Britische Wirtschaft würde leiden - IWF warnt vor Brexit ohne Abkommen

Der Internationale Währungsform (IWF) hat eine Verständigung auf einen Brexit-Deal zwischen Grossbritannien und der EU dringend angemahnt.
17.09.2018 11:47
Die IWF-Chefin Christine Lagarde.
Die IWF-Chefin Christine Lagarde.
Bild: Bloomberg

Sollte eine Einigung nicht gelingen, dürften die britische Wirtschaft an Fahrt verlieren, das Pfund fallen und das Staatsdefizit steigen, sagte IWF-Chef Christine Lagarde am Montag in London. Im Fall eines Deals werde das Bruttoinlandsprodukt laut IWF-Berechnungen in diesem und im nächsten Jahr um rund 1,5 Prozent zulegen. "Ein ungeordneter Abschied würde zu einem viel schlechteren Ergebnis führen."

Grossbritannien will zum 29. März 2019 aus der EU austreten. Die Verhandlungen über die Scheidungsdetails sind allerdings zuletzt in Stocken geraten. Der britische Finanzminister Philip Hammond äußerte sich zuversichtlich, dass ein Deal im Herbst gelingen werde. Ein Scheitern sei aber nicht unmöglich.

Vor allem der Status der Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland ist umstritten. In Grossbritannien wurden zuletzt Warnungen vor den Folgen eines Brexit ohne Abkommen mit der EU laut. Davor fürchtet sich insbesondere die Wirtschaft auf der Insel.

(Reuters)