+++Coronavirus-Update+++ - Coronavirus: BAG meldet 181 neue Infektionen - Schweizer müssen in Norwegen in Quarantäne - US-Präsident Trump hofft auf Impfstoff vor den Wahlen

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
06.08.2020 18:47
Nur noch mit Maske: Ferienreisende in der Rhätischen Bahn auf der Albulastrecke.
Nur noch mit Maske: Ferienreisende in der Rhätischen Bahn auf der Albulastrecke.
Bild: imago images / Wilhelm Mierendorf

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18:20

Das österreichische Aussenministerium warnt vor "unnötigen" Reisen nach Spanien, ausgenommen die Kanarischen Inseln und die Balearen. Die Warnung gelte ab Montag, teilt das Ministerium mit. Vor allem in Teilen Nordspaniens sind in den vergangenen Tagen erhöhte Infektionszahlen registriert worden. Einzelne Gebiete wurden wieder unter Lockdown gesetzt.

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17.50

Reisende aus Frankreich, Monaco, der Schweiz, Tschechien und einigen schwedischen Regionen müssen sich in Norwegen für zehn Tage in Quarantäne begeben. Die neuen Regeln träten am Samstag in Kraft, teilt die zuständige Behörde mit.

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17:00

US-Präsident Donald Trump spricht von der Möglichkeit, dass ein Impfstoff noch vor der Wahl vorliegt. "Ich glaube in einigen Fällen, ja, möglicherweise vorher, aber etwa um diese Zeit", antwortet Trump auf die Frage des Radiomoderators Geraldo Rivera, ob ein Impfstoff vor dem 3. November vorliegen könnte.

 

 

Experten des Präsidialamts zeigen sich weniger optimistisch: In einem Reuters-Interview sagte US-Seuchenexperte Anthony Fauci zuletzt, eine Zulassung könnte Ende des Jahres vorliegen und im Frühjahr dann Millionen Impfeinheiten.

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16:50

Das Paketvolumen bei der Post hat im Juli etwas stabilisiert. Gegenüber den Vorjahresmonat verarbeiteten die Zentren lediglich 15 bis 20 Prozent mehr Pakete. Im März, April und Mai fielen noch bis zu 40 Prozent mehr Pakete an als im Vorjahr.

Während des Lockdowns kaufen die Menschen vermehrt von zuhause aus ein, teilte die Post am Donnerstag mit. Ab März wuchs das Paketvolumen täglich und fast explosionsartig. Die Paketmengen erreichten ein Ausmass wie sonst an Weihnachten.

Der April brachte der Post mit durchschnittlich 850'000 Paketen pro Tag den Monatsrekord in ihrer 170-jährigen Geschichte. Gleichzeitig konnte wegen der Abstands- und Hygieneregeln nur beschränkt zusätzliches Personal in den Sortierzentren arbeiten.

Die Anlagen liefen in dieser Zeit 20 Stunden am Tag und auch am Samstag. In den Briefzentren sortierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstmals über 130'000 kleinere Päckchen im Tag. Die Post rechnet 2020 bei den Paketen mit einem Umsatzanstieg um 20 Prozent und einem neuen Rekord.

Unterdessen ist sie sich das dank des wachsenden Intenet-Handels fast gewohnt. Schon seit sechs Jahren übertrifft jedes Jahr den Rekord des Vorjahrs. Die Post hat darum ihre grossen Paketzentren aufgerüstet und baut neue regionale Sortierzentren.

Das Zentrum in Cadenazzo TI ist seit November 2019 in Betrieb, jenes in Ostermundigen BE seit Mitte März. Die Zentren in Vétroz VS und Untervaz GR arbeiten ab dem Herbst. Jedes regionale Zentrum kann 50'000 Pakete im Tag verarbeiten.

Somit hat die Post ab November 2020 eine Zusatzkapazität von 200'000 Paketen. So werden die grossen Paketzentren in Daillens VD und Härkingen SO entlastet.

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15:25

Die Schweiz hat die Liste der Risiko-Länder und -Regionen ausgeweitet. Mit wenigen Ausnahmen müssen sich ab Samstag Personen, die aus Ländern ausserhalb des Schengen-Raums zurückkehren, für zehn Tage in Quarantäne begeben. Ausgenommen von dieser Regelung sind 20 Staaten, darunter Australien, Japan und Thailand. Bereits am Vortag hatte die Schweiz Spanien und einige andere Länder auf die Quarantäne-Liste gesetzt.

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15:00

Die Schweiz hat die Liste der Risiko-Länder und -Regionen ausgeweitet. Mit wenigen Ausnahmen müssen sich ab Samstag Personen, die aus Ländern ausserhalb des Schengen-Raums zurückkehren, für zehn Tage in Quarantäne begeben.

Ausgenommen von dieser Regelung sind 20 Staaten, darunter Australien, Japan und Thailand. Bereits am Vortag hatte die Schweiz Spanien und einige andere Länder auf die Quarantäne-Liste gesetzt.

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14:00

In einem Teil der 26 Schweizer Kantone beginnt der Unterricht nach der Sommerpause am nächsten Montag. Andere Kantone haben noch etwas länger Ferien. Bei allen ist aber gleich: Die Start ins neue Schuljahr geschieht wegen der Coronaviruskrise unter ganz anderen Vorzeichen. 

Schulen führen zahlreiche Regeln ein, um das Risiko von Ansteckungen im Schulhaus zu reduzieren. Mindestabstand, eine maximale Personenzahl pro Raum und Gesichtsmasken sind ein allgegenwärtiges Thema. 

Wie die einzelnen Kantone vorgehen, hat der "Blick" aufgelistet. Mehr dazu hier.

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12:15

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag 181 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus innert eines Tages gemeldet worden, gleich viele wie am Vortag. Am Dienstag waren es 130 neue Covid-19-Infizierte gewesen. Die Zahl aller notierten Ansteckungen beläuft sich jetzt auf 36'108.

In Liechtenstein sind keine neuen Fälle beobachtet worden.

Laut BAG ist es im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu drei weiteren Todesfällen gekommen. Laut Statistik sind damit auf diese Weise 1709 Personen in der Schweiz gestorben. 

Die Zahl von Isolierungen steigt weiter deutlich. Derzeit sind 1390 Personen in Isolation und 4114 als Kontakte dieser in Quarantäne. 16'264 Personen sind zusätzlich wegen Einreisen aus Risikoländern in Quarantäne. 

 

 

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11:10

In Deutschland gibt es ab Samstag eine Corona-Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten. Das kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag an. 

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11:00

Der australischen Wirtschaft drohen wegen des erneuten strikten Corona-Lockdowns im Bundesstaat Victoria nach Darstellung von Premierminister Scott Morrison deutliche Einbussen.

 

 

Besonders schwer von der zweiten Corona-Welle ist die Millionenmetropole Melbourne betroffen, die Hauptstadt des südöstlichen Bundesstaates Victoria. Am Wochenende hatte Regionalregierungschef Daniel Andrews den Katastrophenzustand erklärt und in Melbourne eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Mittlerweile sind nur noch Geschäfte für Lebensmittel, Supermärkte, Apotheken, Postämter und Tankstellen geöffnet. 

Mehr zur Lage in Australien hier.

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09:50

Am Morgen war von der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gemeldet worden, das BAG hätte seine Empfehlung von Einweg- auf Stoffmasken geändert. Einwegmasken seien nur etwas für Menschen mit akuten Atemwegerkrankungen. 

Laut dem "Blick" stimmt dies nicht. Das BAG habe die Meldung dementiert. Ursache sei möglicherweise ein Übersetzungsproblem

Allerdings stand das BAG schon früher in der Kritik. Erst vor wenigen Tagen hat die Behörde, das zum Departement des Inneren von Bundesrat Alain Berset gehört, mit falschen Zahlen für Aufregung gesorgt. Diese legten nahe, dass 40 Prozent der Neuinfektionen in Clubs passieren. Das BAG ruderte zurück und teile mit, der Anteil Ansteckungen in Clubs läge im einstelligen Prozentbereich.

Schon vorher hat es Kritik gegeben. Als problematisch wird auch gesehen, dass das BAG beim Beginn der Pandemie Gesichtsmasken als nutzlos bezeichnete, nur, um dann auf eine Maskenempfehlung umzuschwenken. Die Schweiz hat diese allerdings viel später als etwa die Nachbarländer Deutschland und Österreich eingeführt. 

Auch der frühere BAG-Delegierte für Infektionskrankheiten, Daniel Koch, ist schon in der Kritik gewesen. Der sehr medienpräsente Mediziner machte beispielsweise während des Lockdowns unklare Aussagen zur Wahrscheinlichkeit von Infektionen bei Kindern. 

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07:30

In Deutschland gibt es erstmals seit Mai wieder mehr als 1000 Neuinfektionen an einem Tag. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag 1045 nachgewiesene neue Ansteckungsfälle. Damit stieg die Zahl binnen 24 Stunden auf insgesamt 213'067. Als genesen gelten 195'200 Menschen. Sieben weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt erlagen damit 9175 Patienten dem Virus.

 

 

Seit Wochen erhöht sich die Zahl der akut Infizierten, die das Virus übertragen können. Sie berechnet sich aus den Gesamtinfektionen abzüglich der Genesenen und Verstorbenen. Es mehren sich daher die Stimmen, die davor warnen, eine zweite Infektionswelle könne bereits in Deutschland angekommen sein. Auch das RKI hatte unlängst nicht ausgeschlossen, dass es bereits eine zweite Welle gebe.

Die erhöhten Infektionszahlen fallen zusammen mit dem Schulbeginn in mehreren Bundesländern sowie mit der Rückkehr von Urlaubern, die sich zum Teil in Risikogebieten aufgehalten haben. 

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7:10

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat seine Empfehlung zum Tragen von Masken geändert. Demnach gelten neu Stoffmasken als Standard. Medizinische Wegwerfmasken werden nur noch Menschen mit Atemwegserkrankungen explizit empfohlen.

Zuvor hatte die Umweltorganisation Greenpeace beim Bund eine entsprechende Forderung gestellt. Ein BAG-Sprecher bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass die auf der Internetseite abgegebene Empfehlung jüngst "angepasst" worden sei.

Hygienemasken oder medizinische Gesichtsmasken sollen gemäss dem Rat des BAG von Menschen getragen werden, die Symptome einer akuten Atemwegserkrankung haben. Zuvor waren die Wegwerfmasken auch der Allgemeinheit empfohlen worden.

Den vollständigen Bericht gibt es hier.

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06:35

Der Kanton Zürich hat beschlossen, Passagierlisten von Flughafen Zürich selbst anzufordern. Dies soll dabei helfen, Rückkehrer aus Risikoländern hinsichtlich der Quarantäne besser überwachen zu können. Die Schweiz führt eine Liste von 45 Ländern, die als Risikoländer gelten. Dazu gehören die USA, Israel, die Golf-Scheichtümer und auch die Mehrzahl der Balkan-Länder. 

Der Kanton Zürich will verhindern, dass Rückkehrer die Quarantäne umgehen. Rückkehrer müssen sich freiwillig melden. Das Vorgehen der Zürcher Regierung in der Person von SP-Regierungsrat Mario Fehr löst allerdings einen Zwist aus, wie der "Blick" schreibt. Kritik kommt vor allem vom Bund. Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit sagt, es gebe "Fragezeichen". 

Die Reportage vom Blick findet sich hier.

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06:20

Die Übersicht zu den Coronavirus-Fallzahlen in der Schweiz, wie sie vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) zuletzt bekannt gegeben wurden: 

Mittwoch: 181
Dienstag: 130
Montag: 66
Sonntag: 138
Samstag: 180
Freitag: 210
Donnerstag: 220
Mittwoch: 193
Dienstag: 132
Montag: 65
Sonntag: 110
Samstag: 148

Wie das Muster zeigt, gipfeln die Zahlen jeweils am Donnerstag. Vor einer WOche würden 220 Fälle innert 24 Stunden gemeldet. Bei Infektionszahlen über 200 bewegt sich die Schweiz wieder auf den Niveau von Mitte April. Damals sorgten die Bemühungen um eine Eindämmung des Virus allerdings dafür, dass die Zahlen sanken. Derzeit ist es umgekehrt: Die Zahlen steigen wieder an.

Die neuesten Daten gibt das BAG täglich nach 12 Uhr heraus.

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05:30

Nach einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters steigt in den USA die Zahl der Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden um mindestens 55'323 auf 4,84 Millionen. Mindestens 1241 weitere Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben. Die Zahl tödlich verlaufener Ansteckungen klettert den Daten zufolge auf 158'561.

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04:20

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1045 neue bestätigte Coronavirus-Infektionen. Die Gesamtzahl der Fälle in Deutschland steigt damit auf 213'067. Die Zahl der Todesfälle legt den Daten zufolge um sieben auf 9175 zu.

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03:45

In Mexiko steigen die Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 6139 auf 456'100. Das Land meldet weitere 829 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt sind offiziellen Angaben zufolge 49.698 Personen an den Folgen des Virus verstorben.

Mexiko verzeichnet nach den USA und Brasilien die dritthöchste Zahl an Infektionen und Todesopfern.

Zur Übersicht der weltweiten Verbreitung der Pandemie der Johns Hopkins Univesity geht es hier.

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02:00

US-Präsident Donald Trump unterstützt den Vorstoss einer Gruppe von Republikanern im Senat, das Hilfspaket für die durch die Corona-Krise angeschlagenen amerikanischen Fluggesellschaften um weitere sechs Monate zu verlängern.

Die Ausweitung des 25-Milliarden-Dollar-Programms könne den Stellenabbau von Zehntausenden Arbeitsplätzen verhindern, erklären die Senatoren, "Wir wollen unsere Fluggesellschaften nicht verlieren. Wenn sie das prüfen, ob Republikaner oder Demokraten, wäre ich mit Sicherheit dafür", sagt Trump bei einem Briefing im Weissen Haus.

Die Aktien der Fluggesellschaften steigen nach den Nachrichten deutlich an: American Airlines legt 9,5 Prozent zu, United Airlines 4,6 Prozent und Southwest Airlines 4,2 Prozent.

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(cash/Reuters/Bloomberg/SDA/AWP)