+++ Börsenticker+++ - Wall Street kommt kaum vom Fleck

Die US-Börsen haben sich am Montag kaum bewegt. Der nahende Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 grössten Industriestaaten und Schwellenländer (G20) machte die Investoren nervös.
24.06.2019 22:40
Wenig Bewegung an der Wall Street zum Wochenbeginn.
Wenig Bewegung an der Wall Street zum Wochenbeginn.
Bild: cash

22:40

US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping wollen Ende der Woche über den Handelskonflikt ihrer beiden Länder beraten. "Das G20-Treffen entwickelt sich zu einem Pokerspiel mit hohem Einsatz", sagt Stephen Innes, Manager beim Vermögensverwalter Vanguard. "Wenn Trump und Xi scheitern und eine Eskalation von Strafzöllen auslösen, steigt die Gefahr einer weltweiten Rezession exponentiell."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst kaum verändert auf 26'727 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 0,2 Prozent auf 2945 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 0,3 Prozent auf 8005 Punkte.

Zu den Favoriten an der Wall Street zählte Caesars Entertainmen mit einem Kursplus von über 14 Prozent. Der Rivale Eldorado will den Betreiber des Casinos "Caesar's Palace" für 12,75 Dollar je Aktie übernehmen. Eldorado-Papiere verlieren dagegen fast 11 Prozent.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Anteilsscheine von Bristol-Myers Squibb. Der US-Pharmakonzern arbeitet an der Freigabe der 74 Milliarden Dollar schweren Celgene-Übernahme. Um grünes Licht für den Deal zu erhalten, will Bristol-Myers das Schuppenflechtemittel Otezla des Biotechunternehmens verkaufen. Mit der Arznei setzte Celgene im vergangenen Jahr gut 1,6 Milliarden Dollar um. Bristol-Myers-Papiere lassen mehr als 7 Prozent Federn, Celgene-Scheine fallen über 5 Prozent.

Der Kurs von Bitcoin steigt um bis zu 14,4 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahre-Hoch von 11'367 Dollar. "Investoren fiebern weiterhin 'Libra' entgegen und bleiben in Bezug auf eine erfolgreiche Lancierung der hauseigenen Kryptowährung Facebooks optimistisch, obwohl sich die Stimmen gegen die Pläne verschärft haben", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Führende Notenbanker fordern eine stärkere Regulierung von Bitcoin und Co.

Anleger griffen auch zu Aktien von Firmen mit Bezug zu Bitcoin oder der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie. An der Wall Street verteuern sich die Papiere von Riot und Marathon um bis zu etwa 14 Prozent.

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17:40

Die Schweizer Börse ist mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Der Leitindex SMI gibt am Montag 0,2 Prozent auf 9899 Punkte nach. Gedämpft wurde die Stimmung der Anleger von den Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie Konjunktursorgen. Nach wiederholt enttäuschten Hoffnungen auf eine Lösung des US-chinesischen Zollstreits sind viele Investoren skeptisch, ob das geplante Treffen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping beim G20-Gipfel Ende der Woche einen Durchbruch bringt.

Ein Sektortrend ist nicht erkennbar. Ein stärkeres Abrutschen des SMI wird vor allem von Indexschwergewicht Novartis verhindert: Die Aktien des Basler Pharmariesen legen 0,1 Prozent zu. Ebenfalls zulegen können nach anfänglichen Verlusten die Aktien der beiden Uhrenkonzerne Swatch und Richemont.

SGS-Anteile geben leicht nach. Der Prüfkonzern verkauft im Rahmen der angekündigten Portfolio-Straffung die US-Tochtergesellschaft Petroleum Services Corporation (PSC) für 335 Millionen Dollar an Aurora Capital Partners.

Zu den grössten Verlierern gehören konjunktursensitive und Finanzwerte. Der Personaldienstleister Adecco, der Zementhersteller LafargeHolcim, der Rückversicherer Swiss Re sowie die Grossbanken Credit Suisse und UBS verlieren zwischen 0,7 und 1,1 Prozent an Wert.

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15:55

In der Hoffnung auf eine Entspannung im Zollstreit mit China tasten sich die Anleger zum Wochenauftakt in den US-Aktienmarkt zurück. Der Dow-Jones-Index steigt nach Handelsbeginn um 0,3 Prozent auf 26'788 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legt um 0,1 Prozent auf 2953 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt ebenfalls 0,1 Prozent auf 8042 Zähler.

Optimismus nähre das geplante Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping Ende der Woche, sagt Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. "Wenn sie sich in einem Raum gegenübersitzen, gibt es die Chance auf Verbesserungen der Beziehungen." Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran dämpften die Kauflaune der Investoren allerdings, sagen Börsianer.

Zu den Favoriten an der Wall Street zählt Caesars Entertainment mit einem Kursplus von etwa 15 Prozent. Der Rivale Eldorado will den Betreiber des Casinos "Caesar's Palace" für 12,75 Dollar je Aktie übernehmen. Eldorado-Papiere verlieren 7,2 Prozent.

Gefragt sind auch die Titel von Amag, die sich um 3,7 Prozent verteuern. Die US-Gesundheitsbehörde gab grünes Licht für den Verkauf des als "Viagra für Frauen" bezeichneten Medikaments Vyleesi zur Steigerung der weiblichen Libido. Die Aktien des Amag-Entwicklungspartners Palatin gewinnen 15,7 Prozent.

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11:50

Am Schweizer Aktienmarkt überwiegt zum Wochenstart die Vorsicht. Nachdem der Leitindex SMI zunächst noch fester in den Handel gestartet war, gab er im weiteren Handelsverlauf wieder ab und pendelt seither in einer engen Spanne um seinen Schlusskurs von Freitag.

Der SMI weist gegen 11 Uhr ein Plus von 0,3 Prozent auf 9953 Punkte auf. Von seinem Rekordhoch bei 10'062 Punkten in der vergangenen Woche ist er damit noch einige Punkte entfernt. Der 30 Aktien umfassende SLI steigt um 0,3 Prozent auf 1521 Punkte und der breite SPI um 0,4 Prozent auf 12'032 Zähler.

Die Gewinnerliste wird von den Aktien der Partners Group (+1,3%) angeführt. Hier verweisen Händler auf eine Studie der Bank of America Merrill Lynch, in der die Titel neu zum Kauf empfohlen werden sollen. Ebenfalls aus der Finanzbranche folgen noch die Titel von Julius Bär (+0,5%), die ebenfalls von einem Analystenkommentar profitieren.

Unterstützung bekommt der Gesamtmarkt vor allem von den beiden Schwergewichten Nestlé (+0,8%) und Novartis (+0,5%). Roche (unverändert) treten dagegen auf der Stelle.

Kurskapriolen sind derweil bei AMS zu beobachten: Nachdem die Papiere des Halbleiterunternehmens im frühen Handel noch die Gewinnerliste mit Kursgewinnen von mehr als 2 Prozent angeführt hatte, sind sie mit -1,9 Prozent nun das Schlusslicht. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:10

Der Schweizer Aktienmarkt startet am Montag positiv in die neue Handelswoche an. Damit entzieht er sich etwas den Vorgaben aus Übersee. So hatte die Wall Street am Freitag leicht tiefer geschlossen und auch in Asien halten sich Investoren zum Wochenanfang zurück. 

Der SMI steht gegen 09:10 Uhr Uhr bei 9'956 Punkten (+0,42%). Nachdem der Leitindex in der Vorwoche bei 10'062 Zählern im Wochenverlauf einen Rekord aufgestellt hatte, beendet er die Handelswoche am Ende mit einem Plus von 0,8 Prozent klar unterhalb dieser Marke. Aufwärts geht es für die Aktien von SGS, die 1,1 Prozent hinzugewinnen. Der Warenprüfkonzern trennt sich in den USA von der Petroleum Service Corporation (PSC). Die Sparte geht für 335 Millionen Dollar an Aurora Capital Partners.

Sämtliche Titel des SMI starten im Plus. Auch der breite Markt startet positiv in den Handelstag. Die Aktien der Partners Group (+2,3 Prozent) und Julius Bär (+1,8 Prozent) ziehen deutlich an. Bei Partners Group verweisen Händler auf Merrill Lynch, die das Rating für die Titel auf "Buy" erhöht haben sollen. Bei Julius Bär sind es die Experten der Royal Bank of Canada, die Rating und Kursziel erhöht haben.

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08:55

Die Anleger an Asiens Börsen haben sich zum Wochenbeginn weiter zurückgehalten. Die wichtigsten Aktienindizes der Region bewegten sich am Montag nur wenig. Angesichts der Signale der grossen Notenbanken für eine lockerere Geldpolitik bleibt die Stimmung zwar grundsätzlich gut. Andererseits aber stimmte der Konflikt zwischen den USA und dem Iran mit der Ankündigung neuer Sanktionen gegen den Iran durch US-Präsidenten Donald Trump die Investoren vorsichtig.

Zudem richten sich die Blicke bereits auf den G20-Gipfel, in der Hoffnung einer Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China. In Japan schloss der Nikkei 225 0,13 Prozent höher mit 21'286 Punkten. In Tokio waren Aktien der als recht konjunkturrobust geltenden Energieunternehmen besonders gefragt. Zudem griffen die Anleger bei Firmen aus dem Gesundheitswesen und dem Nicht-Basiskonsumgüterbereich zu.

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08:10

Der SMI startet vorbärslich mit einem leichten Minus von 0,16 Prozent. Sämtliche SMI-Titel stehen im Minus mit Ausnahme von SGS (+0,44 Prozent). Der Warenprüfkonzern verkauft die Petroleum Services Corporation (PSC) für 355 Millionen Dollar an Aurora Capital Partners, wie am Morgen bekannt wurde. 

Der breite Markt startet mit einem leichten Plus von 0,16 Prozent. 

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08:05

Die Ölpreise sind am Montag im frühen Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 65,46 Dollar. Das waren 26 Cent mehr als am Freitag.

Nach wie vor werden die Ölpreise getrieben durch die politischen Spannungen zwischen den USA und Iran. Am Wochenende kündigte US-Präsident Donald Trump neue Sanktionen gegen das Land an. Hintergrund ist das von den USA gekündigte Atomabkommen mit Iran. In den vergangenen Wochen hatten sich die Spannungen hochgeschaukelt, weil mehrere Tanker im Golf von Oman attackiert wurden und eine US-Drohne abgeschossen wurde. Die USA beschuldigen Iran, das eine Beteiligung von sich weist.

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06:35

An Asiens Börsen waren die Anleger zum Wochenstart vorsichtig. Der Fokus richtete sich auf die weitere Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China.

Nach chinesischen Angaben sind Teams beider Seiten mittlerweile wieder in Gesprächen. In Tokio notierte der Leitindex Nikkei am Montag 0,1 Prozent höher mit 21.279 Punkten. Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte ohne Japan verlor dagegen 0,3 Prozent.

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06:30

Der Euro hat am Montag gegenüber dem Dollar weiter zugelegt und den höchsten Stand seit etwa drei Monaten erreicht. Am Morgen kostet die europäische Gemeinschaftswährung bis zu 1,1386 Dollar und damit so viel wie seit Ende März nicht mehr. Mit aktuell 1,1380 Dollar notiert sie knapp darunter.

Derweil neigt der Franken auch weiterhin zur Stärke. Die Aussicht auf eine lockere Geldpolitik in den USA und in der Euro-Zone sorgen seit vergangener Woche für eine anhaltende Frankenstärke. Bei einem Stand von 1,1125 Franken zeigt sich der Euro nur leicht höher als noch am Freitag. Der Dollar wiederum verharrt mit 0,9776 Franken auf dem Niveau von Freitagabend.

(cash/AWP/Reuters)