CS-Studie - Schweiz weiter Spitze beim Vermögen

Die Schweizer sind in den letzten zehn Jahren deutlich reicher geworden. Seit 2007 habe sich das Vermögen pro Erwachsenem um mehr als 40 Prozent erhöht, seit der Jahrtausendwende sogar um 130 Prozent.
14.11.2017 09:00
Die Schweizer sind - im Durchschnitt - im internationalen Vergleich sehr reich.
Die Schweizer sind - im Durchschnitt - im internationalen Vergleich sehr reich.
Bild: Bloomberg

Damit bleibe die Schweiz im internationalen Vergleich weiterhin Spitzenreiterin beim Vermögen pro Erwachsenem, heisst es im Global Wealth Report der Credit Suisse vom Dienstag.

Konkret betrage das Vermögen pro Erwachsenem hierzulande 537'600 USD. Der starke Anstieg sei aber hauptsächlich auf den seit der Jahrtausendwende viel stärkeren Franken zurückzuführen, wird betont. Gemessen in Franken betrage die Zunahme zwischen 2000 und 2017 demnach lediglich 35%, was einem jährlichen Vermögenszuwachs von 1,8% entspreche.

Über zwei Drittel der Schweizer Erwachsenen haben laut den Angaben ein Vermögen von mehr als 100'000 USD; 8,8% sind sogar USD-Millionäre. Auf die Schweiz entfallen zudem gemäss dem Bericht insgesamt 1,7% des reichsten Prozents der weltweiten Vermögensbesitzer. Dies sei für ein Land mit einem Anteil von 0,1% an der gesamten Weltbevölkerung bemerkenswert.

Seit 2007 hat das weltweite Vermögen gemäss der Credit Suisse um 27% zugelegt. Zudem wuchs der globale Reichtum in den letzten zwölf Monaten bis Mitte 2017 schneller als in den letzten Jahren.

Konkret stieg das weltweite Gesamtvermögen innerhalb eines Jahres bis Mitte 2017 um 6,4% auf 280 Billionen USD. Ein so starken Anstieg gab es zuletzt 2012. Grund dafür seien vor allem die Gewinne an den Aktienmärkten und die Preissteigerungen bei Sachwerten. Letztere liegen laut CS erstmals über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2007. Da zudem das globale Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem um 4,9% anstieg und ein Rekordhoch von 56'540 USD erreichte, überstieg der Vermögenszuwachs damit auch das Bevölkerungswachstum.

(AWP)