Deal oder kein DealVersicherungs-Riese Allianz vor Milliarden-Entscheid

Allianz-Chef Oliver Bäte hat 3 Milliarden Euro für Übernahmen und schaut sich Kreisen zufolge nach Zielen von Australien bis Italien um.
12.02.2017 16:05
Die Allianz-Arena in München: Eines der modernsten Fussballstadien Europas.
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Bild: Osram

Sich zu schnell für eine Transaktion zu entscheiden, wäre ein Fehler, warnen einige Investoren und Analysten.

Bäte hat einen Kauf des australischen Versicherers QBE Insurance Group ebenso erwogen wie die Übernahme von Teilen von Assicurazioni Generali, dem grössten Versicherer Italiens, wie Bloomberg aus informierten Kreisen erfuhr. Den Angaben zufolge befinden sich die Überlegungen in einem frühen Stadium und eine Entscheidungen wurde noch nicht getroffen.

Der Konzernchef sollte beim Thema Fusionen und Übernahmen einen disziplinierten Ansatz wählen und nicht genutztes Budget an die Aktionäre ausschütten, fordert Tim Friebertshäuser, Fonds-Manager bei DWS Investments. 

Allianz könnte das grösste Interesse an den französischen, deutschen und osteuropäischen Generali-Sparten im Bereich Sach- und Lebensversicherung haben, meint Philipp Hässler von der Equinet Bank in Frankfurt. Da der deutsche Konzern bereits über ein umfangreiches italienisches Geschäft verfüge, sei er an diesem Bereich womöglich nicht so sehr interessiert. 

Eine Entscheidung will Bäte bis 17. Februar treffen.

(Bloomberg)