Carlo Gavazzi mit gemischtem Zahlenset

Die Elektronikgruppe Carlo Gavazzi liegt beim Umsatz im ersten Semester leicht unter, beim Betriebsgewinn deutlich über den Erwartungen des Marktes.
24.11.2016 07:24
Die Aktie von Calo Gavazzi ist an der Schweizer Börse kotiert.
Die Aktie von Calo Gavazzi ist an der Schweizer Börse kotiert.
Bild: ZVG

Carlo Gavazzi hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2016/17 (per 30.09.) den Auftragseingang um 4,1% auf 67,8 Mio CHF und den Umsatz um 2,3% auf 66,2 Mio gesteigert. In Lokalwährungen zogen der Bestellungseingang um 2,5% und der Umsatz um 0,7% an. Das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz (Book-to-Bill-Ratio) lag bei 1,03, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Das erste Halbjahr sei geprägt gewesen von operativen Fortschritten ausserhalb Europas, Währungseffekten sowie einmaligen Erträgen aus einem Schiedsverfahren.

Der EBIT verbesserte sich um gut einen Viertel auf 7,9 Mio CHF und die entsprechende Marge um 210 Basispunkte auf 11,9%. Der Reingewinn kletterte gar um knapp 66% auf 6,3 Mio nach oben. Diese Steigerung beruhe insbesondere auf dem positiven Ausgang eines Schiedsverfahrens, aus dem nichtbetriebliche, einmalige Nettoeinnahmen in Höhe von 2,3 Mio resultierten, was bereits im September kommuniziert wurde. Zur Gewinnsteigerung haben aber auch Währungsdifferenzen von 0,9 Mio geführt. Letztere seien in erster Linie auf die Stärkung des US-Dollars gegenüber dem Euro zurückzuführen, was zu einem Währungsgewinn von 0,1 Mio geführt habe, dies nach einem Verlust in von 0,8 Mio im Vorjahr.

Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten mit dem Umsatz nicht ganz erreicht, mit dem EBIT dagegen klar übertroffen. Zwei Schätzungen für den Umsatz lagen im Bereich von 67 Mio CHF, für den EBIT bei 6,8 Mio und 7,6 Mio und für den Reingewinn bei 4,8 Mio und 6,9 Mio CHF.

Zum Ausblick heisst es, dass der globale Wirtschaftsausblick unsicher bleibe, was sich auf generellen Marktbedingungen auswirke. Das Unternehmen sieht jedoch "interessante Wachstumschancen in wichtigen Märkten, insbesondere ausserhalb Europas".

(AWP)