BSI-Übernahme wird für Privatbank EFG billiger

Der Kaufpreis, den EFG International für die Konkurrentin BSI zahlen muss, dürfte sich auf Grundlage der Halbjahreszahlen der Tessiner Bank deutlich reduzieren.
10.08.2016 18:48
BSI-Niederlassung in Zürich.
BSI-Niederlassung in Zürich.
Bild: cash

Das Ergebnis habe das schwierige Marktumfeld und die negativen Einflüsse der "regulatorischen Massnahmen" sowie eine grosse Anzahl von aussergewöhnlichen Belastungen wiedergespiegelt, schreibt EFG am Mittwochabend. Der Preis dürfte sich dadurch um 140 Millionen Franken reduzieren, heisst es weiter.

Bei der Ankündigung der Fusion Ende Februar 2016 war der Kaufpreis auf rund 1,33 Milliarden Franken beziffert worden, die zum Teil in bar und zum Teil über EFG-Aktien beglichen werden sollen. Der derzeitige Kaufpreis wird nun von der EFG mit 1,05 Milliarden Franken angegeben.

Bei der Vorbereitung der Integration und der Erlangung der wettbewerblichen Genehmigungen sei man dem Zeitplan weit voraus. Der Abschluss wird für das vierte Quartal 2016 erwartet, wie EFG weiter schreibt.

Am Morgen hatte die BSI-Muttergesellschaft BTG Pactual erste Angaben zum Geschäftsgang der Tessiner Privatbank im zweiten Quartal gemacht. Das Wealth Management sei von negativen Netto-Neugeldern in der Höhe von 6,3 Mrd CHF und der Abwertung des Schweizer Frankens zum Brasilianischen Real beeinflusst gewesen, hiess es hier.

(AWP)