Der SMI kommt nicht vom Fleck

Die Schweizer Börse kann auch am letzten Tag der Woche nicht richtig Tritt fassen. Der Leitindex bewegt sich um den Vortageskurs.
05.02.2016 10:50
Etwas Licht am Horizont: Die Schweizer Börse am Freitagmorgen.
Etwas Licht am Horizont: Die Schweizer Börse am Freitagmorgen.
Bild: cash

Der SMI steht um 10.45 Uhr 0,3 Prozent höher auf 8010 Punkte. Seit Montag hat der Leitindex 3,5 Prozent eingebüsst.

Vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht wagen sich die Anleger nicht aus der Deckung, sagen Händler. Von den Zahlen erhoffen sie sich Aufschluss über das weitere Vorgehen der amerikanischen Notenbank. Die Fed macht ihre Zinspolitik von einer Verbesserung des Stellenangebots abhängig. Zuletzt hatten enttäuschende Daten die Sorgen der Anleger vor einem Schwächeanfall der US-Wirtschaft geschürt. Die Konjunktursorge werden zudem vom tiefen Ölpreis und zunehmend auch vom schwächelnden Dollar geschürt. Die US-Devise hat in den vergangenen Tagen deutlich an Wert verloren.

Bei den Credit Suisse  Aktien fällt die Kurserholung mit 2 Prozent Plus weniger stark aus als von Händlern erhofft. Die Grossbank hatte am Donnerstag mit ihrem Jahresbericht die Anleger enttäuscht. Die Aktien stürzten daraufhin 11 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren ab.

Julius Bär nach Einigung mit USA gesucht

Die Anteile von Rivalin UBS legen 0,5 Prozent zu. Die Anteile von Julius Bär steigen um 2,3 Prozent. Die Vermögensverwalterin kann den Steuerstreit mit den USA abhaken. Die US-Staatsanwaltschaft gab am Donnerstag eine Einigung in Höhe von 547 Millionen Dollar bekannt. Zwei ehemalige Banker bekannten sich vor dem Gericht in Manhattan schuldig, Kunden aus den USA bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben.

Die Versicherungswerte tendieren mehrheitlich schwächer.

Die als krisenresistent geltenden Index-Schwergewichte entwickeln sich unterschiedlich. Während Novartis und Roche 0,7 und 0,2 Prozent steigen, geben Nestlé 0,3 Prozent ab.

Die Anteile zyklischer Firmen neigen mehrheitlich zur Stärke. Syngenta steigen um 0,6 Prozent auf 397,50 Franken. Die chinesische Chemchina will den Agrarchemiekonzern für 480 Franken je Aktie oder insgesamt rund 43 Milliarden Dollar übernehmen.

Ems-Chemie legen nach Zahlen deutlich zu

Am breiten Markt legen die Aktien von Ems-Chemie 5,3 Prozent zu. Der Hersteller von Spezialkunststoffen wartete mit guten Zahlen auf. Der Gewinn stieg im vergangenen Jahr stärker als erwartet um 9,5 Prozent auf 383 Millionen Franken und die Dividende soll um 1,50 auf 13,50 Franken je Aktie angehoben werden. Dieses Jahr rechnet Ems-Chemie mit leicht mehr Umsatz und Betriebsgewinn.

(Reuters)