Corona-Pandemie - Evonik will Biontech mit Lipiden für Impfstoff beliefern

Der Spezialchemiekonzern Evonik stärkt seine Partnerschaft mit Biontech für die Lieferung von Lipiden zur Herstellung des Covid-19-Impfstoffs des Biotechunternehmens.
11.02.2021 14:31
Logo von Evonik.
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Bild: Bloomberg

Evonik wolle eine zusätzliche Lipid-Produktion für mRNA-basierte Impfstoffe in Deutschland aufbauen, teilte das Essener Unternehmen am Donnerstag mit. Ab der zweiten Jahreshälfte sollen an den Standorten im hessischen Hanau und Dossenheim bei Heidelberg "kommerzielle Mengen" für Biontech hergestellt werden.

Lipide sind ein essenzieller Bestandteil von mRNA-Impfstoffen wie der von Biontech. Die Boten-RNA (mRNA), die den menschlichen Zellen die Information zur Bekämpfung von Krankheitserregern vermitteln soll, wird bei der Impfstoff-Produktion mit bestimmten Fettstoffen (Lipiden) umhüllt. Sie schützen die mRNA vor dem Abbau und tragen dazu bei, dass sie die Zellen erreicht. In der vergangenen Woche hatte bereits der Darmstädter Merck-Konzern angekündigt, bis Ende des Jahres die Liefermenge für Lipide an Biontech steigern zu wollen. Mehr Impfstoff wird Biontech deshalb aber dieses Jahr nicht herstellen: Das Unternehmen erklärte bereits, dass das im Produktionsziel von zwei Milliarden Dosen eingeplant ist.

In dem Covid-19-Impfstoff von Biontech sind vier verschiedene Lipide enthalten, darunter Cholesterin. Evonik wies darauf hin, schon jetzt mit Cholesterol pflanzlichen Ursprungs eines der wichtigsten Lipide in Pharma-Qualität zu liefern. In Hanau und Dossenheim werde Evonik künftig zwei weitere essenzielle Lipide produzieren, die zur Herstellung des Impfstoffs benötigt werden.

(Reuters)

 
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