ChemChina will mit Fonds Syngenta-Übernahme stemmen

Für die geplante Übernahme von Syngenta plant die chinesische ChemChina offenbar über einen Fonds Mittel einzusammeln.
01.12.2016 07:07
Die Verschuldung für die Transaktion ChemChina-Syngenta wird als zu hoch erachtet.
Die Verschuldung für die Transaktion ChemChina-Syngenta wird als zu hoch erachtet.
Bild: ZVG

Wie es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters heisst, will ChemChina einen Fonds auflegen, um 5 Mrd USD einzusammeln. Dies habe die Agentur von zwei Quellen erfahren, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Die Struktur des Fonds solle so ausgelegt sein, dass Investoren, die in den Fonds einzahlen, im Gegenzug Aktienkapital an Syngenta erhalten, werden die beiden Personen zitiert. Der chinesische Konzern habe die staatliche Postal Savings Bank of China (PSBC) damit beauftragt, den Fonds aufzulegen.

Durch diesen Schritt könne ChemChina seine Schuldenbelastung in der 43 Mrd-USD-Übernahme etwas reduzieren. Insgesamt plant ChemChina laut dem Bericht etwa 25 Mrd USD über Verschuldung zu stemmen. Zuvor habe es geheissen, ChemChina habe Finanzierungs-Arrangements mit chinesischen und internationalen Kreditgebern über annähernd 33 Mrd USD getroffen. Von Expertenseite werde die Verschuldung für die Transaktion als zu hoch erachtet, heisst es ergänzend in dem Bericht.

Erst vor einem Monat hatte ChemChina das Übernahmeangebot für Syngenta erneut verlängert. Die Frist endet nun am 5. Januar 2017. Ursprünglich hätte die Angebotsfrist am 8. November enden sollen. Es handelte sich damit um die bereits vierte Verlängerung des Übernahmeangebotes.

(AWP)