Cembra legt im ersten Halbjahr bei Gewinn und Ertrag zu

Die Cembra Money Bank hat im ersten Halbjahr weiter zugelegt.
18.08.2016 08:27
Die Cembra Money Bank hat sich weiter verbessert.
Die Cembra Money Bank hat sich weiter verbessert.
Bild: iNg

Der Reingewinn verbesserte sich um 3 Prozent auf 71,8 Mio CHF, wie die Konsumkreditbank am Donnerstag mitteilte. Die Nettoforderungen gegen Kunden stiegen um 1 Prozent auf 4,1 Mrd CHF, womit das Ziel, diese im Gleichtakt mit dem Wachstum der Schweizer Wirtschaft zu erhöhen, übertroffen worden sei.

In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete das Institut einen Nettoertrag von 197,4 Mio CHF, was einem Anstieg von 4 Prozent entsprach. Dabei nahm der Zinserfolg um 2 Prozent auf 150,3 Mio CHF zu. Im Zinsengeschäft profitierte das Unternehmen nicht zuletzt von einem deutlich tieferen Zinsaufwand (-28 Prozent) als Folge einer vorteilhaften Refinanzierung der Verbindlichkeiten und der teilweisen Rückzahlung des Darlehens des vormaligen Eigentümers General Electric.

Einen deutlichen Anstieg erlebten die Einnahmen aus Kommissionen und Gebühren, die sich um 10 Prozent auf 47,1 Mio CHF erhöhten. Grund hierfür waren höhere Gebühren im Kreditkartengeschäft und eine höheren Gewinnbeteiligung aus Versicherungen.

Die Rückstellungen für Kreditrisiken beliefen sich auf 21,7 Mio CHF. Dies entspreche einer Verlustquote von 1,05 Prozent der Forderungen gegenüber Kunden enstprechend dem Niveau von 2015, so Cembra.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 4 Prozent auf 84,8 Mio CHF. Der Personalaufwand (+2 Prozent) erhöhte sich dabei wegen höherer Vorsorgeaufwendungen, während beim Sachaufwand (+7 Prozent) höhere IT-Kosten und Abschreibungen nach der abgeschlossenen IT-Migration belasteten.

Reingewinn unter Schätzung

Mit den Ergebnissen hat die Cembra Money Bank die Erwartungen der Analysten beim Ertrag übertroffen. Da auch der Aufwand höher ausfiel als erwartet, liegt der Reingewinn etwa innerhalb der Schätzungen. Die Experten hatten im Schnitt einen Betriebsertrag von knapp 194 Mio CHF erwartet, den Gewinn hatten sie bei 72 Mio CHF gesehen.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Cembra ein Ergebnis pro Aktie "am oberen Ende der Bandbreite von 4,80 bis 5,10 CHF". Wegen dem seit 1. Juli 2016 tieferen Maximalzinssatz sei ein Rückgang des Zinsertrags im Bereich Privatkredite zu erwarten, dagegen sollten sich tiefere Refinanzierungskosten und das Wachstum im Kreditkartenbereich positiv auf den Ertrag auswirken. Bei den Wertberichtigungen für Verluste erwartet Cembra eine stabile Entwicklung, die Verlustquote sollte sich im Rahmen der Vorjahre bewegen. Der Geschäftsaufwand werde 2016 leicht ansteigen.

(AWP)