Brexit: Anleger flüchten in «sichere Häfen» - Cameron geht - SNB schwächt Franken

52 Prozent der britischen Wähler sind für den EU-Austritt und Premierminister David Cameron tritt zurück. Die Finanzmärkte reagieren heftig. Die SNB schwächt den Franken ab.
24.06.2016 11:59
Die Anleger flüchten in «sichere Häfen» wie Gold.
Die Anleger flüchten in «sichere Häfen» wie Gold.
Bild: Pixabay

Der cash-Live-Ticker zu den Entwicklungen nach der Brexit-Abstimmung ist geschlossen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Ausführliche Reaktionen, Analysen und Einschätzungen zu den Folgen der Brexit-Abstimmung finden sie laufend auf www.cash.ch.

 

Es folgen die jüngsten Entwicklungen seit der Nacht zum Freitag:

 

11:09 Uhr - Einer der stärksten Befürworter eines Brexit, Boris Johnson, ist am Freitag ausgebuht und ausgepfiffen worden. Der ehemalige Londoner Bürgermeister wurde beim Verlassen seines Hauses in der britischen Hauptstadt von Polizisten zu seinem Auto begleitet und musste sich Rufe wie "Drecksack" anhören.

 

11:04 Uhr - Die Anleger flüchten in «sichere Häfen». In Deutschland, der Schweiz und Grossbritannien stiegen die Kurse von Staatsanleihen massiv an. Von der Flucht in sichere Anlagehäfen profitierten auch Edelmetalle. Der Goldpreis stieg mit bis zu 1358 US-Dollar je Feinunze (etwa 31 Gramm) auf den höchsten Stand seit Sommer 2014.

 

10:45 Uhr - Schweizer Börse hat einen Teil der Verluste bereits wieder wettgemacht: SMI -3 Prozent. Banken und Zykliker nach wie vor die grössten Verlierer.

 

09:26 Uhr - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am Devisenmarkt interveniert, wie sie mitteilt.

 

09:24 Uhr - David Cameron tritt vor die Medien und verkündet, er werde zurücktreten. Bis im Oktober solle Grossbritannien einen neuen Premierminister bekommen.

 

 

09:02 Uhr - Schweizer Börse eröffnet 6,5 Prozent im Minus. Dax minus 10 Prozent und Englands Börse minus 8.

 

08:32 Uhr - Chief counting Officer Jenny Watson verkündet in Manchester das offizielle Resultat: 33'577'342 Stimmen gingen ein. Für den Brexit stimmten 17'410'742. Dagegen waren 16'141'241 Personen.

 

08:22 Uhr - SMI vorbörslich -7,9 Prozent.

 

08.17 Uhr - Vorläufiges Endergebnis: 51,9 Prozent für Brexit

 

08.10 Uhr - Dax steht vor grösstem Kurssturz seit 2008

 

07:56 Uhr - Aussenminister Philipp Hammond: David Cameron hat deutlich gesagt, er werde im Amt bleiben. Kommentoren neigen aber zur Ansicht, der baldige Rücktritt des Premierministers sei unausweichlich.

 

07:54 Uhr - Standard & Poor's rechnet mit AAA-Verlust Grossbritanniens

 

07.45 Uhr - Euro-Franken-Kurs: 1,0720. Die SNB hat ein Statement angekündigt.

 

07.40 Uhr - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz rechnet mit raschen Austrittsverhandlungen für Grossbritannien. Eine Kettenreaktion mit EU-Referenden in anderen Mitgliedsstaaten werde es nicht geben.

 

07.25 Uhr - Premierminister David Cameron soll zunächst im Amt bleiben, sagte der führende konservative Brexit-Befürworter Andrew Bridgen. UKIP-Chef Nigel Farage hat zuvor Camerons Rücktritt gefordert.

 

06:54 Uhr - Britische Finanztitel stürzen an Börse von Hong Kong ab: HSBC bis zu -11,3 Prozent, Prudetial -11,1 Prozent, Standard Chartered -12,5 Prozent.

 

06:38 Uhr - Londoner Index FTSE nach Brexit-Referendum etwa 7,5 Prozent tiefer gesehen.

 

06.42 Uhr - England und Wales stimmen für Austritt, Schottland und Nordirland für Verbleib. Schottlands Chefministerin Nicola Sturgeon: "Schottland sieht Zukunft in EU".

 

06.25 Uhr - Anleger flüchten in den Franken: Euro-Franken-Kurs 1,0686

 

06.15 Uhr - EU-Gegner erreichen vorläufig 51,3 Prozent und sind mit fast einer Million Stimmen vorne. Die Wahlbeteiligung liegt bei 72,1 Prozent.

 

06.04 Uhr - Börsen in Asien und Australien brechen ein. Nikkei -3 Prozent, australischer Markt -3,1 Prozent.

 

05.57 Uhr - Franken fällt auf 1,0694 zum Euro. Pfund fällt auf 1,35 zum Dollar und 1,30 zum Franken. Ölpreis fällt um 6 Prozent auf 47,91 Dollar.

 

05.42 Uhr - BBC ruft Brexit-Lager zum Sieger aus

 

05.10 Uhr - UKIP-Chef Nigel Farage fordert Premierminister David Cameron zum sofortigen Rücktritt auf.

 

05.07 Uhr - Nach mehr als 20 Millionen ausgezählten Stimmen ist laut ITV das Brexit-Lager mit 10,22 Millionen gegenüber 9,8 Millionen vorne.

 

04.59 Uhr - Der Fernsehsender Sky prognostiziert einen Sieg des Brexit-Lagers mit 53 Prozent der Stimmen.

 

04.56 Uhr - Die Bank JP Morgan geht davon aus, dass die Befürworter eines EU-Ausstiegs vorne sein werden.

04.55 Uhr - Laut dem Fernsehsender ITV verfügen die Brexit-Befürworter nach dem jüngsten Stand der Auszählungen über 8,81 Millionen Stimmen. Die Brexit-Gegner haben demnach 8,39 Millionen Wähler auf ihre Seite gebracht.

 

04.51 Uhr - In Manchester stimmen 60 Prozent für die EU-Mitgliedschaft.

 

04.45 Uhr - Nach der Auszählung der Hälfte der Wahlkreise sind die EU-Gegner mit 51,3 Prozent vorne.

 

04.36 Uhr - Im schottischen Edinburgh bekommt das Pro-EU-Lager in etwa drei Mal so viele Stimmen wie die EU-Gegner.

 

04.34 Uhr - Beim Wettanbieter Betfair wird wieder von einem Brexit ausgegangen. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird auf 74 Prozent taxiert.

 

04.16 Uhr - Einem Bericht des Senders ITV zufolge liegen nach mehr als zehn Millionen ausgezählten Stimmen die Brexit-Befürworter mit 50,7 Prozent vorne. In einer Analyse des Senders wurde die Wahrscheinlichkeit für einen EU-Ausstieg auf 75 Prozent beziffert.

 

04.00 Uhr - Nach Auszählung von 100 der 382 Wahlkreise sind 50,5 Prozent der Briten für eine weitere EU-Mitgliedschaft.

 

03.54 Uhr - In mittelenglischen Nuneaton, das bei Parlamentswahlen als Stimmungsbarometer gilt, votierten die Wähler zu zwei Dritteln für einen Ausstieg aus der EU.

 

03.53 Uhr - Liverpool votiert eindeutig für eine EU-Mitgliedschaft.

 

03.33 Uhr - Die Anhänger eines EU-Verbleibs liegen Reuters-Berechnungen zufolge nach Auszählung von 65 der 382 Wahlkreise mit 51,0 Prozent in Führung. Einbezogen werden dabei auch Zahlen der BBC zum Ergebnis in Nordirland.

 

03.22 Uhr - Die schottische Stadt Glasgow stimmt deutlich für einen EU-Verbleib.

 

03.12 Uhr - Der Wettanbieter Betfair beziffert die Wahrscheinlichkeit für einen Brexit mittlerweile auf 63 Prozent. In den Tagen vor dem Referendum waren die Buchmacher davon ausgegangen, dass Großbritannien in der EU bleiben wird.

 

02.35 Uhr - Die Wahlbeteiligung liegt auf Basis von 200 der insgesamt 382 Wahlkreise bei gut 72 Prozent.

 

02.07 Uhr - In den ersten Stunden nach Schließung der Wahllokale liegen die Brexit-Befürworter vorn. Laut der Nachrichtenagentur Press Association haben die EU-Gegner nach Auszählung von neun der 382 Wahlkreise mit 53,9 Prozent die Nase vorn. Der Fernsehsender ITV meldet, nach Auszählung von mehr als einer halben Million Stimmen liege das Lager der Ausstiegswilligen mit 50,6 Prozent in Führung.

 

01.53 Uhr - Die Wahlbeteiligung liegt der Nachrichtenagentur Press Association (PA) zufolge bei 71,7 Prozent. PA beruft sich auf Zahlen aus 104 von insgesamt 382 Wahlkreisen.

 

01.34 Uhr - In der Stadt Sunderland im Nordosten Englands haben sich die EU-Kritiker deutlicher als erwartet durchgesetzt - mit über 61 Prozent. Die Großbank JP Morgan hatte hier nur mit 56,5 Prozent für einen EU-Austritt gerechnet.

 

01.29 Uhr - Nach fünf ausgezählten Wahlkreisen sind laut Nachrichtenagentur PA die EU-Gegner mit 50,5 Prozent knapp vorne.

 

01.20 Uhr - In Newcastle im Nordosten Englands haben offiziellen Ergebnissen zufolge die EU-Anhänger knapp gewonnen. Prognosen der Großbank JP Morgan waren allerdings von einem wesentlich deutlicheren Erfolg der EU-Befürworter ausgegangen.

 

01.08 Uhr - Laut Press Association haben nach drei ausgezählten Wahlkreisen die EU-Befürworter mit gut 57 Prozent die Nase vorne.

 

01.05 Uhr - Die Wahlbeteiligung liegt nach 15 ausgezählten Wahlkreisen bei knapp 70 Prozent.

 

00.36 Uhr - Aus Gibraltar gibt es die ersten Ergebnisse: Das britische Überseegebiet in Spanien hat für einen Verbleib in der EU votiert. Mit fast 96 Prozent der Stimmen für eine Zukunft Großbritanniens innerhalb der EU fiel die Wahl eindeutig aus.

 

00.31 Uhr - Der Chef der euroskeptischen Partei UKIP, Nigel Farage, glaubt an einen EU-Verbleib Großbritanniens. Er erwarte einen solchen Ausgang beim Referendum, basierend auf privaten Umfragen von Firmen aus der Finanzbranche, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Press Association.

 

00.11 Uhr - Die Europäische Union kann laut EU-Kommissar Günther Oettinger nur erfolgreich sein, wenn notwendige Schritte in der Außen- und Sicherheitspolitik "zwischen London, Brüssel und Berlin" abgestimmt werden. "Wenn wir hier mit 28 Stimmen sprechen, haben wir kein Gewicht", sagt er im ZDF.

 

00.00 Uhr - Ungarns Regierungschef Viktor Orban verlangt von der EU und ihren Gremien einen "tiefgreifenden Wandel im Selbstverständnis". Unabhängig davon, wie das Referendum in Großbritannien ausgehe, müsse Europa "seine Lehren ziehen aus der Kritik von Millionen Bürgern, die von vielen Mitgliedstaaten geteilt wird", sagt Orban der "Bild"-Zeitung.

 

23.44 Uhr - Auch das Forschungsinstitut Ipsos-Mori zieht eine Umfrage nach, deren Ergebnisse sie bis zum Schluss der Wahllokale nicht publik machten durfte: Nach der Erhebung vom Mittwoch und Donnerstag waren 54 Prozent der Befragten für einen Verbleib in der EU und 46 Prozent für einen Austritt, schreibt Ipsos-Mori-Chef Ben Page auf Twitter. Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine repräsentative Nachwahlbefragung oder eine Prognose.

 

23.37 Uhr - Ein Sprecher der Pro-Brexit-Gruppe Leave.EU zitiert den UKIP-Chef Farage mit den Worten, er wisse auch nicht mehr über den Ausgang der Wahl als alle anderen. Farage hatte zuvor auf Sky gesagt, die EU-Befürworter lägen wohl vorne.

 

23.35 Uhr - Der Vize-Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, sieht nach den YouGov-Zahlen "das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen". Weiter erklärt er: "Ich hoffe, dass sich die Briten gegen einen Brexit entschieden haben."

23.25 Uhr - Der YouGov-Forschungschef für Politik, Joe Twyman, geht nach den vorliegenden Daten und den jüngsten Trends von einem Sieg für die EU-Befürworter aus. "Es ist eng und noch zu früh, um es genau sagen zu können", sagt er Sky News. Allerdings hätten die Brexit-Gegner offenbar "die stärkere Stellung".

 

23.11 Uhr - 80 konservative Abgeordnete - darunter alle Minister - fordern von Premierminister David Cameron, unabhängig von dem Wahlausgang im Amt zu bleiben. Das berichtet der "Telegraph".

 

23.14 Uhr - Das britische Pfund steigt um 0,75 Prozent zum Dollar auf ein Sechs-Monats-Hoch von 1,4987 Dollar.

 

23.08 Uhr - Die letzte Umfrage vom Wahltag - die erst nach dem Schluss der Wahllokale veröffentlicht werden durfte - zeigt eine Mehrheit für die EU-Befürworter: Bei YouGov liegen sie mit 52 Prozent vor dem Brexit-Lager mit 48 Prozent. Die von Sky in Auftrag gegebene Erhebung ist ausdrücklich nicht eine repräsentative Nachwahlbefragung oder eine Prognose.

 

23.02 Uhr - Der Chef der euroskeptischen UKIP, Nigel Farage, sieht eine Mehrheit für die EU-Befürworter. Das sagt er dem Sender Sky.

(Reuters/cash)