Dentalimplantatehersteller - Straumann erhält 260 Millionen Franken aus dem Verkauf eigener Aktien

Straumann hat in einem beschleunigten Orderbuch-Verfahren eigene Aktien zum Preis von 600 Franken pro Titel verkauft.
06.09.2017 08:53
Der Hauptsitz von Straumann in Basel.
Der Hauptsitz von Straumann in Basel.
Bild: ZVG

Am Dienstag hatten die Valoren auf 617 CHF geschlossen. Verkauft wurden rund 0,4 Millionen Aktien, damit löste das Unternehmen 260 Mio Franken. Käufer sind institutionelle Investoren. Das Angebot sei breit platziert worden, sagte CFO Peter Hackel in einem Telefongespräch mit AWP am Mittwochmorgen. Mit dem Verkauf der 432'665 Aktien, was 2,7% des Aktienkapitals entspricht, finanziert das Unternehmen die kürzlich bekannt gegebenen strategischen Akquisitionen und Investitionen in die Kieferorthopädie (ClearCorrect) und in die digitale Zahnmedizin (Dental Wings, Rapid Shape).

Von den 260 Mio Franken würden rund 150 Mio für den Erwerb von ClearCorrect und 30 Mio für Dental Wings und Rapid Shape benötigt, erklärte Hackel weiter. Die restlichen 80 Mio würden für die angekündigten Investitionen verwendet, unter anderem für den Ausbau der Produktionsstätte in der Schweiz.

Die Gruppe hatte die nun verkauften Aktien Ende August 2016 in einem Paket von insgesamt 530 Mio Valoren vom damaligen wichtigen Aktionär, dem Staatsfonds von Singapur GIC, für 376,20 CHF je Aktie erworben. GIC reduzierte damals seinen Anteil auf 4,39% von 13,79% und im Mai diesen Jahres auf 0,014%.

Genügend finanzielle Flexibilität für Akquisitionen

Die restlichen rund 98 Mio Aktien aus dem GIC-Paket wolle Straumann für Mitarbeiterprogramme verwenden, sagte Hackel weiter. Es bestehe keine Absicht, diese zu veräussern.

Die Gruppe verfüge aber auch weiterhin über genügend finanzielle Flexibilität für Akquisitionen respektive Investitionen. Wenn Straumann denn möchte, könnte sich das Unternehmen im Umfang von 500-600 Mio CHF verschulden und "hätte immer noch eine gesunde Bilanz", ergänzte der CFO.

"Wir sind mit dem Resultat der Platzierung zufrieden", so Hackel. Damit herrscht ein ganz anderes Gefühl als Mitte August, als Straumann 400'000 Aktien in einem ebenfalls beschleunigten Orderbuch-Verfahren verkaufen wollte. Damals sei man aber mit den gebotenen Preisen nicht zufrieden gewesen. "Wir wollten den Discount nicht akzeptieren und haben deshalb das Angebot zurückgezogen", führte Hackel nun aus.

(AWP)