Börsengang - Zur Rose-CEO will primär über Zukäufe expandieren

In der kommenden Woche plant die Versandapotheke Zur Rose den Gang an die Schweizer Börse. Die stabilen Rahmenbedingungen und eine geringe Volatilität am Aktienmarkt seien gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches IPO.
30.06.2017 12:30
Zur-Rose-CEO Walter Oberhänsli.
Zur-Rose-CEO Walter Oberhänsli.
Bild: Keystone

Das sagt CEO Walter Oberhänsli im Interview mit AWP zum beschleunigten IPO des Unternehmens. Insbesondere über Zukäufe soll in weitere Länder expandiert werden. In den nächsten beiden Jahren steht das Wachstum im Vordergrund - und nicht das Ergebnis.

Mit dem Erlös aus dem Börsengang soll auch die Expansion in Deutschland vorangetrieben werden. Dafür werde DocMorris die im Herbst 2016 lancierte Medienkampagne fortgesetzt, um neue Kunden zu gewinnen, so Oberhänsli. "Nebst der Wachstumsbeschleunigung verfolgen wir auch das Ziel, an der erwarteten Marktkonsolidierung in Deutschland aktiv teilzunehmen", sagt Oberhänsli.

Hierzulande plane Zur Rose, ihre Versandplattform um weitere stationäre Formate zu erweitern. In diesem Zusammenhang wird am 6. Juli 2017 die erste Shop-in-Shop-Apotheke in der Migros-Filiale in Bern. Dies sei ein Pilotprojekt, das zunächst getestet und geprüft werden müsse.

Als stabilen Ertragspfeiler von Zur Rose bezeichnet Oberhänsli das Ärztegeschäft. Dem Versand rezeptpflichtiger Arzneimittel attestiert er ein attraktiveres finanzielles Profil als dem Versand rezeptfreier Medikamente. Fortschreitendes Wachstum beabsichtige er in allen Bereichen.

(AWP)