Der Abwärtstrend im SMI hält an

Der SMI büsste am Dienstagmorgen weitere 0,9 Prozent auf 7717 Zähler ein und schwächte sich damit den fünften Tag in Folge ab. "Und ein Ende ist nicht abzusehen. Die Anleger scheuen die Risiken", sagte ein Händler.
14.06.2016 10:19
Die dominierende Farbe an der Schweizer Börse: Rot.
Die dominierende Farbe an der Schweizer Börse: Rot.
Bild: cash

"Risk off is on- heisst das Motto", sagte ein anderer Börsianer.

Daran werde sich wohl kurzfristig nichts ändern. "Vor dem Beginn der zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank und vor dem Brexit-Referendum am Donnerstag in einer Woche werden sich die Anleger zurückhalten", sagte ein Händler. Bis dahin dürften wohl auch die Kurs abbröckeln, hiess es.

Die meisten Volkswirte gegen davon aus, dass die Fed am Mittwoch keine Zinserhöhung verkünden wird. Börsianer erhoffen sich allerdings Hinweise darauf, ob die Notenbank die geldpolitischen Zügel im Juli oder September anzieht.

Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB), die am Donnerstag ihre geldpolitische Lagebeurteilung veröffentlichen wird, dürfte keine Änderungen bekanntgeben.

Kurzfristige Impulse erhoffen sich die Anleger am Nachmittag von der Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrössten Volkswirtschaft.

Swatch und Richemont verlieren

Die stärksten Kursabschläge bei den Bluechips verbuchten zyklische Werte. Die Aktien der Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont fielen um 1,5 und 1,7 Prozent.

In die Spitzengruppe der grösseren Verlierer reihten sich die Aktien der Grossbank Credit Suisse, die um 1,7 Prozent auf 11,64 Franken nachgaben. Bei 11,51 Franken markierten sie einen neuen Tiefststand. Die Papiere von Rivale UBS sanken um 1,2 Prozent. Sie erreichten kurzzeitig bei 13,37 Franken ein Jahrestief.

Auch die Versicherer verzeichneten Abschläge von einem Prozent und mehr. Einzig Zurich trotzten dem Trend und legten leicht zu.

Massiv unter Druck standen die Papiere der GAM Holding, die nach einer Gewinnwarnung um 17,5 Prozent einbrachen.

Die als krisenresistent geltenden Anteile der Lebensmittelfirma Nestle verloren knapp ein Prozent. Der Titel des Pharmariesen Novartis sank um 1,2 Prozent und der Genussschein von Rivale Roche ermässigte sich um 0,4 Prozent.

Zyklische Werte wie Sulzer, ABB und Geberit verbuchten Abschläge zwischen einem und zwei Prozent. Die Aktien von Dätwyler büssten 4,3 Prozent ein. Der Industriezulieferer will den englischen Konkurrenten Premier Farnell übernehmen.

(Reuters)