Burckhardt Compression will 100 Stellen streichen

Der Kolbenkompressoren-Hersteller Burckhardt Compression plant aufgrund des schwierigen Markumfeldes Kapazitätsanpassungen. Dabei sollen weltweit voraussichtlich 100 Stellen abgebaut werden, davon 50 in Winterthur.
26.08.2016 07:03
Der Hauptsitz von Burckhardt Compression in Winterthur.
Der Hauptsitz von Burckhardt Compression in Winterthur.
Bild: ZVG

Das teilte Buckhardt Compression am Donnerstagabend mit. Zusätzlich wird am Standort Winterthur ab Oktober für rund 100 Mitarbeitende Kurzarbeit eingeführt. Die Prognose für den Bestellungseingang im Gesamtjahr wird gesenkt.

Das Unternehmen geht davon aus, dass der grösste Teil des Stellenabbaus mittels Kündigungen vorgenommen werden muss, wie es in einer Mitteilung am Donnerstagabend heisst. Es sei ein Konsultationsverfahren mit der Mitarbeitervertretung und den Sozialpartnern geplant und es existiere ein Sozialplan. Burckhardt Compression beschäftigt den Angaben zufolge am Standort Winterthur rund 730 Personen, von weltweit insgesamt rund 2'100 Personen.

Kurzarbeit soll weiteren Stellenabbau verhindern

Zudem ist für weitere 100 Mitarbeitende in Winterthur ab Oktober die Einführung von Kurzarbeit geplant. Dadurch könne ein weiterer Stellenabbau verhindert werden, schreibt der Kompressorenbauer weiter.

Das Umfeld habe sich in den vergangenen Monaten weniger positiv entwickelt als erwartet, heisst es zu den Gründen der Massnahmen. Zudem habe der geänderte Produktemix bei den Neuanlagen zu einer geringeren Auslastung in der Fertigung geführt, und das Wachstum im Servicegeschäft sei weniger dynamisch als ursprünglich geplant verlaufen.

Der Bestellungseingang war in den letzten Monaten schleppend und wird das Vorjahresniveau nicht erreichen, heisst es weiter. Zudem ging der Bestellungseingang des Geschäfts mit Anwendungen, für die ausschliesslich Einzelkompressoren benötigt werden, zurück. Dies habe insbesondere für den Standort Winterthur eine geringere Auslastung zur Folge. Das Unternehmen betont, dass die Massnahmen nicht im Zusammenhang mit den kürzlich getätigten Akquisitionen in China und den USA stehen, oder der neuen Montagehallen in Korea oder den USA.

Bestellungseingang unter 500 Millionen erwartet

Die Guidance für das Geschäftsjahr 2016/17 wird beim Bestellungseingang gesenkt. Neu wird mit weniger als 500 Mio CHF gerechnet. Ansonsten bleibe der im Juni dieses Jahres kommunizierte Ausblick mit einem Umsatz von "deutlich über 500 Mio" unverändert. Die Betriebsgewinnmarge (ohne Shenyang Yuanda Compressor) werde sich im Geschäftsjahr 2016 temporär auf 11% bis 13% verringern, bevor sie im Geschäftsjahr 2017 (ohne Shenyang) wieder in den Bereich von 14% bis 16% zurückkehren soll.

Ein detaillierter Ausblick soll mit der Präsentation des Halbjahresberichts erfolgen, die für den 8. November terminiert ist. Dann sei auch die Abbildung der neuen Organisationsstruktur und die Integration von Shenyang Yuanda Compressor weiter fortgeschritten, heisst es.

(AWP)