Deutlich eingetrübte Wirtschaftsstimmung in der Euro-Zone

Die Wirtschaftsstimmung in der Euro-Zone hat sich im August deutlich verschlechtert.
30.08.2016 11:05
Der Himmel über der Euro-Zone hat sich weiter verdüstert.
Der Himmel über der Euro-Zone hat sich weiter verdüstert.
Bild: cash

Der Economic Sentiment Indicator (ESI), der die Stimmung in Unternehmen und privaten Haushalte misst, fiel um 1,0 Punkte auf 103,5 Zähler, wie die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Bankökonomen hatten einen Rückgang erwartet, allerdings nur auf 104,1 Punkte. Abgesehen vom Bausektor trübte sich die Stimmung in allen Bereichen ein, aus denen der ESI ermittelt wird.

Das ebenfalls von der Kommission erhobene Geschäftsklima (BCI), das nur die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe misst, trübte sich ebenfalls deutlich ein. Der Indikator fiel im August von 0,38 Punkten im Vormonat auf 0,02 Zähler. Das ist der tiefste Stand seit Oktober 2013. Ökonomen hatten mit einem wesentlich schwächeren Rückgang auf 0,36 Punkte gerechnet. Der BCI gibt Auskunft über die Produktions- und Investitionstätigkeit.

Im Juli, etwa einen Monat nach dem britischen Brexit-Votum, hatten sich die Indikatoren entgegen den Erwartungen verbessert. Ähnlich war die Entwicklung unlängst in Deutschland, wo sich das Ifo-Geschäftsklima im Juli nur leicht, im August aber deutlich eingetrübt hatte. Bankökonomen hatten dies als verspätete Reaktion auf den Brexit interpretiert.

(AWP)