Darüber ärgern sich die Swisscom-Kunden

Im cash-Video-Interview sagt Marc Werner, was die Swisscom-Kunden am meisten beschäftigt. Und der Leiter Privatkunden verrät, ob die Datenleck-Affäre zu beunruhigten Anrufen in den Callcentern geführt hat.
25.09.2013 14:17
Von Ivo Ruch
Das grösste Ärgernis der Swisscom-Kunden sind die DSL-Anschlüsse.
Bild: iNg

Mehr als 1 Million Anrufe nehmen die Swisscom-Callcenter pro Monat entgegen. Diese werden von etwa 3000 Mitarbeitenden an der Hotline beantwortet. Dabei beklagen sich die Kunden nicht etwa über schlechten Empfang oder zu hohe Abo-Gebühren.

Es sind Probleme mit dem DSL-Anschluss, die den Leuten am meisten unter den Nägeln brennen. "Der Internetanschluss muss zu 100 Prozent funktionieren und nicht zu 90 Prozent", sagt Marc Werner, Leiter Privatkunden der Swisscom, im cash-Video-Interview.

Wie unverzichtbar die Internetverbindung für Schweizer Haushalte heutzutage ist, zeigen die Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BfS). Ende 2012 gaben 78 Prozent aller Schweizer und Schweizerinnen über 14 Jahren an, das Internet täglich oder mehrmals pro Woche zu benutzen.

Neben den dem Surfen im Netz haben die Swisscom-Kunden vor allem Fragen zu ihren Rechnungen. Aber dieses Thema sei wohl in allen Callcentern der Welt omnipräsent, wie Werner meint. Der Zeitpunkt dieser Erkundigungen sei stets derselbe: "Nachdem die Rechnungen verschickt werden, gibt es in unseren Callcentern einen spürbaren Anstieg der Anfragen zu den Rechnungen."

Daneben würden Kunden vermehrt wegen Swisscom-TV anrufen, sagt Werner. Der Grund hierfür sieht er bei den stark wachsenden Abozahlen bei den Fernseh-Kunden.

Datenklau beunruhigt Kunden nicht

Das Datenleck bei der Swisscom, das letzte Woche von der NZZ publik gemacht wurde, hat die eigenen Kunden laut Werner nicht beschäftigt: "In den Callcenter konnten wir kein Unbehagen in der Bevölkerung feststellen." Das habe wohl damit zu tun, dass schnell kommuniziert wurde, dass keine Kundendaten betroffen waren, sagt Werner, der sein Amt als Privatkunden-Leiter seit Anfang September inne hat.

Die NZZ hatte am Mittwoch letzter Woche enthüllt, dass aus zwei Swisscom-Rechenzentren in Ostermundigen Datenbänder verschwunden waren, die eigentlich hätten vernichtet werden sollen. Die Swisscom gab daraufhin bekannt, dass sich auf den Datenbändern offenbar Swisscom-interne Daten, darunter E-Mails befänden.
 

Im cash-Video-Interview sagt Marc Werner zudem, was die Swisscom unternimmt, damit im Zug bald problemlos gesurft werden kann.