CS mit Kurssprung, Adecco schwächelt

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag mit steigenden Kursen auf breiter Front in die Sitzung gestartet.
10.05.2016 10:28
Die Schweizer Börse startet mit Aufschlägen in die neue Woche.
Die Schweizer Börse startet mit Aufschlägen in die neue Woche.
Bild: cash

Nach dem guten Plus des SMI vom Vortag setzt sich damit die Erholungstendenz nach zwei schwachen Wochen fort und der hiesige Leitindex bewegt sich wieder auf einem Niveau im Bereich von über 7'900 Punkten. Am Berichtstag machen insbesondere Credit Suisse einen markanten Sprung nach oben, denn die Zahlen zum ersten Quartal sind nicht ganz so schwach ausgefallen wie befürchtet. Adecco werden im Gegensatz dazu nach Quartalszahlen deutlich zurückgebunden.

Gestützt werden die Aktien in Europa von tendenziell freundlichen Vorgaben aus den USA, wo sich die Futures auf den Dow Jones seit Börsenschluss am Montag nach oben bewegt haben und aus Tokio. Die Stimmung habe sich zuletzt wieder etwas aufgehellt und die Risikoaffinität entsprechend etwas zugenommen, hiess es in Börsenkreisen. Nicht zuletzt habe dazu die jüngste Stabilisierung der Ölpreise auf einem Niveau von klar über 40 USD je Barrel beigetragen. Schwächer als erwartet ausgefallene Daten zur Industrieproduktion sowohl in Deutschland als auch in Frankreich bremsen den Aufwärtstrend derzeit nicht.

SMI mit Kursplus

Der Swiss Market Index (SMI) steigt bis um 09.30 Uhr um 1,21% auf 7'919,98 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legt 1,07% auf 1'215,45 Punkte zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) 1,09% auf 8'547,49 Punkte. Von den 30 Bluechips stehen lediglich Adecco, Syngenta, Swiss Re und Givaudan und im Minus.

Adecco (-2,7%) werden dabei von den Zahlen zum ersten Quartal gebremst. Der Umsatz hat zwar am oberen Ende der Erwartungen gelegen, die Gewinnziffern blieben dagegen etwas dahinter zurück. Das Unternehmen setze seinen moderaten Wachstumskurs in einem schwierigen Umfeld fort, hiess es dazu am Markt. Dabei sei zwar das Wachstum in Frankreich ermutigend, die Stagnation in den USA und in Deutschland hingegen weniger. Negativ wurde insbesondere die organische Wachstumsverlangsamung im März und April aufgenommen sowie die rückläufige operative Marge. Adecco-CEO Alain Dehaze zeigte sich derweil in einem Gespräch mit AWP für den wichtigsten Markt Frankreich optimistisch.

Das Tableau präsentiert sich indes wie erwähnt mehrheitlich grün und oben aus ragen Credit Suisse mit einem markanten Plus von 5,4%. Nach einem Milliardenverlust im vierten Quartal legt die Schweizer Grossbank zwar mit einem weiteren Quartalsverlust nach. Dieser fällt jedoch nicht annähernd so schlimm aus, wie im Vorfeld befürchtet wurde.

Der Gewinnbeitrag der Universalbank Schweiz habe der CS den Tag gerettet, hiess es in Marktkreisen. Dieser sei nämlich höher als erwartet ausgefallen und habe die hohen Verluste im Bereich Global Markets zumindest teilweise aufgefangen, so der Tenor. Zudem hätten auch das international Wealth Management und die Aktivitäten in der Region Asien/Pazifik die jeweiligen Schätzungen leicht übertroffen.

UBS im Sog der CS

Vom Steilpass der Credit Suisse sowie von der allgemein freundlichen Stimmung profitieren auch UBS (+1,9%). Die zweite im SMI gelistete Grossbank hält am Berichtstag ihre Generalversammlung ab. Diese dürfte von der üblichen Kritik zahlreicher Kleinaktionäre abgesehen kaum für Turbulenzen sorgen.

Zwischen die beiden Grossbanken schieben sich vorläufig Swatch (+2,6%) auf den zweiten Platz der stärksten Aktien. Der Uhrenkonzern lanciert nun die Bezahluhr "Bellamy" auch in der Schweiz.

Gestützt wird der Gesamtmarkt aber insbesondere auch von den starken Notierungen der Pharmaschwergewichte Roche (+1,8%) und Novartis (+1,6%). Nestlé (+0,8%) als dritter der "Giganten" halten mit dem Gesamtmarkt nicht ganz mit.

Etwas hinter dem Gesamtmarkt liegen auch LafargeHolcim (+0,6%) im Anschluss an eine Kurszielsenkung durch Exane BNP bei bestätigtem Rating "Neutral". Der Zementhersteller wird am Donnerstag über das erste Quartal berichten, ebenso wie Zurich (Aktie +1,3%) und Swiss Life (+1,0%).

Überdurchschnittlich gesucht sind darüber hinaus noch Dufry (+1,6%), Aryzta (+1,5%) und Richemont (+1,4%) sowie Julius Bär (+1,4%) nach der Ankündigung eines neuen Leiters der Investment Solutions Group. Lonza (+0,6%) erhalten von der Bekanntgabe eines neuen Finanzchefs keine wesentlichen Impulse.

Im breiten Markt ziehen jeweils nach Zahlen Oerlikon um 1,5% an und PSP Swiss Property um 0,6%.

(AWP)