CS erhöht BIP-Prognose für 2016

Die Ökonomen der Credit Suisse sind für das laufende Jahr etwas optimistischer geworden: Sie erhöhen ihre BIP-Prognose von 1 auf 1,5 Prozent.
19.09.2016 10:29
Containerschiff: Laut CS wird das Schweizer BIP 2016 stärker steigen als bisher angenommen.
Containerschiff: Laut CS wird das Schweizer BIP 2016 stärker steigen als bisher angenommen.
Bild: ZVG

Die Prognose für 2017 wird hingegen bei +1,5% belassen, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Auch andere Institute hatten zuletzt ihre Prognosen etwas erhöht. Grund war, dass die Anfang Monat veröffentlichten Zahlen zum zweiten Quartal besser ausfielen als vom Markt erwartet und die Werte für das erste Quartal nach oben revidiert wurden.

Der Schweizer Wirtschaft werde auch 2017 nicht richtig auf Touren kommen, schreiben die CS-Ökonomen in der neusten Ausgabe der Studie "Monitor Schweiz". Wichtigen Wachstumstreibern fehle der Schwung, insbesondere der Zuwanderung. So werde die zuwanderungsbedingte Mehrnachfrage im kommenden Jahr fast ein Fünftel tiefer sein als im Vorjahr.

Verhaltener Konsum

Zudem dürfte sich im nächsten Jahr auch der Konsum nur verhalten entwickeln. Die Analysten erklären dies mit den allmählich spürbaren Folgen der Frankenstärke auf die Löhne. Es sei mit einem nominalen Lohnplus von nur 0,5% zu rechnen, weil die Unternehmen wegen der gesunkenen Margen und Gewinne stärker auf ihre Lohnkosten achteten. Weil gleichzeitig die Teuerung mit 0,5% erstmals seit fünf Jahren wieder positiv sein dürfte, resultiere kein Kaufkraftgewinn, so die Experten. Gleichzeitig sei aber auch nicht mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote zu rechnen. Diese wird unverändert bei 3,3% gesehen.

Die "direkten Auswirkungen" des Brexit auf die Schweizer Wirtschaft halten die CS-Experten nach wie vor für beschränkt. Ihrer Meinung nach wird der Finanzplatz Schweiz jedoch mit grosser Wahrscheinlichkeit weniger profitieren als gemeinhin erwartet wird.

(AWP)