Clintons E-Mail-Affäre verunsichert fernöstliche Börsen

Neue Ermittlungen gegen die Demokratin Hillary Clinton im US-Wahlkampf haben zum Wochenauftakt die Aktienmärkte in Fernost belastet.
31.10.2016 08:52
Blick auf das Finanzzentrum von Schanghai.
Blick auf das Finanzzentrum von Schanghai.
Bild: Pixabay

"Die Investoren machen sich mehr Sorgen über den Ausgang der US-Wahl als jemals zuvor", sagte der Stratege Takuya Takahashi von Daiwa Securities am Montag. Alle seien verunsichert, was schlecht für den Aktienmarkt sei. Bisher gehen die Investoren von einem Wahlsieg der ehemaligen Aussenministerin aus, die ihnen mehr Stabilität für die Finanzmärkte signalisiert als ihr Rivale Donald Trump.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,1 Prozent schwächer bei 17.425 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte dagegen 0,2 Prozent fester. Aufwärts ging es unter anderem in Hongkong. Wegen der Clinton-Mails gerieten zwar auch dort Finanztitel unter Druck, ein Anstieg von Aktien der IT- und Immobilienbranche konnte diese Delle im Börsenbarometer aber ausgleichen.

Das FBI hatte am Freitag bekanntgegeben, in der Affäre um Clintons dienstliche Nutzung eines privaten Servers seien neue E-Mails aufgetaucht. Medien zufolge erwirkte die Bundespolizei inzwischen einen Durchsuchungsbeschluss. In den USA wird in weniger als zwei Wochen gewählt.

In Tokio schlossen die Titel der Schifffahrtskonzerne Nippon Yusen und Mitsui OSK Lines gegen den Trend rund sechs Prozent fester. Die Papiere von Kawasaki Kisen Kaisha gewannen 0,4 Prozent. Die drei Unternehmen haben eine Zusammenlegung ihrer Container-Sparten angekündigt.

Ein Euro wurde mit 1,0957 Dollar bewertet nach 1,0983 Dollar in den USA. Der Dollar wurde mit 104,87 Yen gehandelt nach 104,69 Yen in den USA. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0830 und zum Dollar mit 0,9884.

(Reuters)