CS verdient in Deutschland wieder Geld

Die Grossbank Credit Suisse verdient in Deutschland wieder Geld.
21.09.2016 09:24
Die Skyline der deutschen Bankenmetropole Frankfurt am Main.
Die Skyline der deutschen Bankenmetropole Frankfurt am Main.
Bild: Pixabay

"Wir sind zurück im Markt, sind profitabel und haben viele Teams, die in der Champions League der Finanzinstitute mitspielen", erklärt CS-Deutschland-Chefin Helene von Roeder in einem Interview. In den letzten zwei Jahren habe man im Investmentbanking, im Aktienbereich und im Asset-Management zielgerichtet ausgebaut, so von Roeder gegenüber dem "Handelsblatt" (Ausgabe 21. September).

Im Investment-Banking rangiere die CS etwa im Geschäft mit Firmenübernahmen (M&A) auf Platz drei. Und auf Dauer möchte die CS-Deutschlandchefin "schon gerne um die Meisterschale mitspielen". Guter Stimmung sei sie auch im Asset Management, so von Roeder weiter. "Hier gewinnen wir derzeit dreistellige Millionenbeträge, um sie zu managen."

Trotz dem 2013 erfolgten Verkauf des Privatkundenkundengeschäft an die zu ABN-Amro gehörende Privatbank Bethmann sei die CS in dem Geschäft nie weg aus Deutschland gewesen, so von Roeder. Verkauft worden seien die in Deutschland gebuchten Aktivitäten. "Grosses Geschäft für deutsche Kunden wurde schon immer in der Schweiz gebucht. Ich sehe keinen Anlass, das zu ändern."

Der Umbau der Grossbank durch Konzernchef Tidjane Thiam betreffe zwar auch das Deutschland-Geschäft, sagte von Roeder: "Der Umbau betraf uns natürlich, allerdings in weniger starkem Umfang, da wir unsere Hausaufgaben schon in den vergangenen zwei Jahren grösstenteils gemacht haben." Eine Fusion der CS mit der Deutschen Bank scheint die Deutschland-Chefin für wenig wahrscheinlich zu halten. "Wenn ich mich recht erinnere, haben beide Konzernchefs auf diese Frage mit einem Lachen geantwortet..."

(AWP)