+++ Börsenticker+++ - Zuversicht für Handelsgespräche bringt Wall Street voran

Die jüngsten Signale von US-Präsident Donald Trump im Zollstreit haben die US-Börsen zum Wochenausklang gestützt.
25.05.2019 01:08
Wegweiser zur Börse in New York.
Wegweiser zur Börse in New York.
Bild: Bloomberg

23:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 25.587 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 2826 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte ebenfalls 0,1 Prozent zu und stand zum Schluss bei 7637 Stellen. Auf Wochensicht ergaben sich jedoch Verluste: für den Dow von 0,7, den S&P von 1,2 und für die Nasdaq von 2,3 Prozent. Für den Dow ist es die fünfte Woche mit einem Minus. Eine derart lange Verlustserie gab es seit acht Jahren nicht mehr. In Frankfurt ging der Dax ein halbes Prozent höher bei 12.011 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 legte 0,7 Prozent auf 3350 Punkte zu.

Die Zuversicht angesichts des US-Handelsstreits mit China teilte aber nicht jeder: "Oberflächlich erscheinen diese Töne versöhnlicher", sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. "Dennoch sind wir einer Lösung keinen Schritt näher." Der Disput werde sich voraussichtlich den gesamten Sommer hinziehen.

Der Pharmakonzern Biogen gab 0,9 Prozent nach. Der Schweizer Rivale Novartis erhielt in den USA die Zulassung für eine Gen-Therapie zur Behandlung einer Muskelkrankheit, bei der bisher eine Biogen-Methode zum Einsatz kam. Das Novartis-Mittel ist mit einem Preis von über zwei Millionen Dollar für die Einmal-Dosis das teuerste Medikament der Welt.

Boeing-Titel bekamen hingegen Aufwind: Die US-Flugaufsicht FAA rechnet Insidern zufolge damit, dass das Startverbot für Boeing-Maschinen des Typs 737 Max ab Ende Juni aufgehoben werden könnte. Die Aktien gewannen 1,2 Prozent. Seit dem zweiten Absturz einer 737 Max binnen weniger Monate im März waren die Anteilsscheine des Airbus-Rivalen fast 15 Prozent abgerutscht. Damit hatte Boeing rund 40 Milliarden Dollar an Marktwert eingebüßt.

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17:30

Die Schweizer Börse hat zum Wochenschluss deutlich zugelegt. Viele Anleger schöpften wieder Mut und deckten sich trotz der anhaltenden Turbulenzen um den Brexit und des weiterhin ungelösten Handelsstreits mit Aktien ein. Der Schweizer Leitindex SMI legte 0,7 Prozent zu auf 9664 Zähler.

Nach der Rücktrittserklärung der britischen Premierministerin Theresa May meldete der Brexit-Befürworter und Ex-Aussenminister Boris Johnson bei einem Auftritt in Interlaken umgehend seine Ambitionen für das Amt an. Damit ist weiter ungewiss, wann und unter welchen Umständen Grossbritannien die EU verlässt.

Grösster Gewinner im Leitindex waren die Aktien des Pharmakonzerns Novartis mit einem Plus von 3,1 Prozent. Die Titel der Konkurrentin Roche legten 0,6 Prozent zu. Zu den Verlierern zählten das Index-Schwergewicht Nestle sowie einige zyklische Firmen wie Swatch oder Geberit.

Die Bankaktien waren knapp gehalten. Am breiten Markt gaben die Titel der Privatbank Julius Bär 1,3 Prozent nach. Das Institut hat zu Jahresbeginn weniger neue Gelder von der vermögenden Kundschaft angezogen.

Die Titel des angeschlagenen Asset Managers GAM Holding schossen über 15 Prozent in die Höhe. An dem Unternehmen hat sich der US-Investor George Soros mit drei Prozent beteiligt.

Die Aktien des kriselnden Verpackungsherstellers Airopack sackten über 75 Prozent ab. Das Unternehmen will von der Börse gehen. Zudem treten der Firmenchef und der Finanzchef zurück. Die beiden Posten werden nicht neu besetzt.

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16:00

Versöhnlichere Signale von US-Präsident Donald Trump im Zollstreit haben die US-Börsen zum Wochenausklang gestützt.  Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 legten je 0,6 Prozent auf 25'653 und 2839 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,8 Prozent auf 7690 Punkte.

Trump sagte zuletzt, der Streit wegen des Netzwerk-Ausrüsters Huawei könnte im Rahmen eines Handelsabkommens zwischen den USA und China beigelegt werden. "Viel Positives gibt es nicht an Nachrichten, aber es gibt Optimismus bezüglich der Handelsgespräche", sagte Marktexperte Randy Frederick vom Vermögensverwalter Charles Schwab.

Bei den Einzelwerten stachen Foot Locker mit einem Minus von 14 Prozent heraus. Der Schuhverkäufer hatte im Quartal die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn verfehlt. Auch der Softwarehersteller Autodesk verdiente weniger als gedacht. Die Papiere gaben drei nach.

Boeing-Titel bekamen hingegen Aufwind: die US-Flugaufsicht FAA rechnet Insidern zufolge damit, dass das Flugverbot für Boeing-Maschinen des Typs 737 Max ab Ende Juni aufgehoben werden könnte. Die Aktien gewannen 1,9 Prozent.

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13:21

Die Ölpreise haben am Freitag einen Teil der starken Verluste vom Vortag wieder wettgemacht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 68,42 US-Dollar. Das waren 66 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 60 Cent auf 58,51 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung. Am Donnerstag waren die Ölpreise regelrecht eingebrochen. Der WTI-Preis rutschte unter die Marke von 60 Dollar, der Brent-Preis sackte unter 70 Dollar. Die Ölpreise hatten unter einer breit angelegten Flucht in sichere Anlagehäfen gelitten, nachdem sich die Sorge verstärkte, dass der Handelskonflikt zwischen den USA und China die amerikanische Wirtschaft bremsen könnte.

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13:20

Nach der Rücktrittserklärung der britischen Premierministerin Theresa May sehen Strategen harte Zeiten auf das Pfund zukommen. Für die anfänglichen Kursgewinne am Freitag von bis zu 0,5 Prozent auf 1,2718 Dollar fanden Börsianer vor allem markttechnische Gründe nach den Verlusten der vergangenen Tage.

Die Aussicht auf einen möglicherweise euroskeptischen Nachfolger lasse aber an der Nachhaltigkeit der Kursgewinne zweifeln. "Das Pfund kann sich vorübergehend etwas erholen, es bleibt abzuwarten, wie ihr Nachfolger sich positionieren wird", sagte Devisenexperte Marc-André Fongern vom Handelshaus MAF Global Forex. Wer May nachfolgen soll, steht noch nicht fest.

An den Finanzmärkten wird jedoch befürchtet, dass ein härterer Kurs Grossbritanniens gegenüber der EU das Pfund in den kommenden Monaten belasten könnte. Als einer der Favoriten für Mays Posten wird Brexit-Befürworter und Ex-Aussenminister Boris Johnson gehandelt. Sollte Johnson in Mays Fussstapfen treten, rechnen die Experten des Analysehauses Oanda mit einem Kursrutsch des Pfund bis auf 1,20 Dollar.

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13:05

Die bekannteste Kryptowährung Bitcoin ist am Freitag nach Kursverlusten am Vortag erneut über die Marke von 8000 US-Dollar geklettert. Am Mittag wurde ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp zuletzt bei 8020 Dollar gehandelt. Am Donnerstag war der Kurs zwischenzeitlich noch auf unter 7500 Dollar abgerutscht. In dieser Woche war der Bitcoin bereits mehrfach über 8000 Dollar gestiegen.

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11:05

Die Schweizer Börse tendiert am Freitag mehrheitlich fester. Händler sprechen von einer technischen Erholung von den jüngsten Abgaben.  Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.05 Uhr 0,65 Prozent höher bei 9'656,26 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,48 Prozent auf 1'483,33 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,56 Prozent auf 11'672,09 Zähler.

An der Spitze der Gewinne steht der Pharmawert Novartis mit plus 1,9 Prozent und baut damit die Vortagesgewinne aus.

Kräftige Anstiege verbuchen auch die als dividendenstark geltenden Versicherungsaktien Swiss Life (+1,6%), Swiss Re (+1,4%) und Zurich (+0,9%). Auch zyklische Aktien wie Adecco (+1,2%), Clariant (+1,0%), LafargeHolcim (+0,9%) und Schindler (+0,6%) setzen zu einer Erholung an.

Die zuletzt arg gebeutelten Aktien des Sensorenherstellers Ams (+0,7) können einen kleinen Teil der jüngsten Einbussen aufholen. Logitech schwächen sich um 0,2 Prozent ab. Technologiewerte waren zuletzt im Zuge des "Huawei-Banns" in den USA stark unter Druck.

Julius Bär verlieren 0,8 Prozent. Die Vermögensverwaltungsbank hat in den ersten vier Monaten 2019 zwar von der guten Entwicklung der Finanzmärkte profitiert und die verwalteten Vermögen auf einen neuen Rekordstand von 427 Milliarden Franken gegenüber 382 Milliarden per Ende 2018 gesteigert. Schwächer präsentieren sich ausserdem Partners Group (-0,5%). Die Grossbanken Credit Suisse (+0,6%) und UBS (+0,6%) holen verlorenes Terrain auf.

Am breiten Markt gewinnen GAM (+9,9%) deutlich. Der Asset Manager hat mit SFM UK einen neuen Aktionär erhalten, der zum Reich des Milliardärs George Soros gehört. Bei den Aktien von Valora (+4,4%) komme es nach der Hochstufung auf 'Hold' von 'Sell' durch Baader Helvea zu Käufen, heisst es.

Den ausführlichen SMI-Bericht lesen Sie hier.

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11:15

Nach der offiziellen Ankündigung des Rücktritts von Premierministerin Theresa May gibt das Pfund Sterling seine anfänglichen Gewinne wieder ab. Es verbilligt sich auf 1,2669 von 1,2688 Dollar und notiert damit wieder fast auf dem Niveau vom frühen Morgen.

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10:55

Nach dem jüngsten Kursrutsch nutzen einige Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in die europäischen Aktienmärkte. Dax und EuroStoxx50 gewannen am Freitag jeweils 0,9 Prozent auf 12'055 und 3358 Punkte, nachdem sie am Donnerstag knapp zwei Prozent verloren hatten. Der SMI steht 0,7 Prozent im Plus bei 9663 Punkten. Die Haupt-Aufmerksamkeit der Börsianer richtete sich zunächst allerdings auf Grossbritannien, wo die Tage von Theresa May als Premierministerin endgültig gezählt scheinen.

Sowohl britische Medien als auch Politiker aus Mays konservativer Partei rechneten damit, dass die Regierungschefin im Tagesverlauf ihren Rücktritt bekanntgibt. "Für die Börsen ist jetzt entscheidend, wie es politisch in Grossbritannien weiter geht und welche Brexit-Varianten damit am wahrscheinlichsten werden", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Aktuell liegen alle Optionen von Neuwahlen über ein zweites Referendum bis hin zu einem Exit vom Brexit auf dem Tisch." Das Pfund Sterling hielt sich knapp im Plus bei 1,2681 Dollar. Der Euro stagnierte ebenfalls und kostete 1,1191 Dollar.

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09:15

Die Schweizer Börse startet mit leicht höheren Kurse. Übernahmespekulationen lassen den Titel von GAM in die Höhe schnellen.  Die Schweizer Börse ist zum Wochenschluss etwas höher startet. Nach wie vor steht der Markt im Banne des Handelsstreits der USA mit China. Daneben beschäftigen sich die Marktteilnehmer auch mit dem Brexit und der Europa-Wahl. Der Hauptfokus liegt aber auf dem Handelskonflikt, wobei eine schnelle Lösung nicht in Sicht scheint.

Dennoch hoffen die Markteilnehmer auf einen versöhnlichen Wochenausklang. "Am Montag bleiben die Börsen in den USA wegen des Memorial Day geschlossen. Da bleibt die Hoffnung, dass die Anleger ihre Risiken vor dem langen Wochenende reduzieren und offene Positionen glattstellen", sagt ein Börsianer. 

Der SMI startet mit einem Plus von 0,3 Prozent und liegt aktuel bei 9'623 Punkten. 

Den stärksten Anstieg im SPI verzeichnet GAM (+8,3 Prozent). Der Asset Manager hat mit SFM UK einen neuen Aktionär erhalten. Der britische Investment Manager gehört zum Reich des Milliardärs George Soros.

Julius Bär-Aktien starten mit einem Minus von 0,7 Prozent. Die Vermögensverwaltungsbank hat in den ersten vier Monaten 2019 zwar von der guten Entwicklung der Finanzmärkte profitiert und die verwalteten Vermögen auf einen neuen Rekordstand von 427 Milliarden Franken gegenüber 382 Milliarden per Ende 2018 gesteigert. Die Neugeldzuflüsse blieben zum Jahresbeginn allerdings unter den eigenen Zielsetzungen.

Julius Bär hat ein Kostenproblem - Aktie unter Druck

Die Technologiewerte Ams (+3,44 Prozent) und Logitech (+0,72 Prozent), die wegen des "Huawei-Banns" stark unter Druck gekommen waren, verbuchen Kursanstiege im Rahmen des Marktes.

Die Aktien von Straumann werden mit 836 Franken um 1,4 Prozent höher indiziert. Jefferies hat das Kursziel auf 970 von 755 Franken erhöht. Das Rating lautet "Buy".

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09:00

Der Zollstreit zwischen den USA und China bereitet Asien-Anlegern weiter Bauchschmerzen. Der japanische Nikkei-Index verlor am Freitag 0,16 Prozent auf 21117 Punkte. 

In China fällt das Wochenminus etwas höher aus, am Freitag kann der Auswahlindex der Festlandbörsen CSI 300 dieses aber noch auf zuletzt 1,3 Prozent reduzieren. Er stand im Späthandel mit 0,50 Prozent im Plus bei 3601,99 Zählern. 

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08:25

Ein BBC-Bericht über einen baldigen Rücktritt der britischen Premierministerin Theresa May gibt dem Pfund Sterling Auftrieb. Die Währung verteuert sich von 1,2661 auf 1,2679 Dollar.

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08:10

Den Berechnungen von Julius Bär zufolge wird der SMI um 0,2 Prozent leicht zulegen. Somit ist der Leitindex bei 9620 prognostiziert. 

Sämtliche SMI-Titel starten vorbörslich mit einem leichten Plus. Julius Bär startet mit einem Plus von 1,4 Prozent (die vorbörslichen Kurse bei cash.ch). Auffällig ist der hohe Kurs des Vermögensverwalters GAM. Grund sind aufkommende Übernahmespekulationen. 

 

 

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08:00

Die Ölpreise haben am Freitag ihre deutlichen Verluste vom Vortag etwas eingedämmt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 68,59 US-Dollar. Das waren 83 Cent mehr als am Vortag.

Am Donnerstag waren die Ölpreise regelrecht eingebrochen. Der WTI-Preis rutschte unter die Marke von 60 Dollar und der Brent-Preis sackte unter 70 Dollar. Die Ölpreise wurden durch neue Lagerdaten des amerikanischen Energieministeriums und durch die angespannte politische Lage unter Druck gesetzt.

Die Erdölreserven der USA waren auf den höchsten Stand seit Mitte 2017 gestiegen, was ein Hinweis auf eine geringe Nachfrage oder ein zu hohes Angebot ist. Ausserdem belastet der Handelsstreit zwischen China und den USA den Ölpreis nach wie vor.

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06:30

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat die Anleger in Asien auch zum Wochenschluss belastet. Dabei spielten Sorgen eine Rolle, dass der Handelskonflikt sich zu einem umfassenden strategischen Machtkampf zwischen den beiden weltweit führenden Volkswirtschaften ausweiten könnte. 

In Tokio gab der Nikkei 0,6 Prozent nach auf 21.029 Zähler. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktien ohne Japan bewegte sich kaum von seinem am Donnerstag erreichten Vier-Monats-Tief und steuerte auf den dritten Wochenverlust in Folge zu.

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06:00

Der Dollar bewegte sich kaum. Die US-Währung kostete 109,62 Yen, der Euro notierte bei 1,1181 Dollar. Der Schweizer Franken hat sich mit 1,0036 Dollar beziehungsweise 1,1223 Euro leicht aufgewertet. 

(cash/AWP/Reuters)