Computerzubehör - Logitech unter den Umsatz-Erwartungen

Logitech ist von Juli bis September deutlich gewachsen. Insbesondere Gamer sowie Videokonferenznutzer füllten dem Computerzubehör-Hersteller erneut die Kassen. Die Analysten-Prognosen wurden aber nur teilweise erfüllt.
23.10.2018 06:47
Logitech stellt Computerzubehör her.
Logitech stellt Computerzubehör her.
Bild: Bloomberg

Insgesamt nahm der der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 um 9 Prozent auf 691 Millionen Dollar zu. In Lokalwährungen entspricht das einem Zuwachs von 10 Prozent, wie Logitech am Dienstag mitteilte. Umsatztreiber waren erneut Gaming-Produkte (+41%) und Videokonferenzsysteme (+24%). Auch mit Tastaturen (+11%) und Tablets (+19%) nahm Logitech mehr ein.

Dagegen fiel das Wachstum bei den Webcams (+3%) und den Mäusen (+4%) etwas moderater aus. Die mobilen Lautsprecher (-15%) litten noch immer unter den andauernden Lagerbereinigungen, wobei sich das Minus verlangsamt hat. Beim Smart-Home-Bereich schrumpften die Umsätze um die Hälfte.

Verbesserte Marge

An dem verkauften Gaming-Zubehör, Video-Konferenzsystemen, Tablet-Zubehör und Mäusen verdiente Logitech mehr als noch im Vergleichsquartal. 37,6 Prozent des Umsatzes blieben als Bruttogewinn übrig, im Vorjahresquartal waren es noch 36,5 Prozent gewesen. Der Bruttogewinn (non-Gaap) kletterte damit um über 12 Prozent auf 259,9 Millionen Dollar.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT (Non-Gaap) legte um 18 Prozent auf 84,6 Millionen Dollar zu. Bei den Non-Gaap-Zahlen rechnet Logitech verschiedene Posten heraus wie zum Beispiel Kosten im Zusammenhang mit Übernahmen und Restrukturierungsaufwendungen. Unter dem Strich verdiente Logitech mit 64,2 Millionen Dollar knapp 14 Prozent mehr als im Vorjahr.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat das Unternehmen die Schätzungen der von der Nachrichtenagentur AWP befragten Analysten (AWP-Konsens) beim Umsatz knapp verfehlt, aber beim Gewinn übertroffen. Diese hatten im Schnitt einen Umsatz von 695,0 Millionen Dollar, einen EBIT von 79,4 Millionen Dollar und einen Reingewinn von 57,4 Millionen Dollar erwartet. Bei der Bruttomarge rechneten sie mit 36,4 Prozent.

Prognosen bestätigt

Über die erste Jahreshälfte setzte Logitech insgesamt 1,3 Milliarden Dollar um, 12 Prozent mehr als im Vorjahreshalbjahr. Der non-Gaap-Betriebsgewinn kletterte um knapp 27 Prozent auf 145,1 Millionen Dollar. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen in den ersten Monaten 102,6 Millionen Dollar, ein Plus von 10 Prozent.

Logitech-Chef Bracken Darrell zeigte sich in der Mitteilung zufrieden mit den Ergebnissen: Logitech habe im zweiten Quartal soviel umgesetzt wie noch nie in einem zweiten Quartal. Das zweite Quartal trägt jeweils rund ein Viertel zum Jahresumsatz bei. Für das wichtige Weihnachtsquartal sieht Darrell das Unternehmen gut gerüstet mit neuen Produkten, die von den Konsumenten gut aufgenommen würden.

Für das Gesamtjahr bestätigte Logitech seine Prognosen. Das Unternehmen geht von einem Umsatzwachstum zwischen 9 und 11 Prozent in Lokalwährungen aus. Beim Betriebsgewinn non-Gaap rechnet Logitech mit 325 bis 335 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2017/18 hatte Logitech einen Betriebsgewinn von 286,7 Millionen Dollar erzielt.

(AWP)