Brexit-Start im Blick - Wall Street eröffnet etwas schwächer

Nach dem Brexit-Antrag haben die US-Börsen am Mittwoch mit leichten Abschlägen eröffnet.
29.03.2017 15:39
Der Brexit sorgt an den US-Börsen für Kopfzerbrechen.
Der Brexit sorgt an den US-Börsen für Kopfzerbrechen.
Bild: Bloomberg

"Der offizielle Antrag der Briten, die EU zu verlassen, ist heute das dominierende Thema", erklärte Volkswirt Peter Cardillo vom Broker First Standard Financial. Angesichts der auf zwei Jahre angelegten Austrittsverhandlungen gibt es Unsicherheiten über die künftigen Handelsbeziehungen mit der EU. Die Anleger warteten auch auf die Reden der US-Notenbanker Charles Evans und Eric Rosengren, von denen sie sich Hinweise auf die weiteren Zins-Schritte der Fed erhofften.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag zum Handelsstart 0,2 Prozent tiefer bei 20.650 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 2354 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 5873 Punkten auf der Stelle.

Die britische Premierministerin Theresa May hatte zuvor den Antrag zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union in Brüssel eingereicht. Damit verlässt erstmals in der 60-jährigen Geschichte der EU ein Land den Staatenbund. May strebt einen harten Schnitt mit der EU an und will auch auf den Zugang zum gemeinsamen Binnenmarkt verzichten. Experten fürchten ernsthafte Folgen für die Wirtschaft.

Unter den Einzelwerten stiegen RH um 14 Prozent. Der Luxusmöbel-Händler hat dank Kosteneinsparungen im abgelaufenen Quartal mehr Geld verdient als erwartet.

Um 20 Prozent nach oben ging es mit Papieren von Vertex. Ein Medikament des Pharmaunternehmens hat in einer Studie Erfolge gezeigt. 

(Reuters)