An der Wall Street macht sich Optimismus breit

Die New Yorker Börsen haben am Dienstag auf einen Sieg der Demokratin Hillary Clinton bei der US-Präsidentenwahl gesetzt, die für Kontinuität steht und der auch die größeren Siegchancen eingeräumt werden.
08.11.2016 22:40
Die Zuversicht, dass Clinton die Wahl gewinnt, treibt zum Schluss die US-Börsen nach oben.
Die Zuversicht, dass Clinton die Wahl gewinnt, treibt zum Schluss die US-Börsen nach oben.
Bild: Bloomberg

Donald Trump von den Republikanern gilt dagegen als unberechenbar und Investorenschreck. Nach anfänglichen Verlusten ging die Wall Street schliesslich mit Gewinnen aus dem Handel.

Der Dow-Jones-Index schloss bei 18'332 Punkten 0,4 Prozent im Plus. Im Verlauf pendelte er zwischen 18'200 und 18'400 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 ging mit 2139 Zählern 0,4 Prozent höher aus dem Handel. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 0,5 Prozent und schloss bei 5193 Punkten.

Bei den Einzelwerten standen die Aktien von Hertz im Mittelpunkt. Sie stürzten um 22 Prozent ab, nachdem der Autovermieter seine Gewinnprognose drastisch gestutzt hatte. Zeitweise lagen die Aktien 50 Prozent im Minus.

Pharmatitel Valeant stürzt nach Quartalszahlen ab

Für Valeant ging es zunächst um 26 Prozent nach unten. Der Pharmakonzern verfehlte im abgelaufenen Quartal die Analystenerwartungen und senkte seine Umsatz- und Gewinnprognose. Der Kursverlust relativierte sich im Zuge der insgesamt besseren Börsenstimmung im Handelsverlauf. Zum Handelsschluss lag er noch bei 21 Prozent. Schwächere Aussichten setzten auch der Drogeriekette CVS zu. Hier brach die Aktie um knapp 12 Prozent ein.

Die Börsianer hoffen, dass sich die Anleger nach der Wahl wieder mehr den ökonomischen Daten zuwenden können. "Egal wer gewinnt, der Fokus wird sich wieder auf die Firmenbilanzen und die ganzen Fundamentaldaten richten, die in den vergangenen Wochen etwas ins Abseits gedrängt wurden", sagte Rick Meckler, Präsident der Investmentfirma LibertyView Capital Management. Dann dürfte auch die US-Notenbank wieder in den Blickpunkt rücken, von der ein Grossteil der Börsianer eine Zinserhöhung im Dezember erwartet.

Steigende Renditen bei den Staatsanleihen

An der New York Stock Exchange wechselten am Dienstag rund 889 Millionen Aktien den Besitzer. 1661 Werte legten zu, 1256 gaben nach und 169 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Milliarden Aktien 1531 im Plus, 1261 im Minus und 233 unverändert.

Auch der Bondmarkt zeigte mit steigenden Renditen die Erwartung, dass Clinton die Wahl gewinnt. Die zehnjährigen Papiere fielen um 9/32 auf 96-23/32. Sie rentierten mit 1,87 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 15/32 auf 92-7/32 und hatten eine Rendite von 2,63 Prozent.

(Reuters)