WEF 2015

cash-WEF-Splitter: Davos im SNB-Preisschock

Wieviel Sicherheit geht noch in Davos? +++ Schlägt die Bundespräsidentin das Englisch von Klaus Schwab? +++ Und: Schmerzt der SNB-Preisaufschlag die WEF-Besucher wirklich?
21.01.2015 00:20
Von Daniel Hügli, Davos
Das WEF in Davos dauert bis Samstag.

Der cash-WEF-Splitter informiert jeden Tag von Mittwoch bis Freitag über Auf- und Abfälliges am Treffen der Weltwirtschaftsführer und Spitzenpolitiker in Davos.

Die Sicherheitsmassnahmen am WEF sind nach den Terroranschlägen in Frankreich nochmals verstärkt worden. Als langjähriger WEF-Teilnehmer fragt man sich, ob da noch viel Steigerung drin liegt. Wieviele Polizisten und sonstiges Sicherheitspersonal aus der gesamten Schweiz anwesend sind, wird nicht mitgeteilt. Hilfe kommt jedenfalls von fast 5000 Armeeangehörigen. Davos gleicht natürlich einmal mehr einer Festung. Davos profitiert nur von zwei Zufahrtswegen (durch das Prättigau und das Landwassertal), was die Sache natürlich erheblich erleichtert. Diese werden wie üblich kontrolliert. Vier Sicherheitszonen im Ort können nur mit Bewilligung betreten werden. Auch die Hotels sind wie immer gesichert und können nur mit Badge und flughafen-ähnlichen Kontrollen betreten werden. Rund 90 Personen werden besonders geschützt.

***

VIPs, die besonderen Schutz geniessen, sind jeweils hohe Politiker. Diese sind am Mittwoch bereits prominent vertreten. So treten heute am Eröffnungstag bereits der italienische Regierungschef Matteo Renzi oder der türkische Premier Ahmet Davutoglu an Podien auf. Auch der chinesische Premier Li Keqiang ist da. Interviewt werden sie jeweils von WEF-Gründer Klaus Schwab.

***

Der Mittwochabend gehört am WEF immer der Eröffnungszeremonie. Hier darf jeweils der amtierende Bundespräsident der Eidgenossenschaft vor versammelter Weltelite eine Willkommensansprache halten und dabei sein Englisch unter Beweis stellen. Dieses Jahr übt sich Simonetta Sommargua darin. An Bundesrat Ueli Maurers Englisch haben wir etwas gemischte Erinnerungen. Aber das lustigste Englisch am WEF spricht ja immer noch Klaus Schwab himself.

***

Dass die meisten WEF-Besucher in diesem Jahr wegen der SNB 15 bis 20 Prozent mehr zahlen müssen für (fast) alles, ist in Davos durchaus ein Thema. "Natürlich klönen alle darüber, dass nun alles teurer geworden ist", sagte etwa CNN-Starmoderator Richard Quest im Interview mit cash.ch am Dienstag (zum Interview). Quest selber muss für sein geliebtes Steak auf dem Stein im "Ochsen" nun plötzlich 56 Franken zahlen. Aber das geht ja alles auf Spesen. Sowieso behaupten böse Zungen, dass in Davos alles zwei- oder dreimal mehr kosten könnte. Die Leute könnten es sich eh leisten.