Conzzeta krebst beim Ausblick zurück

Der Mischkonzern Conzzeta hat im ersten Halbjahr 2016 weniger umgesetzt. Auch der Betriebsgewinn fiel deutlich tiefer aus, während der Nettogewinn stabil blieb. Der Ausblick wird etwas zurückhaltender formuliert.
12.08.2016 09:18
Die Sportmarke Mammut gehört zum Conzzeta-Konzern. Das Segment machte Verlust.
Die Sportmarke Mammut gehört zum Conzzeta-Konzern. Das Segment machte Verlust.
Bild: ZVG

Zürich (awp) - Der Mischkonzern Conzzeta hat im ersten Halbjahr 2016 weniger umgesetzt. Auch der Betriebsgewinn fiel deutlich tiefer aus, während der Nettogewinn stabil blieb. Der Ausblick wird etwas zurückhaltender formuliert.

Der Umsatz sank gegenüber der Vorjahresperiode um 3,5% auf 524,6 Mio CHF. Dabei wurde der weggefallene Umsatzanteil von 9,4 Mio des abgespaltenen Segments Immobilien (Plazza) über Wechselkurs- und Akquisitionseffekte kompensiert, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Der operativen Gewinn EBIT sank um 28% auf 26,2 Mio CHF, und die entsprechende Marge betrug 4,8% nach 6,5% im Vorjahr. Der Reingewinn lag mit 20,9 Mio um 1,4% unter dem Vorjahr. Der geringe Rückgang hier sei auf das gegenüber Vorjahr bessere Finanzergebnis und den geringeren Steueraufwand zurückzuführen, heisst es.

Mammut weiter mit Verlust

Die Segmente entwickelten sich unterschiedlich. Das mit rund 50% Umsatzanteil grösste Segment Blechbearbeitung (Bystronic) erzielte einen um 3,3% tieferen Umsatz von 256,6 Mio CHF und der EBIT ging um 34% auf 17,7 Mio zurück. Mit unterdurchschnittlichem Auftragsbestand per Ende 2015 und moderatem Marktumfeld zum Jahresbeginn konnte das starke Ergebnis des Vorjahrs in den amerikanischen und verschiedenen europäischen Märkten nicht gehalten werden, wie es heisst.

Demgegenüber wuchs der Umsatz in Asien. Der Auftragseingang habe in den ersten sechs Monaten zugelegt und der Bestand per Mitte Jahr sei solide.

Die Sparte Sportartikel (Mammut) verbesserte den Umsatz um 2,1% auf 101,4 Mio CHF, das EBIT blieb mit einem Verlust von 4,5 Mio (VJ -6,0 Mio) jedoch negativ. Wie im Vorjahr sei das Ergebnis im saisonal tendenziell schwächeren ersten Halbjahr ungünstig beeinflusst worden. Hier nennt das Unternehmen die warme, schneearme Witterung und das herausfordernde Wettbewerbsumfeld im anteilsmässig bedeutenden deutschsprachigen Europa als Grund. In den strategischen Zielmärkten sei der Umsatz gesteigert worden, schreibt Conzzeta.

Bei Chemical Specialties (FoamPartner und Schmid Rhyner) resultierte ein um 7,4% höherer Umsatz von 111,0 Mio CHF und das EBIT wuchs um 40% auf 12,5 Mio. In Asien und Amerika waren laut Mitteilung vor allem technische Schaumstoffe, Akustiklösungen und Verpackungslacke gefragt. In Europa habe das Geschäft derweil insgesamt seitwärts tendiert, heisst es.

Ein Umsatzminus von 13% auf 55,2 Mio verbuchte das kleinste Segment Glasbearbeitung (Bystronic glass), der EBIT sank hier auf 2,1 Mio von zuvor 5,0 Mio. Rückgänge verbuchte das Geschäft mit Fahrzeugglas, Architekturglas konnte hingegen bei Umsatz und Auftragseingang zulegen. Der Auftragsbestand habe per Mitte Jahr ein solides Niveau erreicht, so die Meldung.

Vergleichbare Profitabilität erwartet

Im gegenwärtigen makroökonomischen Umfeld mit anhaltenden Unsicherheiten erwartet Conzzeta für das Geschäftsjahr 2016 ein moderates organisches Wachstum und eine gegenüber 2015 vergleichbare Profitabilität auf Stufe EBIT, heisst es in der Mitteilung. Bisher hatte das Unternehmen eine "verbesserte Profitabilität" in Aussicht gestellt.

Conzzeta will "zur Sicherstellung von Wachstum und nachhaltiger Profitabilität laufend weitere Optimierungsmassnahmen" umsetzen, wie es heisst. Die Ergebnisse 2016 beinhalten ausserdem die erstmalige Konsolidierung von DNE Laser sowie allfällige Restrukturierungskosten so das Unternehmen.

(AWP)