+++ Börsenticker+++ - US-Börsen beginnen die Woche freundlich

Die US-Börsen haben sich zum Wochenauftakt freundlich gezeigt. Vor den anstehenden Firmenbilanzen hielten sich jedoch viele Händler zurück. Für eine gewisse Ernüchterung sorgten die Geschäftszahlen der US-Bank Citigroup.
15.07.2019 22:40
Spannung an der Wall Street vor den Quartalszahlen der grossen US-Unternehmen.
Spannung an der Wall Street vor den Quartalszahlen der grossen US-Unternehmen.
Bild: Bloomberg

22:40

Der Dow-Jones-Index steigt um 0,1 Prozent auf 27'359 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 blieb faktisch unverändert bei 3014 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt 0,2 Prozent auf 8258 Zähler.

Der Markt wurde zuletzt von der Hoffnung beflügelt, dass die Firmen mit ihren Geschäftsergebnissen positiv doch überraschen könnten, nachdem sie zuletzt die Erwartungen herabgeschraubt hatten, sagt Scott Brown, Chefökonom bei dem Finanzdienstleister Raymond James. "Die Frage ist dabei, ob es den US-Firmen besser als den europäischen und deutschen Unternehmen gelingt, mit schwachem Wirtschaftswachstum und Strafzöllen umzugehen", sagt Jochen Stanzl, Chefanalyst beim Brokerhaus CMC Markets.

Bei der Citigroup lief es insbesondere im Privatkundengeschäft gut, das Geldhaus verdiente mehr als erwartet. Doch die Zinsmarge geriet weiter unter Druck. Die Papiere gingen auf Zickzackkurs und gaben zeitweise 2,3 Prozent nach. Sie schliessen kaum verändert. Die Aktien von Rivalen wie Goldman Sachs oder Bank of America gehören zu den Verlieren. Investoren fürchten, dass auch bei den anderen Banken das Zinsgeschäft schlechter lief, sagt Marty Mosby, Stratege beim Brokerhaus Vining Sparks.

Die anhaltenden Probleme mit dem Mittelstreckenjet 737 MAX machen Boeing zu schaffen, die Aktien geben etwa 1 Prozent nach. Einem Bericht zufolge könnten das Flugverbot für die Maschinen erst Anfang 2020 aufgehoben werden.

Grössere Verluste müssen die Aktien von Symantec einstecken, die fast 11 Prozent nachgeben. Der Sender CNBC berichtete unter Berufung auf Insider, der Cyber-Sicherheitsexperte und der Chiphersteller Broadcom hätten Gespräche über eine Übernahme abgebrochen.

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17:40

Die Schweizer Börse ist mit Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Händler erklären, die positiven Daten zur Industrieproduktion und zum Detailhandel in China dämpften Sorgen vor einem Einbruch der weltweit zweitgrössten Volkswirtschaft als Folge des Handelsstreits mit den USA. Der SMI gewinnt 0,5 Prozent auf 9809 Punkte.

Die Aktien des von der chinesischen Konjunktur abhängigen Elektrotechnikkonzerns ABB klettern 0,7 Prozent. Gesundheitswerte setzen zu einer Gegenbewegung an, nachdem sie gegen Ende der Vorwoche unter die Räder gekommen waren. Novartis klettern 0,7 Prozent, der Pharmazulieferer Lonza gar 1,3 Prozent.

Die Grossbanken entwickeln sich uneinheitlich. Händler verweisen auf die Geschäftszahlen der US-Bank Citigroup, die auch als Indikator für den Geschäftsgang der Schweizer Häuser gelesen wurden. Die Nummer drei in den USA verdiente zwar mehr als erwartet. Doch die Zinsmarge geriet weiter unter Druck. Credit Suisse rücken 0,2 Prozent vor, UBS sinken 0,6 Prozent.

Durchwegs positiv aufgenommen wurden die Angaben zum Geschäftsgang von zwei der drei grossen Liechtensteiner Banken. LLB klettern 1,6 Prozent, VP Bank gar 3,3 Prozent.

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16:10

Nur wenig bewegt und ohne klare Richtung bewegen sich die US-Aktienmärkte zu Beginn der neuen Woche. Zwar setzten sämtliche Leitindizes ihren Rekordkurs zunächst fort und erreichten in den ersten Handelsminuten Höchststände, bröckelten aber rasch etwas ab. Mit den Geschäftszahlen der US-Grossbank Citigroup startete zudem der Aufgalopp zur aktuellen Quartalsberichtsaison der US-Unternehmen.

Der Dow Jones Industrial notiert im frühen Geschäft um 0,1 Prozent tiefer bei 27'307 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 verliert minim auf 3013 Zähler. Der technologielastige Nasdaq steht bei  8243 Zähler praktisch unverändert.

Die Anleger zeigen sich ernüchtert über die Geschäftszahlen der US-Bank Citigroup. Die Nummer drei in den USA verdiente zwar mehr als erwartet. Doch die Zinsmarge geriet weiter unter Druck. Die Papiere geben 2,3 Prozent nach.

Die anhaltenden Probleme mit dem Mittelstreckenjet 737 MAX machen Boeing zu schaffen, die Aktien geaben 1,2 Prozent nach. Einem Bericht zufolge könnten das Flugverbot für die Maschinen erst Anfang 2020 aufgehoben werden.

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13:05

Der Scheizer Franken zieht sowohl zum Euro als auch zum Dollar etwas an. Wie es in einem aktuellen Kommentar der Valiant Bank heisst, dürfte der Euro kurzfristig in einer Spanne zwischen 1,1070 und 1,1105 Franken zur Schwäche neigen. Zurzeit kostet ein Euro 1,1076 Franken. Der Dollar kostet mit 0,9823 Franken ebenfalls etwas weniger als noch vor dem Wochenende.

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12:00

Der Schweizer Aktienmarkt ist zum Wochenstart auf Richtungssuche. Nach einem freundlichen Start baute der Leitindex SMI seine Gewinne kurz aus, bevor er knapp ins Minus drehte. Aktuell bewegt er sich nahe seinem Schlusskurs vom Freitag. Laut Händlern halten sich Investoren mit dem Beginn der Berichtssaison erst einmal zurück.

Der SMI ist um 11.10 Uhr mit 9764 Punkten nahezu unverändert. Der 30 Aktien umfassende SLI bewegt sich bei 1507 Zählern ebenfalls kaum und der breite SPI zieht leicht um 0,1 Prozent auf 11'845 Punkte an.

Die Gewinnerliste der Bluechips wird mittlerweile von Zyklikern wie TemenosLogitech und SGS mit Kursgewinnen zwischen 1,4 und 0,6 Prozent angeführt. Aber auch bei Vertretern aus dem Gesundheitsbereich wie Vifor Pharma (+1,2%), Lonza (+0,9%) und Sonova (+0,5%) greifen Investoren wieder verstärkt zu.

Adecco (-1,2%) knüpfen nach einem weiteren negativen Analystenkommentar ebenfalls an die schwache Vorwoche an, in der sie bereits um mehr als 6 Prozent zurückgefallen waren. Dieses Mal sind es die Experten von Jefferies, die für erhöhten Abgabedruck sorgen.

Im breiten Markt fallen die VP Bank (+2,2%) und die LLB (+1,6%) mit Kursgewinnen auf, nachdem beide ein starkes erstes Halbjahr in Aussicht gestellt haben. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:10

Der Schweizer Aktienmarkt startet gut in die neue Handelswoche. Der SMI steht gegen 09.10 Uhr um 0,35 Prozent höher bei 9797 Punkten. Von den 20 SMI-Werten gewinnen alle bis auf Adecco und UBS hinzu. Die Vorwoche hatte der Leitindex mit einem Verlust von 2,2 Prozent beendet.

Beim Personaldienstleister Adecco (-0,7 Prozent ) reissen die negativen Analystenkommentare nicht ab. Nachdem in der Vorwoche Goldman Sachs mit einer Abstufung und Kurszielsenkung die Titel auf Talfahrt geschickt hatte, sind es zu Wochenbeginn die Experten von Jefferies, die für erhöhten Abgabedruck sorgen. Wegen des verschlechterten Marktumfelds haben die Experten ihre Gewinnschätzungen gesenkt und zweifeln an, ob Adecco das Margenziel erreichen werde.

Daneben fallen noch die Papiere der UBS (-0,62 Prozent) mit vorbörslichen Verlusten auf. Konkurrent CS (+0,33 Prozent) hält sich dagegen etwas besser als der Markt. Beide Werte haben sich in der Vorwoche gegen den schwachen Gesamtmarkt stemmen können.

Ab besten startet SGS (+1,1 Prozent) unter den Blue Chips, gefolgt von Sika (+1,0 prozent). Auch die Luxusgüterhersteller Richemont (+ 0,46 Prozent) und Swatch (+ 0,99 Prozent) notieren positiv. 

Das Abwärtspotenzial sei derzeit gross, heisst es in einem aktuellen Kommentar. Es sei eher unwahrscheinlich, dass Gewinnwarnungen wie etwa vom Chemiekonzern BASF vergangene Woche Einzelfälle seien. Vielmehr dürfte die Berichtssaison noch einige Überraschungen parat haben.

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08:40

Moderate Gewinne dank Konjunkturdaten aus China. Positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus China haben am Montag die Börsen des Landes gestützt. So legte der CSI 300, der die 300 grössten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, zuletzt um 0,19 Prozent zu. In China war das Wirtschaftswachstum zwar unter dem Druck des Handelskrieges mit den USA gefallen, allerdings hatten Experten damit gerechnet.

In Hongkong notierte der Hang Seng kurz vor Handelsschluss ebenfalls moderat im Plus. In Japan wurde wegen eines Feiertages nicht gehandelt.

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08:25

Nach Gewinnen in der Vorwoche sind die Ölpreise am Montag ein wenig zurückgefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent sank um 20 Cent auf 66,52 Dollar. 

Konjunkturdaten aus China zeigten am Montagmorgen eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt. Der Handelskrieg mit den USA wirkt sich belastend aus, was die Rohölnachfrage tendenziell dämpft.

Im Verlauf der Vorwoche hatten die Ölpreise kräftig zugelegt. Preistreiber waren ein unerwartet starker Rückgang der Ölreserven in den USA und die Sorge vor einem militärischen Konflikt in der ölreichen Region am Persischen Golf.

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08:10

Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich ein ruhiger Start in den Handelstag ab. Der SMI steht vorbörslich bei 9'768 Punten (+ 0,06 Prozent). Sämtliche SMI-Titel stehen dabei im Plus, ausser Adecco (-0,88 Prozent) und UBS (-0,33 Prozent).  

Am breiten Markt sieht es ähnlich aus. Sämtliche Titel des SMIM stehen leicht im Plus. 

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06:35

Der Euro steht bei 1,1097 Franken, der Dollar ist derzeit 0,9843 Franken wert.

Der Bitcoin fällt weiter und steht bei 10'179 Dollar. Über das Wochenende verlor er damit rund 15 Prozent an Wert. Er sei unklar, ob Anleger diesen Rücksetzer zum Wiedereinstieg nutzen werden oder mit einer Fortsetzung der Talfahrt gerechnet werden müsse, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

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06:30

Asiens Aktienmärkte haben am Montag leicht nachgegeben. Im Fokus standen die Daten zum Wachstum in China. Im zweiten Quartal legte die Wirtschaft mit 6,2 Prozent langsamer zu als noch zu Jahresbeginn. Der Shanghaier Index lag 0,2 Prozent im Minus. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel 0,1 Prozent. In Japan wurde wegen eines Feiertages nicht gehandelt.

Der Euro notierte im fernöstlichen Devisenhandel kaum verändert bei 1,1268 Dollar. Zur japanischen Währung lag der Dollar bei 108,05 Yen.

(AWP/Reuters/cash)