Chiphersteller - AMS ist zurück in der Wachstumsspur

Der Chiphersteller AMS ist im dritten Quartal nach einem schwachen zweiten Quartal auf die Wachstumsspur zurückgekehrt.
22.10.2018 19:25
AMS-Logo am Firmensitz im österreichischen Unterpremstätten.
AMS-Logo am Firmensitz im österreichischen Unterpremstätten.
Bild: ZVG

Das österreichische Unternehmen, das Apple für die Produktion seiner iPhone-Modelle zu den Kunden zählt, profitierte von Smartphone-Aufträgen im Bereich der optischen Sensorik. Der Umsatz von AMS kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 57 Prozent auf 479,6 Millionen US-Dollar, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte. AMS hatte Verkäufe im Wert zwischen 450 bis 490 Millionen in Aussicht gestellt und in Analystenkreisen wurden solche im Umfang von 466 Millionen erwartet.

Zur Erinnerung: Im zweiten Quartal rutschte das Unternehmen, dessen Aktien an der Schweizer Börse seit September neu als Bluechip im Swiss Leader Index (SLI) gehandelt werden, in eine Umsatzdelle. Als Grund dafür galt ein Modellwechsel bei Apple-iPhones, für welche AMS Sensoren etwa für die Bildschirmbeleuchtung herstellt. Verglichen mit diesem schwachen zweiten Quartal hat AMS den Umsatz gar verdoppelt.

Marge stagniert

Mit den höheren Produktionsvolumen geht es auch im Betriebsergebnis deutlich nach oben. Der operative Gewinn (EBIT, bereinigt) nahm zum Vorjahr auf 60,2 Millionen Dollar von 40,5 Millionen im Vorjahreszeitraum zu. Allerdings konnte AMS die EBIT-Marge nicht verbessern, sie blieb auf 13 Prozent stehen.

Unter dem Strich resultierte ein um Sonderfaktoren bereinigter Gewinn von 18,6 Millionen Dollar. Bereinigt wurde das Ergebnis um Wertveränderungen auf Optionen zu einer Wandelanleihe. Ohne diesen Effekt weist AMS einen Gewinn von 68,8 Millionen aus.

Weiteres Wachstum

Für das vierte Quartal 2018 erwartet das Management einen nochmals deutlich höheren Umsatz, der zwischen 570 und 610 Millionen Dollar liegen dürfte. Damit befindet sich die Gruppe auf Rekordkurs. Die EBIT-Marge dürfte dabei in den Bereich von 16 bis 20 Prozent vorrücken. Bis 2020 rechnet AMS nach wie vor mit einer Marge von 30 Prozent.

Dabei gewinnt das Unternehmen laufend Aufträge hinzu. Die 3D-Sensoriklösungen für den chinesischen Smartphoneanbieter Xiaomi und einen weiteren grossen Android-Smartphonehersteller befänden sich in Produktion, heisst es etwa. Zudem habe man weitere Designs in Android-Systemen bei asiatischen Herstellern gewonnen. Und auch das Industrie-, Medizin- und Automotive-Geschäft erfreue sich einer guten Nachfrage.

Künftig will AMS sich stärker auf den Bereich optische Technologien konzentrieren und das Geschäft in der Umweltsensorik tiefer gewichten. Details zur Umsetzung dieser Strategie sollen mit den nächsten Quartalsergebnissen genannt werden.

Zweitnotierung an Hongkonger Börse

Bei AMS laufen zudem die Vorbereitungen für die geplante Zweitnotierung an der Börse in Hongkong. Sie werde wohl im zweiten Quartal des nächsten Jahres durchgeführt, so AMS.

Mit diesem Schritt will die Gruppe die Wichtigkeit der Region Asien/Pazifik unterstreichen und Zugang für eine breite Investorenbasis in dieser Region schaffen. Läuft alles nach Plan, dann sollen in Hongkong bis zu 10 Prozent der AMS-Aktien platziert werden.

(AWP)