Börsen unter Druck - Hinweise auf engere Kontakte zwischen Trump-Team und Russen

Zwischen Wahlkampfberatern von US-Präsident Donald Trump und Personen mit Verbindungen zur russischen Führung hat Insidern zufolge ein engerer Austausch bestanden als bislang bekannt.
18.05.2017 15:10
Das Weisse Haus in Washington: Wie ungemütlich hat's Donald Trump hier drin?
Das Weisse Haus in Washington: Wie ungemütlich hat's Donald Trump hier drin?
Bild: Matt H. Wade/Wikimedia/CC BY-SA 3.0

Zwischen April und November 2016 habe es in mindestens 18 Fällen entsprechende Telefonate oder E-Mails gegeben, sagten ehemalige und gegenwärtige US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kommunikationsvorgänge seien bislang nicht öffentlich gemacht worden. Sie seien Teil der Unterlagen, die derzeit von der Bundespolizei FBI und Ermittlern des Kongresses geprüft würden. Diese untersuchen Vorwürfe, wonach Russland sich in den Präsidentschaftswahlkampf zugunsten Trumps eingemischt hat und es Kontakte zwischen Russen und Trumps Beratern gegeben haben soll.

Die Regierungsvertreter, die Reuters die Informationen gaben, sagten, sie hätten in den bislang überprüften Kommunikationsvorgängen keine Hinweise für ein falsches Verhalten erkannt. Dennoch könnte sich mit dem Bekanntwerden der 18 Kontaktaufnahmen der Druck auf Trump und seine Berater weiter erhöhen, dem FBI und dem Kongress einen vollständigen Einblick in ihre Beziehungen zu Russen und anderen Vertretern mit Verbindungen zum Kreml zu gewähren.

Das US-Präsidialamt lehnte eine Stellungnahme ab, ebenso wie ein Vertreter des russischen Aussenministeriums in Moskau.

US-Präsident Donald Trump kommentiert die jüngsten Enthüllungen allerdings auf Twitter, das sei die «grösste Hexenjagd in der amerikanischen Gesichchte»:

Börsen geben nach

Der Bericht über bislang unbekannt Kontakte des Wahlkampfteams von Donald Trump mit Russland schürt die Skepsis der Anleger über die Zukunft des US-Präsidenten: Der deutsche Dax weitet seine Verluste aus und fällt um 0,8 Prozent auf 12'531 Punkte. Und der SMI steht um 12 Uhr ein Prozent im Minus bei 8910 Punkten.

(Reuters/cash)

Kann sich Donald Trump auf dem Präsidentenstuhl halten?

Die Finanzmärkte sind wegen Donald Trump wieder mal in Aufregung. Die FBI-Affäre und ein angeblicher Geheimnisverrat setzen dem US-Präsidenten zu. Wird Donald Trump seine vierjährige Amtszeit als US-Präsident planmässig zu Ende führen?

Ja, er wird 2020 noch US-Präsident sein
37% (2751 Stimmen)
Nein, er wird vorher zurücktreten oder zurücktreten müssen
63% (4607 Stimmen)
Gesamtstimmen: 7358