+++Börsen-Ticker+++ - Zins-Hoffnungen geben Schweizer Börse Auftrieb

US-Konjunkturdaten haben die Schweizer Börse am Freitag angeschoben. Der Swiss Market index schliesst im Plus.
04.10.2019 18:09
Der Eingang zur Schweizer Börse SIX in Zürich.
Der Eingang zur Schweizer Börse SIX in Zürich.
Bild: ZVG

18:05

Der SMI kletterte am Freitag um 0,7 Prozent auf 9827 Punkte. Im Vergleich zum Vorwochenschluss resultierte damit dennoch ein Minus von über zwei Prozent. Auslöser der Schwäche war die wachsende Angst der Anlegern vor einem kräftigen Konjunkturabschwung. Auch die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten fielen enttäuschend aus. Dies bestärkte die Anleger in der Einschätzung, dass die US-Notenbank Ende Oktober abermals die Zinsen senken dürfte. Tiefe Zinsen verleiten die Anleger oftmals zu Aktienkäufen.

An der Schweizer Börse waren Bauwerte besonders gefragt. Der Sanitärtechniker Geberit gewann 1,4 Prozent, Sika gar 2,6 Prozent. Die am Vortag angehobenen Finanzziele lockten die Investoren erneut in die Titel der Bauchemiefirma. Die höchsten Abgaben verzeichnete dagegen der Elektrotechnikkonzern ABB (-0.6 Prozent).

Bei den Nebenwerten kletterten Aryzta um 7,2 Prozent. Der Backwarenhersteller hat nach langen Bemühungen einen Käufer für ihre Beteiligung an der französischen Tiefkühlkostfirma Picard gefunden. Der 43-Prozent-Anteil gehe für 156 Millionen Euro an die Invest Group Zouari. Aryzta kann Analysten zufolge damit Schulden abbauen.

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16:15

Alle drei Indizes legten jeweils ein halbes Prozent zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand dabei bei 26'364 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 bei 2924 Punkten und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 7924 Punkten.

Am US-Arbeitsmarkt waren im September 136'000 neue Jobs entstanden. Die Jobdaten seien laut Ökonomen nicht stark genug, um die Spekulationen auf zusätzliche Lockerungen der Fed zu zerstreuen, die in den vergangenen Tagen zugenommen hätten. Die Federal Reserve entscheidet Ende Oktober das nächste Mal über den Leitzins. Am Markt wird überwiegend mit einer Zinssenkung um einen Viertelprozentpunkt gerechnet.

Technologiewerte zählten zu den größten Gewinnern. Die Aktien von Apple kletterten um 1,8 Prozent. Einem Bericht zufolge hat der Konzern seine Zulieferer aufgefordert, die Produktion für das iPhone 11 wegen einer höheren Nachfrage um zehn Prozent zu steigern. Insidern zufolge war besonders das Einsteigermodell gefragt, während das Spitzenmodell nicht so gut ankomme.

Beim Computerhersteller HP ging es angesichts hoher Restrukturierungskosten mehr als neun Prozent abwärts. Die Papiere fielen auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Der Konzern verschärft seinen Sparkurs und will etwa 7000 bis 9000 Arbeitsplätze abbauen. HP schätzt, dass der Umbau zu jährlichen Einsparungen von etwa einer Milliarde Dollar bis zum Ende des Geschäftsjahres 2022 führen wird.

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15:00

Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones etwa eine halbe Stunde vor Handelsbeginn und kurz nach Bekanntgabe der jüngsten US-Arbeitsmarktdaten bei 26 235 Punkten und damit gegenüber dem Vortagesschluss 0,13 Prozent im Plus. Auf Wochensicht zeichnet sich damit bislang trotzdem zum dritten Mal in Folge ein Verlust ab.

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13:20

Der Franken hat seit dem Morgen sukzessiv Boden gut gemacht. Entsprechend kostet ein Euro mittlerweile 1,0914 Franken, nachdem das Paar am Morgen noch einen halben Rappen höher stand. Auch der US-Dollar hat sich abgeschwächt auf 0,9940 Franken. Hier steht ebenfalls ein Rückgang von etwa einem halben Rappen zu Buche.

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12:10

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 12:00 Uhr 0,1 Prozent höher bei 9'768 Punkten. Der breite Swiss Performance Index (SPI) legt um 0,2 Prozent auf 11'900 Punkte zu.

AMS legen 2,1 Prozent zu. Händler verweisen einerseits auf die Vorgaben aus den USA, wo Technologiewerte am Donnerstag deutlich hinzugewonnen hatten. Andererseits wird ein weiterer Bericht über eine erhöhte Produktion des neuen iPhone 11 bei Apple erwähnt. So hat die japanische Zeitung "Nikkei Asian Review" über die Produktionsausweitung beim US-Konzern berichtet.

Für einen guten Teil der Gewinne des Gesamtmarktes sind indes Roche (+1,1 Prozent) verantwortlich. Der Genussschein, der in den beiden Vorwochen gut gelaufen war, macht sich daran, die deutlichen Verluste vom Dienstag und Mittwoch wieder aufzuholen. Im Vergleich zum vergangenen Freitag resultiert zwar noch immer ein Minus, allerdings hat sich dieses nun schon deutlich verkleinert. Noch immer dürfte der Kurs von Roche dabei von der insgesamt guten Vorstellung am Krebs-Kongress Esmo in Barcelona gestützt sein, der diese Woche zu Ende gegangen ist.

Auf der Gegenseite können sich ABB (-1,1 Prozent) und LafargeHolcim (-1,2 Prozent) nicht vom seit Dienstag anhaltenden Negativtrend lösen. Für ABB hat das Institut ODDO BHF SCA das Kursziel gesenkt und die Einstufung "Reduce" bestätigt. An den Vortagen hatte sich bereits JPMorgan und die Société Générale wenig zuversichtlich für die Aktie geäussert.

Im breiten Markt fallen Aryzta mit einem satten Plus von über 11 Prozent auf. Nach langer Suche wurde nun ein Käufer für die Beteiligung am französischen Tiefkühlprodukte-Hersteller Picard gefunden. Kurstreiber dürfte die Erleichterung darüber sein, dass sich die Cash-Situation des Backwarenkonzerns damit klar verbessert.

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11:00

Aktionäre des Londoner Börsenbetreibers LSE haben Insidern zufolge den Hongkonger Betreiber HKEX gebeten, sein Übernahmeangebot aufzubessern. Es müsse einen höheren Baranteil beinhalten und um bis zu ein Fünftel aufgestockt werden, damit sie ihre Papiere anbieten könnten, sagten drei Anteilseigner und ein mit dem Vorgang vertrauter Banker. An der Börse kam das gut an: Die LSE-Aktien legten am Freitag bis zu 2,8 Prozent zu.

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09:08

Der Swiss Market Index (SMI) legt unmittelbar nach Börseneröffnung 0,3 Prozent auf 9785 Punkte zu. Auf Wochensicht zeichnet sich für den Leitindex aktuell dennoch ein Minus von 2,5 Prozent ab.

Die grössten Kursgewinne aus dem SMI sind bei Nestlé, Novartis, Alcon, Geberit und Richemont (alle je plus 0,4 Prozent) zu sehen.

Bei AMS (+3,2 Prozent) wiederum verweisen Händler auf die guten Vorgaben aus den USA, wo Technologiewerte am Donnerstag verstärkt nachgefragt worden waren.

Im breiten Markt stechen Aryzta mit plus 14,9 Prozent hervor. Der Backwarenkonzern hat am Morgen mitgeteilt, für einen Grossteil seiner Beteiligung an dem französischen Tiefkühlprodukte-Hersteller Picard einen Käufer gefunden zu haben.

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08:30

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent fester bei 21.410 Punkten. Auf Wochensicht bleibt ein Minus von mehr als zwei Prozent. Eine Reihe von schwachen Konjunkturdaten aus den USA hatte die Anleger zuletzt verunsichert und Sorgen geschürt, der Handelskonflikt zwischen den USA und China könnte die weltweit führende Volkswirtschaft stärker in Mitleidenschaft ziehen als bislang angenommen.

Kommende Woche steht die nächste Verhandlungsrunde zwischen den beiden Konfliktparteien an. Auch ausserhalb Japans legten die Kurse zu. Der entsprechende MSCI-Index gewann 0,4 Prozent. In Hongkong gaben die Kurse dagegen 0,7 Prozent nach. Nach den monatelangen gewaltsamen Protesten soll in der Stadt Medienberichten zufolge ab Mitternacht ein Vermummungsverbot gelten.

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08:06

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,5 Prozent zu. 

Sämtliche SMI-Werte sind im Plus. Am deutlichsten legen SGS (+0,8 Prozent) und ABB (+0,7 Prozent) zu.

Am breiten Markt fallen Aryzta mit plus 6 Prozent auf. Der kriselnde Backwarenhersteller gab heute bekannt, einen Käufer für seine Beteiligung an der französischen Tiefkühlkostfirma Picard gefunden zu haben.

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07:45

Die Ölpreise haben sich am Freitag etwas von ihren deutlichen Verlusten in der laufenden Woche erholt. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 58,01 US-Dollar. Das waren 30 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 32 Cent auf 52,77 Dollar.

In dieser Woche haben die Rohölpreise deutlich nachgegeben. Ausschlaggebend waren schwache Konjunkturdaten aus aller Welt. An den Märkten rief besondere Besorgnis hervor, dass die Schwäche der Industrie auf den bisher stabilen Dienstleistungssektor übergreift. Dies zeigten Unternehmensumfragen der Institute ISM und Markit.

Die zunehmende Konjunkturschwäche trifft auf zahlreiche politische Risiken, was die Aussichten für die Ölnachfrage zusätzlich dämpft. Zu nennen sind in erster Linie die zahlreichen Handelskonflikte, die Unsicherheit rund um den Brexit, das absehbare Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump und die anhaltenden Unruhen in Hongkong.

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06:30

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 21.307 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1564 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um 0,6 Prozent. Die Börsen in China bleiben bis zum 7. Oktober geschlossen.

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06:25

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 106,80 Yen. Zur Schweizer Währung notierte er dagegen nahezu unverändert bei 0,9988 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,0985 Dollar und bei 1,0967 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2354 Dollar.

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06:20

An der Wall Street hat der Dow Jones am Vorabend zugelegt. Der US-Leitindex gewann 0,5 Prozent auf 26.201,04 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,1 Prozent auf 7.872,27 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,8 Prozent auf 2.910,64 Punkte zu. 

(AWP/cash/Reuters)

 

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