Brexit - Britische Industrie mit weniger Aufträgen

Die Auftragsbücher der britischen Industrie haben sich im September angesichts einer schwächeren Auslandsnachfrage geleert.
24.09.2018 13:33
Blick über Royal Naval College und die Themse auf den Londoner Finanzdistrikt Canary Wharf.
Blick über Royal Naval College und die Themse auf den Londoner Finanzdistrikt Canary Wharf.
Bild: Pixabay

Das entsprechende Barometer fiel auf minus einen Zähler von plus sieben Punkten im Vormonat, wie der Branchenverband CBI am Montag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Es verharrt damit zwar über seinem langfristigen Durchschnittswert, liegt aber auf dem schwächsten Niveau seit vier Monaten. Dabei fielen die Exportaufträge so schwach aus wie seit fast einem Jahr nicht mehr. "Während die Auftragslage weiter gut ist und die Produktion immer noch zunimmt, werden die Aussichten durch die Ungewissheit über den Brexit getrübt", sagte CBI-Expertin Anna Leach.

Grossbritannien tritt im März 2019 aus der Europäischen Union aus. Premierministerin Theresa May ist mit ihrem Austrittsplan, den sie nach harten parteiinternen Kämpfen im Juli mit ihrem Kabinett vereinbart hatte, bei den Staats- und Regierungschefs der EU aber auf geschlossene Ablehnung gestoßen. Sie will nach dem Brexit eine Freihandelszone mit der EU für Waren und Agrarprodukte, nicht aber für Dienstleistungen und den freien Personenverkehr. Die EU lehnt dies als Rosinenpickerei ab.

(Reuters)