Der Franken schwächt sich ab

Der Franken erreichte am Dienstag zum Euro zeitweise den niedrigsten Stand seit Ende der Franken-Deckelung. Zuvor hatte SNB-Vize Jean-Pierre Danthine die Bereitschaft der SNB zu Devisenmarktinterventionen bekräftigt.
27.01.2015 17:01
Der Franken schwächt sich am Dienstag etwas ab.
Der Franken schwächt sich am Dienstag etwas ab.
Bild: Bloomberg

Zum Euro verlor die eidgenössische Währung bis zu 2,3 Prozent auf 1,0383 Franken und war zuletzt bei 1,0248 Franken ein Prozent schwächer. Zum Dollar gewann der Franken 0,5 Prozent auf 89,85 Rappen.

Der Euro hat seine Vortagesgewinne am Dienstag zu den meisten der 16 wichtigen Weltwährungen ausgebaut. Marktteilnehmer spekulierten darauf, dass Griechenland nicht aus der Währungsunion ausscheiden wird. Die Finanzchefs der 19 Euro-Staaten haben signalisiert, dass sie zu einer Einigung mit dem neuen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras bereit sind - solange er nicht auf einen Schuldenschnitt besteht.

Zum Dollar war der Euro 1,5 Prozent höher bei 1,1410 Dollar. Am Vortag war die Gemeinschaftswährung zeitweise auf 1,1098 Dollar, den niedrigsten Stand seit mehr als elf Jahren, abgesackt.

“Am Markt wird der Sieg von Syriza als Anti-Spar-Bewegung wahrgenommen und weniger als Anti-Euro-Bewegung”, sagte Stratege Sireen Harajli von der Mizuho Bank New York. Die quantitative Lockerung (QE) der Europäischen Zentralbank sei im Gesamtzusammenhang wichtiger als das Thema Griechenland.

Weiter belastet wurde der Dollar durch schwache Zahlen zum Auftragseingang langlebiger US-Güter im Dezember. Die Aufträge waren um 3,4 Prozent niedriger - Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet.

Der Yen verlor zum Euro 0,6 Prozent auf 133,91 Yen und gewann zum Dollar 0,9 Prozent auf 117,44 Yen.

(Bloomberg)