Chinas Preisentwicklung treibt Asiens Börsen an

Positive Konjunkturdaten aus China haben die Börsen in Asien am Freitag angeschoben, nachdem ein Einbruch beim chinesischen Export am Vortag die meisten Märkte der Region belastet hatte.
14.10.2016 09:03
Chinesische Konsumentin betrachtet das Angebot in einem Supermarkt in Peking.
Chinesische Konsumentin betrachtet das Angebot in einem Supermarkt in Peking.
Bild: cash

In China sind erstmals seit fast fünf Jahren die Erzeugerpreise wieder gestiegen und deuten damit auf eine Stabilisierung der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft hin. Der Anstieg im September betrug 0,1 Prozent, wie das Nationale Statistikamt am Freitag bekanntgab. Analysten hatten mit einem weiteren Minus von 0,3 Prozent gerechnet.. Auch bei den Verbraucherpreisen zeigt sich eine Verbesserung der Wirtschaftslage.

Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans legte um 0,39 Prozent zu. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,49 Prozent höher bei 16.856 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,36 Prozent auf 1347 Zähler. Die Börsen in Hongkong und Shanghai zeigten sich weniger optimistisch und lagen kurz vor Handelsschluss im Minus. Die meisten anderen asiatischen Börsen tendierten im grünen Bereich.

Größere Impulse für die japanischen Aktien erwarten die Händler erst von den kommenden Bilanzzahlen in den USA und Japan. Ihr Blick richtet sich vor allem auf die Lage bei den Finanzinstituten. "Bis neue Katalysatoren auftauchen werden sich die Anleger wahrscheinlich auf die Unternehmenszahlen in den USA und Japan fokussieren", sagte Aktienanalyst Kazuhiro Takahashi von Daiwa Securities in Tokio.

Der Dollar profitierte weiter von Spekulationen über eine Zinserhöhung in den USA im Dezember und legte zum Yen leicht zu auf 104,07 Yen. Mit Spannung warten Anleger deshalb auf eine Rede von Fed-Chefin Janet Yellen am Freitag. Sie erhoffen sich Hinweise über den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung. Der Euro kostete 1,1022 Dollar.

(Reuters)