gesehen, dass es wohl nicht zu einer baldigen Zinserhöhung komme. EZB-Präsident Mario Draghi warnte in seiner Rede vor den negativen Folgen einer Abschottungspolitik im Welthandel. Ein Richtungswechsel hin zum Protektionismus würde ein erhebliches Risiko für die Produktivität und das Wachstum der Weltwirtschaft darstellen. Hinweise zum weiteren Kurs der Euro-Notenbank gab der Italiener in seiner Rede nicht.

Gut kam in New York ein Interview von Gary Cohn an, dem Nationalen Wirtschaftsberater von Donald Trump. Demnach wird der US-Präsident ab kommender Woche für seine lang erwartete Steuerreform werben. Von dem Umbau des amerikanischen Steuersystems versprechen sich viele Konzerne bessere Geschäftsbedingungen. Trump und der Kongress stehen unter Druck, weil der Republikaner trotz einer Mehrheit seiner Partei in beiden Kammern nicht die ebenfalls versprochene Gesundheitsreform umsetzen konnte.

Bei den Einzelwerten spielte der an die USA heranrückende Hurrikan "Harvey" eine Rolle. Titel von Öl-Konzernen und anderen Unternehmen aus der Energiebranche wie Chevron und Schlumberger legen zu, da sich Rohöl verteuerte. Chevron-Aktien steigen um knapp 1 Prozent, Schlumberger-Anteile um 1,5 Prozent.

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17:40

Die Schweizer Börse hat sich am Freitag bis zum Auftritt von US-Notenbankchefin Janet Yellen auf der Notenbanken-Konferenz in Jackson Hole kaum bewegt. Danach kamen die Kurse ins Rutschen. Yellen äusserte sich nicht wie erhofft über die US-Geldpolitik sondern vor allem zum Thema Regulierung von Banken und Finanzstabilität. Der SMI notiert zum Börsenschluss 0,4 Prozent tiefer bei 8906 Punkten. Zur Vorwoche hat der Leitindex um knapp 0,4 Prozent zugelegt.

Bei den Standardwerten sind die Verlierer in der Überzahl. "Es scheint doch einiges eher zufällig zu sein", kommentiert ein Händler die Kursentwicklung. An die Spitze setzen sich die Anteile von Lonza mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 237,80 Franken, nachdem sie vorübergehend bis auf ein Rekordhoch von 239,90 Franken gestiegen waren.

Die Aktien der Credit Suisse stehen mit einem Plus von 0,5 Prozent auch noch weit vorne. Die Titel von Rivalin UBS geben dagegen 0,2 Prozent nach.

Die schwergewichtigen Pharmawerte geben etwas Terrain preis. Die Roche-Titel verlieren 0,2 Prozent, während sich die Aktien von Novartis um 0,3 Prozent verschlechtern. Die Aktien des Lebensmittelriesen Nestlé schwächen sich um 1,0 Prozent ab und belasten damit den SMI markant.

Lebhafter war das Geschäft am breiten Markt mit Anteilen von kleineren und mittelgrossen Firmen, die Zwischenberichte veröffentlicht haben. Deckungskäufe treiben die Aktien von U-blox 9,5 Prozent hoch. Der GPS-Chip-Hersteller hat im ersten Halbjahr zwar weniger Gewinn erzielt, die Geschäftsprognosen für das laufende Jahr aber bekräftigt.

Die Anteile des Pharmazulieferers Bachem rücken 4,2 Prozent vor. Die Firma äusserte sich nach einem eher enttäuschenden ersten Halbjahrs positiv zu den Aussichten in der zweiten Jahreshälfte, sagt ein Händler.

Die Aktien von Oerlikon verlieren 3,3 Prozent. Mainfirst nahm die Empfehlung für den Anlagenbauer auf "Underperform" von "Outperform" zurück.

Gewinnmitnahmen drücken die Aktien von Sunrise nach dem Kurssprung vom Vortag im Sog eines guten Zwischenberichts 4,1 Prozent ins Minus. (lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Freitag.)

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16:25

Nach dem Ausbleiben von Aussagen zur Geldpolitik von Fed-Chefin Janet Yellen auf dem Notenbank-Gipfel in Jackson Hole ist der Dollar unter die Räder gekommen. Der Euro kletterte am Freitagnachmittag nach Veröffentlichung des Rede-Manuskripts um bis zu 0,6 Prozent auf 1,1867 Dollar. Zuvor hatte er bei 1,1790 Dollar gelegen.

"Durch das Auslassen geldpolitischer Kommentare fühlt sich der Markt in seiner Einschätzung bestätigt und rechnet erstmal nicht damit, dass es zu baldigen Zinsanhebungen kommt", erläutert Commerzbank-Expertin Antje Praefcke. Marktteilnehmer hatten auf Hinweise gehofft, wann die Fed mit dem Abbau der aufgeblähten Bilanz beginnt und ob sie dieses Jahr noch einmal die Zinsen anheben wird. Im Redetext Yellens ging es jedoch vorrangig um das Thema Regulierung von Banken und Finanzstabilität.

Die US-Aktienmärkte weiteten ihre Kursgewinne etwas aus.

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15:45

Unmittelbar vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Zentralbankchefin Janet Yellen sind die amerikanischen Börsen am Freitag mit Gewinnen in den Handel gestartet. Marktteilnehmer hoffen auf Hinweise, wann die Fed mit dem Abbau der aufgeblähten Bilanz beginnt und ob sie dieses Jahr noch einmal die Zinsen anheben wird. Gut kommt an der Wall Street ein Interview von Gary Cohn an, dem Top-Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump. Demnach wird Trump ab nächster Woche für eine Steuerreform werben. Cohn wies zudem Spekulationen zurück, er könnte sein Amt niederlegen.

Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten eröffnete 0,3 Prozent im Plus bei 21'842 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,3 Prozent auf 2447 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legt um 0,4 Prozent auf 6293 Stellen zu.

Bei den Einzelwerten wird zum Wochenschluss vor allem auf Energiefirmen geschaut, weil Hurrikan "Harvey" auf die Küste von Texas zusteuert, wo viele Öl-Konzerne beheimatet sind.

Twitter-Aktien geben 1,7 Prozent nach. Die Investmentbank Jeffries hat ihre Anlageempfehlung für den Kurznachrichtendienst gesenkt.

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13:30

Der SMI notierte nach einem leicht festeren Start gegen Mittag mit 8945 Punkten praktisch auf dem Vortagsniveau. Von Yellen, deren Rede um 16.00 Uhr MESZ auf dem Programm steht, erwarten die Marktteilnehmer Hinweise auf den geplanten Abbau der billionenschweren Fed-Wertpapierbestände. Nach Börsenschluss in Europa um 21.00 Uhr MESZ spricht dann EZB-Präsident Mario Draghi. Bei ihm dürften Investoren auf alle Äusserungen zum Euro-Kurs achten. "Draghi wird wohl versuchen, den Euro etwas zu schwächen", sagte ein Händler. Zum Ende der monatlichen Anleihenkäufe der EZB dürfte er dagegen wohl kaum etwas sagen.

Bei den Standardwerten hielten sich Gewinner und Verlierer die Waage. An die Spitze setzten sich die Aktien der Credit Suisse mit einem Plus von 0,9 Prozent. Die Titel von Rivale UBS legten 0,3 Prozent zu. Die Anteile von Lonza notierten um 0,6 Prozent höher bei 238 Franken, nachdem sie vorübergehend bis auf ein Rekordhoch von 239,90 Franken gestiegen waren. Die Aktien des Lebensmittelriesen Nestlé schwächte sich um 0,7 Prozent.

Lebhafter war das Geschäft am breiten Markt mit Anteilen von kleineren und mittelgrossen Firmen, die Zwischenberichte veröffentlichten. Die Anteile des Pharmazulieferers Bachem rückten 2,4 Prozent vor. Die Firma äusserte nach einem eher enttäuschenden ersten Halbjahrs positiv zu den Aussichten in der zweiten Jahreshälfte, sagte ein Händler.

Die Aktien von Oerlikon verloren zwei Prozent. MainFirst nahm die Empfehlung für den Anlagenbauer auf "Underperform" von "Outperform" zurück.

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13:00

Die Ölpreise haben im Lauf des Freitags zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete gegen Mittag 52,39 Dollar. Das waren 0,7 Prozent mehr als am Vortag. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern werden die Ölpreise durch einen tropischen Wirbelsturm gestützt, der sich auf Fördergebiete vor der Südküste der USA zubewegt.

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11:35

Die U-blox-Aktien gewinnen an der Schweizer Börse bei überdurchschnittlichen Volumen bis zu 9 Prozent. Da negative Überraschungen ausblieben und der Ausblick auf das Gesamtjahr bestätigt wurde, greifen Anleger nach der zuletzt schwachen Kursentwicklung wieder zu."Nach der Gewinnwarnung zum Jahresanfang gab es viele Zweifel, ob die Firma ihre Ziele aufrecht halten kann", sagte ein Händler. Zahlreiche Anleger hätten gegen die Aktie gewettet. "Nun aber hat U-blox die ambitiösen Ziele bestätigt." Das löste Deckungskäufe aus.

Zu Reden gibt der vom Management für das Gesamtjahr bestätigte Ausblick bzw. der dafür von U-blox budgetierte Dollar-Wechselkurs von 1,02 Franken. Zuletzt stand der Kurs Anfang Jahr auf diesem Niveau. Seitdem schwächte sich der Dollar markant ab. Entsprechend heisst es bei der ZKB, dass die Annahme für den Wechselkurs ambitiös sei. Für das Geschäft von U-blox ist die Dollarbewegung sehr relevant, fallen doch mehr als 80% der Verkäufe in der US-Währung an (siehe dazu auch den heutigen Artikel vom cash Insider).

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10:15

Der Leitindex SMI pendelt seit Handelsstart mit geringen Ausschlägen um den Vortagesschluss von 8946 Punkten. Das Hauptaugenmerk der Anleger liegt Händlern zufolge auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole und dürfte für Zurückhaltung sorgen. 

Kursbewegende Nachrichten von Unternehmen aus der ersten Reihe sind Mangelware. Schwächste Blue Chips sind im frühen Handel die Aktien des Zeitarbeitsvermittlers Adecco (-1 Prozent). Im wichtigen französischen Markt hat sich die Konsumentenstimmung im August eingetrübt. Mit grossem Abstand folgen auf der Verliererseite Aryzta (-0,5 Prozent), Schindler oder SGS (je -0,4 Prozent).

Einige Punkte kosten den SMI die Abgaben bei Nestlé von -0,4 Prozent. Die Pharmaschwergewichte Novartis (+0,1 Prozent) und Roche (+0,3 Prozent) können demgegenüber etwas zulegen. Die Roche-Tochter Chugai hat in Japan die Zulassung für das Medikament Actemra bei Riesenzellarteriitis erhalten.

Die SMI/SLI-Liste wird von CS (+1,5 Prozent) angeführt, während die zweite Grossbank UBS um 0,2 Prozent zulegt. Auch Lonza (+0,7 Prozent), Richemont (+0,4 Prozent) und Vifor (+0,3 Prozent) zählen zu den Gewinnern.

Im breiten Markt geht es für die am Vortag starke Sunrise (-1,2 Prozent) etwas nach unten. Georg Fischer (-0,5 Prozent) hat in Rumänien zu einem ungenannten Preis eine Firma für Leichtmetall-Druckguss übernommen und verstärkt damit die Sparte Automobil. Die Aktien von Implenia (+1,1 Prozent) erholen sich etwas von den massiven Abgaben vom Vortag. Nach den Semesterzahlen waren die Titel um fast 11 Prozent eingebrochen. 

Oerlikon fallen mit einem Minus von 2,2 Prozent auf. Nachrichten liegen hier nicht vor. Die Aktien des Industriekonzerns hatten Anfang August bei 14,95 Franken den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren erreicht.

Auch in Deutschland bewegen sich die Aktienkurse derzeit kaum: 

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09:15

Der Swiss Market Index (SMI) startet unverändert bei 8936 Punkten. Das Hauptaugenmerk der Anleger wird heute auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole liegen und führt laut Händlern zunächst für Zurückhaltung. Dabei erhoffen sich die Marktakteure von den Chefs der EZB und der US-Notenbank, also von Mario Draghi und Janet Yellen, zumindest Hinweise auf den weiteren Kurs der Geldpolitik in den USA und Europa.

Im SMI legen die Credit Suisse (+1,0 Prozent) und Lonza (+0,9 Prozent) am stärksten zu. 

Für Sunrise (-0,4 Prozent) hat Barclays im Nachgang der Zahlen das Kursziel auf 80 von 75 Franken angehoben. Die Bewertung Equal Weight wird bestätigt. Die starken Ergebnisse des zweiten Quartals hätten gezeigt, dass beim Service-Umsatz sowie beim Bruttogewinn der Wendepunkt erreicht sei. Auch der Analyst der Deutschen Bank hebt das Ziel auf 86 von 84 Franken leicht an (Hold).

Sunrise stellt Marktführer Swisscom in den Schatten

Georg Fischer (-0,7 Prozent) hat in Rumänien eine Firma für Leichtmetall-Druckguss übernommen und verstärkt damit die Sparte Automobil. Eucasting Ro erzielte zuletzt mit rund 500 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 50 Mio Franken.

Für Implenia (+1,1 Prozent), deren Aktien am Vortag nach den Semesterzahlen um fast 11 Prozent eingebrochen waren, hat Kepler Cheuvreux das Kursziel auf 77 von zuvor 82 Franken gesenkt. Die Buy-Einstufung wird aber beibehalten.

Zudem haben Bachem (+1,3 Prozent), Adval Tech (+0,3 Prozent) und Nebag (noch kein Kurs) Zahlen vorgelegt. Am Vorabend kamen bereits die Semesterausweise von U-blox (+3,2 Prozent) und Edisun Power (+1,9 Prozent).

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08:25

In der Hoffnung auf sprudelnde Firmengewinne haben sich Anleger am Freitag mit chinesischen Aktien eingedeckt. Der Leitindex der Börse Shanghai stieg um bis zu 1,7 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 3326,49 Punkten. "Vor einigen Monaten hatten sich die Leute Sorgen um eine Abkühlung der Konjunktur gemacht", sagte Anlagestratege Yang Hai vom Brokerhaus Kaiyuan. "Heute diskutieren sie über die Aussicht eines neuen Aufschwungs."

Der Tokioter Leitindex gewann 0,5 Prozent auf 19.452,61 Punkte. Die Umsätze blieben aber ebenso wie an den anderen asiatischen Handelsplätzen dünn, weil Anleger gespannt auf mögliche Signale zur Geldpolitik vom Notenbanker-Gipfel in Jackson Hole warteten. "Es ist recht schwer vorauszusagen, was bei den Reden der Fed-Chefin Janet Yellen und des EZB-Präsidenten Mario Draghi herauskommen wird", sagte Analyst Jung Sung-yoon vom Brokerhaus Hyundai Futures.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,1 Prozent zu. Gestern schloss der Leitindex um 0,2 Prozent tiefer bei 8943 Punkten.

Mit Spannung wird die Rede von Janet Yellen von heute Nachmittag (16 Uhr MESZ) erwartet. Anleger erhoffen sich von der US-Notenbankchefin Hinweise auf den geplanten Abbau der billionenschweren Fed-Wertpapierbestände. Bei dem Notenbanker-Gipfel tritt ausserdem EZB-Chef Mario Draghi auf, der allerdings erst nach Börsenschluss in Europa sprechen (21 Uhr MESZ) wird. Bei ihm werden Investoren auf alle Äusserungen zum Euro-Kurs achten.

Sämtliche SMI-Titel notieren vorbörslich im Plus, allerdings in einer sehr geringe Spanne zwischen Plus 0,05 bis Plus 0,15 Prozent.

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07:25

Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Morgen 52,42 Dollar. Das waren 38 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 33 Cent auf 47,76 Dollar.

Im weiteren Tagesverlauf werden die Anleger die Veröffentlichung neuer Daten zu den Ölbohrlöchern in den USA beachten. Zuletzt hatte es hier den stärksten Rückgang seit Januar gegeben.

Zudem wird im Blick behalten, welches Ausmass und welche Folgen der Hurrikan "Harvey" haben wird, der laut dem nationalen Hurrikan-Center der USA in der Nacht auf Samstag den US-Bundesstaat Texas erreichen wird. Zwar wird der Hurrikan bislang in die niedrigste Kategorie eingestuft. Es ist laut den Meteorologen aber auch eine negative Überraschung möglich. Mögliche Verwüstungen könnten auch die Ölproduktion beeinträchtigen.

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06:35

Japans Aktienmärkte haben dank des stabilen Yens am Freitag zugelegt. Der Handel war vor den mit Spannungen erwarteten Reden von Fed-Chefin Janet Yellen und EZB-Präsident Mario Draghi bei dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole jedoch mau. Investoren schreckten vor grossen Engagements zurück, sagten Händler. Sie warteten auf Hinweise von Draghi zum Ausstieg der EZB aus den Anleihenkäufen. Insidern zufolge ist damit aber nicht zu rechnen.

Der Nikkei-Index stieg 0,5 Prozent auf 19.440 Punkte. Auf Wochensicht hat der Nikkei bislang jedoch 0,3 Prozent verloren und liegt somit die sechste Woche in Folge in Minus. Das ist die längste Verluststrecke auf Wochensicht seit Januar 2014.

Am Devisenmarkt stabilisierte sich der Dollar. Die US-Währung wurde mit 109,64 Yen gehandelt. Das half Exportwerten wie Toyota oder Honda. Der Euro war für 1,1793 Dollar zu haben.

(cash/AWP/Reuters)