Clariant im dritten Quartal mit stagnierenden Ertragszahlen

Der Chemiekonzern Clariant hat im dritten Quartal 2016 weniger umgesetzt und den operativen Gewinn gehalten.
27.10.2016 07:15
Clariant-Hauptsitz in Pratteln.
Clariant-Hauptsitz in Pratteln.
Bild: ZVG

Der Ausblick auf das laufende Jahr wird, trotz eines nach Unternehmensangaben zunehmend herausfordernden Marktumfeldes, bestätigt. Der Konzern weist für die Monate Juli bis September einen um 1% tieferen Umsatz von 1,40 Mrd CHF aus. In Lokalwährungen wären die Verkäufe allerdings um 2% gestiegen. Die Absatzmengen nahmen nach Angaben vom Donnerstag um 3% zu.

Der um Einmaleffekte bereinigte EBITDA lag bei 208 Mio CHF. Das ist eine Million mehr als im Jahr zuvor. Die entsprechende Marge lag mit 14,9% um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Damit wurden die Analysten-Prognosen (AWP-Konsens) knapp verfehlt. Analysten hatten durchschnittlich einen Umsatz von 1,44 Mrd CHF und vor Einmalkosten einen EBITDA von 213 Mio veranschlagt.

Weitere Gewinnzahlen legt Clariant nicht vor. Denn der Konzern hat sein Reporting umgestellt und berichtet seit diesem Jahr zum ersten und dritten Quartal nur noch den Umsatz und das EBITDA vor Einmaleffekten für den Gesamtkonzern und die Geschäftsbereiche.

Ausblick bekräftigt

Clariant bekräftigt dafür den Ausblick: Demnach rechnet das Unternehmen im laufenden Jahr mit nicht näher quantifizierten Umsatzwachstum in Lokalwährungen sowie einer Verbesserung der EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen. 2015 lag die genannte Marge bei 14,7%. Zudem wolle man eine verbesserte Cashflow-Generierung zeigen.

Das unsichere, von einer hohen Volatilität bei den Rohstoffpreisen und den Währungen geprägte Umfeld dürfte sich nach Einschätzung des Unternehmens fortsetzen. Vor allem in den Schwellenländern erwarte man ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld, heisst es. In den USA erwarte Clariant derweil ein moderates Wachstum, während das Wachstum in Europa wird voraussichtlich schwach, aber stabil bleiben werde.

Bestätigt wird auch das mittelfristige Ziel, eine Position in der Spitzengruppe der Spezialchemieunternehmen zu erreichen. Dies gehe mit einer EBITDA-Marge vor Einmaleffekten von 16 bis 19% und einer Rendite auf dem investierten Kapital (ROIC) über dem Branchendurchschnitt einher.

(AWP)