Dermatologieprodukte - Cassiopea rutscht tiefer in die Verlustzone

Cassiopea weist für die ersten sechs Monate 2017 einen höheren Verlust aus. Auch die Barmittel des Pharmaunternehmens sind gesunken.
21.07.2017 08:15
Blick in ein Pharmalabor.
Blick in ein Pharmalabor.
Bild: Bloomberg

Da sich bei dem auf Dermatologieprodukte spezialisierten Unternehmen noch alle Produkte in der Pipeline befinden, generiert es noch keine Umsätze. Entsprechend zehrt das Unternehmen aktuell von seinen Barmitteln. Diese werden in der Medienmitteilung vom Freitag per Stichtag 30. Juni auf 25,1 Mio EUR beziffert. Ende 2016 lagen sie noch bei 33,7 Mio EUR.

Unter dem Strich weist das auf Dermatologieprodukte spezialisierte Pharmaunternehmen einen Verlust in Höhe von 9,3 Mio EUR aus, nach -8,5 Mio EUR im Vorjahreszeitraum.

Dabei haben sich die Ausgaben für Forschung & Entwicklung mit knapp 6,5 Mio EUR gegenüber den 6,6 Mio im ersten Halbjahr 2016 kaum verändert. Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstige Gemeinkosten betrugen 818'000 EUR nach 1,00 Mio EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Insgesamt beliefen sich die operativen Kosten auf knapp 7,3 Mio EUR nach gut 7,6 Mio im Vorjahreszeitraum.

Weniger Mitarbeitende

Dabei waren vor allem die Personalkosten mit nun 627'000 nach 961'000 EUR rückläufig. Dies liege in erster Linie an der gesunkenen Zahl der Mitarbeiter, die Cassiopea per Ende Juni auf sieben nach neun im Vorjahr beziffert.

Derweil haben sich die Finanzkosten des Unternehmens im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr auf knapp 2,3 Mio EUR nach 993'000 mehr als verdoppelt. Laut Präsentation beinhalteten die Finanzkosten in erster Linie Währungsdifferenzen.

Am Stichtag Ende Dezember verfügte das Unternehmen über Barmittel oder Ähnliches in Höhe von 25,1 Mio EUR. Ende Dezember 2016 beliefen diese sich noch auf 33,7 Mio. Wie es in der Mitteilung heisst, hält Cassiopea seine Barmittel vornehmlich in USD.

Studiendaten ab Mitte 2018

Mit Blick auf die Pipeline rechnet das Unternehmen damit, die Rekrutierung des letzten Patienten in der Winlevi-Phase-III-Studie im zweiten Halbjahr abzuschliessen. Aktuell seien 74% der geplanten Patienten in der Versuchsreihe zur Behandlung von Akne rekrutiert, teilt Cassiopea mit.

In der Breezula-Phase-II-Studie zur Behandlung androgenetischer Alopezie dienen, erblich bedingtem Haarausfall, seien die ersten Probanden rekrutiert. Eine erste Analyse erwartet das Unternehmen Mitte 2018.

Wie Diana Harbort, CEO von Cassiopea, in der Mitteilung ankündigt, habe das Unternehmen dann, mit den Breezula- und den Winlevi-Daten Mitte des kommenden Jahres, "eine solide Basis, um die nächsten Schritte der Gesellschaft zu planen."

(AWP)