Credit Suisse legt Hypotheken-Streit in den USA bei

Die Credit Suisse zahlt im Streit um faule Hypotheken-Deals in den USA eine Busse von 2,48 Milliarden Dollar. Eine ähnlich hohe Summe muss die Bank zudem für Entschädigungen bereitstellen.
23.12.2016 08:12
Urs Rohner, Verwaltungsratspräsident Credit Suisse.
Urs Rohner, Verwaltungsratspräsident Credit Suisse.
Bild: Bloomberg

Die Credit Suisse legt ihren Streit wegen umstrittener Hypothekengeschäfte mit einer Zahlung von rund 5,3 Milliarden Dollar bei. Diese setze sich zusammen aus einem Bußgeld von 2,48 Milliarden Dollar und Entschädigungszahlungen von 2,8 Milliarden Dollar, teilte die zweitgrößte Schweizer Bank am Freitag mit. Kurz zuvor hatte sich die Deutsche Bank ebenfalls mit den US-Behörden in dieser Sache geeinigt.

Diese Zahlung läuft über einen Zeitraum von fünf Jahren nach definitiver Einigung. Der Vergleich muss noch abschliessend verhandelt und vom Verwaltungsrat der Bank abgesegnet werden.

Analysten waren bislang mehrheitlich von einer Bussenzahlung von 2 Milliarden Dollar ausgegangen.Die CS wird eine zusätzliche Rückstellung von rund 2 Milliarden Dollar im laufenden vierten Quartal 2016 verbuchen.

Der Rechtsstreit bezieht sich auf die Zeit der Finanzkrise und geht bis auf das Jahr 2007 zurück. Es war der grösste offene Rechtsfall der CS.

Die Aktie der Credit Suisse steigt im vorbörslichen Handel um 2,4 Prozent.

(AWP/Reuters/cash)