Bucher muss die Ziele senken

Der Landmaschinen-Hersteller Bucher hat in den ersten neun Monaten im Gleichschritt mit den Erwartungen gewirtschaftet. Für das Gesamtjahr 2016 werden jedoch die Ziele gesenkt.
27.10.2016 07:21
Der Scheibenmäher GMD 883 von Bucher im Einsatz.
Der Scheibenmäher GMD 883 von Bucher im Einsatz.
Bild: ZVG

Der Industriekonzern Bucher hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 weniger Aufträge an Land gezogen und auch weniger Umsatz erzielt. Der Auftragseingang nahm um 5,0% auf 1,69 Mrd CHF ab, der Umsatz um 4,8% auf 1,80 Mrd CHF, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

Bereinigt um Währungseffekte ergab sich ein Minus von 5,5% (Aufträge) und 5,4% (Umsatz), bereinigt zusätzlich um Akquisitions- und Devestitionseffekte von 6,9% (Aufträge) sowie 7,0% (Umsatz). Der Auftragsbestand per Ende September lag mit 616 Mio CHF um 1,9% unter dem Wert von Ende Juni.

Mit dem ausgewiesenen Zahlenset hat Bucher die Erwartungen der Analysten ziemlich genau erfüllt. Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Auftragseingang von 1,69 Mrd CHF und einem Umsatz von 1,81 Mrd CHF gerechnet.

Der Rückgang in der Landtechnik habe sich fortgesetzt, und bei den Kommunalfahrzeugen hätten positive Marktimpulse gefehlt, heisst es in der Mitteilung. Die erfreuliche Geschäftsentwicklung bei hydraulischen Komponenten, den Maschinen für die Glasbehälterindustrie sowie den Spezialgeschäften hätten diese Rückschläge nicht ausgleichen können.

Tiefere Ziele fürs Gesamtjahr

Für das Gesamtjahr 2016 werden die Ziele nun gesenkt. Neu erwartet das Management eine Abnahme des Umsatzes sowie einen deutlichen Rückgang der Betriebsgewinn- und Konzerngewinnmarge. Bislang hatte der Konzern einen knapp gehaltenen Umsatz sowie eine leichte Abnahme von Betriebs- und Konzernergebnis in Aussicht gestellt.

Begründet wird der Ausblick mit der anhaltend schwierigen Marktsituation bei den Landmaschinen, die sich bis zum Jahresende weiter negativ auswirken werde. Dieser Ertragsrückgang könne nur begrenzt durch Sparmassnahmen wettgemacht werden, heisst es. Es zeichne sich daher bei der Division Kuhn Group eine starke Abnahme des Betriebsergebnisses ab.

Die Sparte Municipal werde voraussichtlich eine Betriebsgewinnmarge im mittleren einstelligen Prozentbereich erreichen. Für Hydraulics und Emhart Glass wird eine gehaltene respektive leicht bessere Profitabilität vorhergesagt, für Bucher Specials sogar eine deutlich höhere Betriebsgewinnmarge.

(AWP)