Chemiekonzern - Clariant erhöht die Profitabilität

Der Chemiekonzern Clariant ist mit Umsatzwachstum und verbesserter Profitabilität ins Geschäftsjahr 2017 gestartet. Die Analysten-Prognosen wurden sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsergebnis übertroffen.
27.04.2017 07:57
Clariant-Hauptsitz in Muttenz.
Clariant-Hauptsitz in Muttenz.
Bild: ZVG

Für das erste Quartal weist Clariant einen um 8,4% höheren Umsatz von 1,60 Mrd CHF aus. In Lokalwährungen wuchsen die Verkäufe um 9%.

Der um Einmaleffekte bereinigte EBITDA erreichte 250 Mio CHF. Das sind 9,2% mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie Clariant am Donnerstag mitteilte. Die entsprechende Marge betrug 15,6% nach 15,5% im Vorjahr. Weitere Gewinnzahlen legt Clariant für das erste Quartal nicht vor.

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Analysten-Prognosen (AWP-Konsens) sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsergebnis übertroffen. Die von AWP befragten Analysten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 1,55 Mrd CHF und einen EBITDA vor Einmalkosten von 237 Mio erwartet.

Das Umsatzwachstum gehe auf einen Volumenanstieg in allen Geschäftsbereichen zurück und sei durch Akquisitionen um weitere 3% gesteigert worden, schreibt das Unternehmen weiter. In Lokalwährung hätten Europa (+12%), Asien (+11%) und Mittlerer Osten und Afrika (+7%) ein starkes Umsatzwachstum verzeichnet. Asien sei durch die Entwicklung in China und Südostasien gestützt worden. Nordamerika legte in Folge von Akquisitionen um 11% zu. Lateinamerika verbuchte derweil ein Minus von 5%, vor allem aufgrund einer in Brasilien schwächeren Wirtschaftslage, wie es heisst.

Clariant bekräftigt mit den Quartalszahlen den im Februar gegebenen Ausblick für das laufende Jahr. Die Muttenzer gehen weiter von einem nicht näher bezifferten Wachstum in Lokalwährung aus, sowie einer Verbesserung des operativen Cashflows. Auch der absolute EBITDA und die EBITDA-Marge vor Einmaleffekten sollen steigen. Auch das Mittelfristziel wird bestätigt. Als Richtwert wird hier weiter eine EBITDA-Marge vor Einmaleffekten zwischen 16% und 19% genannt.

(AWP)